07.07.09
"Das Ziel kann nur der erste Platz sein"  -  Interview mit Philipp Schmidt
 

Die 1. Mannschaft des TV 06 Limbach steht nach dem Regionalliga-Abstieg vor der nicht leichten Aufgabe, ohne die beiden Leistungsträger Mirko Habel und André Forsch in die neue Runde starten zu müssen, zum anderen vor der Herausforderung, nun nicht mehr wie im Vorjahr in jedem Spiel als Außenseiter in die Partie zu gehen, sondern mit dem Druck des Favoriten umgehen zu müssen. Philipp Schmidt, Neuzugang vom TTC Nünschweiler, soll die Abgänge vergessen machen und mithelfen, den TVL in der Oberliga ganz nach oben zu bringen. Im Interview äußert das Nachwuchstalent klar seine Vorstellungen und Ziele für die neue Saison.

TVL: Hallo Philipp, herzlich willkommen in der Mannschaft. Du bist als Neuzugang sofort Kapitän geworden. Wie kam es dazu?

Philipp: Bei der Mannschaftssitzung wurden alle Ämter für die Runde per Los bestimmt. Ich hatte das "Glück" und wurde zum Mannschaftskapitän bestimmt. Ich hoffe, dass ich nicht allzu viel Probleme haben werde mit Spielverlegungen und anderen Dinge und dass ich das Amt nächstes Jahr an einen würdigen Nachfolger abgeben kann. Bis dahin aber werde ich es mit größter Sorgfalt ausüben.

TVL: Du hast im letzten Jahr eine starke Bilanz im vorderen Paarkreuz der Oberliga gespielt und kommst nun in Limbach „nur“ in der Mitte zum Einsatz. Was hat letztlich doch den Ausschlag für einen Wechsel zum TVL gegeben?

Philipp: Die Perspektive. Ich habe mich in Nünschweiler sehr wohl gefühlt, habe mich mit allen super verstanden und es hat mir auch Spaß gemacht dort zu spielen. Mein Ziel muss aber auf Dauer sein den Schritt in die Regionalliga zu machen und das war in Nünschweiler nicht realistisch. Dafür war das Trainingspensum - vor allem aus beruflichen Gründen - einfach zu gering. Dies ist in Limbach anders, da jeder heiß darauf ist, in der nächsten Runden wieder in der Regionalliga zu spielen.

TVL: Für wie stark hältst du die Oberliga dieses Jahr? Wer steigt auf, wer ab?

Philipp: Aufgrund der drei Absteiger aus der Regionalliga schätze ich die Liga etwas stärker ein als letztes Jahr. Ich denke, dass wir gute Chancen auf den 1. Platz haben. Dennoch sind auch Altrip und Frankenthal I nicht zu verachten. Eine solche Einschätzung ist vor der Runde jedoch immer schwierig, da man - vor allem bei Vereinen wie Frankenthal - nie weiß, in welcher Aufstellung die Mannschaft dann wirklich spielen wird. Auch Illingen und Maxdorf werden nichts mit dem Abstieg zu tun haben. Alle anderen Vereine aber (z. B. Wehrden, Frankenthal II und Saarbrücken) sind wahrscheinlich froh, wenn sie nichts mit dem Abstieg zu tun haben. Dies gilt auch für unsere 2. Mannschaft.

TVL: Was hältst du von der Umstrukturierung der Regionalliga Südwest und ihren Folgen?

Philipp: Diese hat meiner Meinung nach sowohl positive als auch negative Folgen. Auf der einen Seite ist es sinnvoll, dass das Niveau in der Regionalliga durch die Zusammenlegung stark angehoben wird, da es sich immerhin um die dritthöchste deutsche Spielklasse handelt. Auf der anderen Seite aber ist der Sprung von der Oberliga in die Regionalliga riesig und es ist für einen Aufsteiger nahezu unmöglich, sich ohne Verstärkungen in der Liga zu halten.

TVL: Mit Mirko Habel und Andre Forsch hat der TVL zwei Spieler verloren, die in den letzten Jahren maßgeblich das Gesicht der Mannschaft geprägt haben. Was traust du den beiden in der kommenden Saison zu und inwieweit konnten die Weggänge in Limbach verkraftet werden?

Philipp: Bei Mirko kann ich es nur schwer einschätzen, da ich die Stärke der luxemburgischen Liga nicht genau kenne. Prinzipiell aber denke ich, dass er aufgrund seiner Spielstärke für jede Mannschaft eine Bereicherung sein kann. Ebenso sehe ich es bei André. Er kommt in eine eingespielte Regionalligamannschaft und kann sich dort noch einmal verbessern.

TVL: Was hast du dir persönlich für die Runde vorgenommen?

Philipp: Ich möchte eine positive Bilanz spielen und dadurch dazu beitragen, dass die Mannschaft ihr Saisonziel erreicht, was nur der 1. Platz sein kann.

TVL: Wo siehst du den TV Limbach langfristig?

Philipp: Langfristig kann es für Limbach nur das Ziel sein den Wiederaufstieg in die Regionalliga zu schaffen und sich dort zu etablieren, was natürlich durch die Einführung der eingleisigen Regionalliga erheblich erschwert wurde.

TVL: Danke für das Gespräch, Philipp, und viel Erfolg für die neue Runde!

(Interview: Leo Stynen)