|
Am gestrigen Freitagabend trat
unsere 3. Mannschaft in Fraulautern
zur 1. Runde des Saarlandpokals an.
Zwar ging man leicht favorisiert in
die Begegnung, doch im Falle eines
Gegners in Bestbesetzung war jedem
Beteiligten klar, dass es keineswegs
eine solch klare Angelegenheit
werden würde, wie dies sowohl in
Vor- als auch Rückrunde der
Meisterschaft der Fall gewesen war.
Zu Beginn durfte unsere
Mannschaft zumindest nicht ganz ohne
Erleichterung registrieren, dass bei
Fraulautern die etatmäßige Nummer 2,
Jörg Hesidenz, nicht mit von der
Partie war. Die Gastgeber gingen mit
Michael Kerber, Andreas Fontaine und
Michael Hirschbach an den Start, der
TVL trat mit Peter Schiestel, Frank
Fuhrmann und Markus Dreier an.
Anfangs verlief alles nach Plan
für den TVL. Trotz einer mehr als
mäßigen Leistung konnte
Spitzenspieler Peter Schiestel mit
Glück und Geschick, wobei ersteres
in weitaus größerem Maße vorlag,
einen nur auf dem Papier klaren Sieg
gegen Andreas Fontaine erzielen.
Weitaus besseres Tischtennis bot am
Nebentisch Frank Fuhrmann, der in
fünf Sätzen trotz einiger
zwischenzeitlicher Rückschläge gegen
Michael Kerber die Oberhand behielt,
und damit unterstrich, dass sein
Vorrundensieg gegen die
Fraulauterner Nummer 1 "keine
Eintagsfliege" (O-Ton Fuhrmann)
gewesen war.
Markus Dreier gelang es danach,
mit einer durchschnittlichen
Vorstellung, bei der ebenfalls noch
Luft nach oben war, Michael
Hirschbach in vier Sätzen nieder zu
ringen und somit beim Stande von 3:0
für unsere Mannschaft für eine
vermeintliche Vorentscheidung zu
sorgen. Doch die Gastgeber gaben
sich nicht auf und setzten nun alles
auf das Doppel. Dort zeigte sich
früh, dass das Limbacher Doppel
Schiestel/Fuhrmann weit von seiner
Bestform entfernt spielte, was
jedoch nur zu den geringsten Teilen
letzterem Akteur angelastet werden
konnte. Zudem harmonierten die
Gegner Kerber und Fontaine
überraschend gut ("Haben wir
überhaupt schon einmal zusammen in
einem Punktspiel gespielt?" -
"Nein."). Das Resultat war, trotz
einiger knapper Satzentscheidungen,
ein verdienter 3:1-Erfolg
Fraulauterns, der die Partie offen
hielt.
Danach kam es zum Duell der
Spitzenspieler, das, anders als noch
vor drei Wochen in der Liga, einer
solchen Titulierung nicht gerecht
wurde. Denn drei Sätze lang hatte
der in der Runde noch siegreiche
Schiestel seinem Kontrahenten Kerber
wenig bis nichts entgegen zu setzen
und hatte zudem noch das Pech, dass,
wenn er einmal gute Ballwechsel
spielte (wie in der Schlussphase des
3. Satzes), Kerber immer noch den
etwas besseren Ball auspackte. So
konnte Fraulautern verdient auf 2:3
verkürzen.
Dass das ganz große Zittern nicht
ausbrach, lag im Anschluss an Frank
Fuhrmann, der sich mit seinem
zweiten Sieg an diesem Abend zu
Recht als Matchwinner fühlen durfte.
Gegen Hirschbach erreichte er zwar
nicht mehr ganz die große Form
seines ersten Spiels, doch auch so
reichte es zu einem ungefährdeten
3:1-Erfolg.
In Runde 2 hofft die Mannschaft
nun auf ein Heimspiel und ein
möglichst attraktives Los, das
dennoch ein Weiterkommen in die 3.
Runde ermöglicht.
Zum Spielberichtsbogen der Partie
gegen den TTSV Fraulautern geht es
hier.
|