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"Wir
schreiben die Saison
2000/2001, ich bin von
TV Quierschied zum TV
Limbach gewechselt. Es
war die erste Oberliga
Saison des damals noch
recht kleinen TV 06
Limbach. Der
Verein spielte zum
ersten Mal überhaupt
überregional, wir alle
betraten damals völliges
Neuland und waren
gespannt, wie die
Partien auf Südwestebene
wohl so ablaufen würden.
Wir sollten es bald
erfahren...
Der
zweite Spieltag
bescherte uns ein
Auswärtsspiel beim SV
Heuchelheim-Klingen.
Treffpunkt war um 06:45
Uhr in Limbach
(Rumpelfass). Auf dem
Hinweg gab es auf der
B10 die erste Panne,
seineszeichen eine
Radarfalle der Polizei,
in die Stefan Ruffing
auch gleich "hinein
tappte". In Heuchelheim
angekommen mussten wir
feststellen, dass wir
nicht zu früh dort
waren, sondern VIEL zu
früh. Also beschlossen
wir, noch gemütlich
einen Kaffee trinken zu
gehen und noch etwas zu
frühstücken. Gesagt,
getan somit konnten wir
zumindest schon mal 30
Minuten locker
überbrücken. Nach
besagtem Frühstück
fuhren wir zur Halle, wo
wir die ersten waren.
Weder die Heimmannschaft
noch sonst jemand war zu
entdecken.
Nach
einer geschlagenen
Viertelstunde trudelte
ein älterer Herr ein,
der weder "Guten Morgen"
sagte, noch sonst
irgendein
Wort. Er Schloss die
Halle auf und bat uns
herein. Wir nahmen
dankbar an. Uns wurden
die Umkleidekabinen
gezeigt wo wir uns
umziehen konnten. Es muss
noch erwähnt werden, dass
es an diesen frühen
Sonntagmorgen etwas
kühl war - um nicht zu
sagen SAUKALT. Mitten
beim Umziehen kam der
besagte ältere Herr
herein, riss alle
vorhandenen Fenster auf
und verließ wortlos die
Kabine. Eine etwas
seltsame Stimmung
breitete sich in
der Kabine aus. Als das
Spiel mit 3:9 verloren
war und wir geschlagen
aber erhobenen Hauptes
zum Duschen gingen, kam
besagter älterer Herr
wiederum in die Kabine
und fragte, ob wir mit
ins Dorf gehen würden, da der Ort
eine "Rotweinkerb"
hätte. Dies waren die
ersten Worte, die der
ältere Herr, der sich
später als der in der
Pfalz berühmte "Pitt"
König herausstellen
sollte, an diesem Morgen von
sich gab.
Pitt
wurde nach dem Sieg der
Heuchelheimer immer
lockerer, was nicht
zuletzt an den
vorhandenen Getränken
lag. Keinem von unseren
Spielern ist es gelungen,
sich auch nur annähernd
an Pitt heran zu
trinken. Die meisten von
uns hatten mindesten
zwei bis vier 0,5
l-Schoppen Weißwein mit
Cola bzw. Rotwein mit
Cola vor sich stehen.
Sobald sich auch nur ein
Glas einem leeren
Zustand näherte, stand
schon eine neue
"Pulle" neben diesem. das
ganze währte ca. 2-3
Stunden, und außer dem Fahrer
Stefan Ruffing war wohl
kein Akteur unter 2
Promille vorzufinden.
Gegen 16:00 Uhr kam dann
Michael Brunk die
glorreiche Idee, noch
zum Brückenfest nach
Limbach zu gehen.
Gesagt, getan !! Knapp
90 Minuten später
betraten wir das
Limbacher Brückenfest.
Nun gab es kein Halten
mehr - endlich normales
Bier in Sicht!
Unbestätigten Gerüchten
zufolge sind ein oder mehrere Spieler am
nächsten Morgen nicht
zur Arbeit erschienen...
Am darauf folgenden
Dienstag erschien
Michael Brunk mit
ernster Miene im
Training und verkündete
die Botschaft seiner
Frau:
ZITAT
Frau Brunk: 'Wenn du
jetzt bei jedem Oberliga Auswärstspiel so nach
Hause kommst, kannst du
dir entweder ne andere
Sportart suchen oder
eine andere Frau!'
So verlief mein Jahr
in Limbach, und auch
wenn wir die Klasse
nicht halten konnten,
war es eine tolle
Saison, die wohl jedem
sehr viel Spaß gemacht
hat." |