|
Die 1. Mannschaft des TV 06 Limbach
steht nach dem Regionalliga-Abstieg
vor der nicht leichten Aufgabe, ohne
die beiden Leistungsträger Mirko
Habel und André Forsch in die neue
Runde starten zu müssen, zum anderen
vor der Herausforderung, nun nicht
mehr wie im Vorjahr in jedem Spiel
als Außenseiter in die Partie zu
gehen, sondern mit dem Druck des
Favoriten umgehen zu müssen. Philipp
Schmidt, Neuzugang vom TTC
Nünschweiler, soll die Abgänge
vergessen machen und mithelfen, den
TVL in der Oberliga ganz nach oben
zu bringen. Im Interview äußert das
Nachwuchstalent klar seine
Vorstellungen und Ziele für die neue
Saison.
TVL: Hallo Philipp,
herzlich willkommen in der
Mannschaft. Du bist als Neuzugang
sofort Kapitän geworden. Wie kam es
dazu?
Philipp: Bei der
Mannschaftssitzung wurden alle Ämter
für die Runde per Los bestimmt. Ich
hatte das "Glück" und wurde zum
Mannschaftskapitän bestimmt. Ich
hoffe, dass ich nicht allzu viel
Probleme haben werde mit
Spielverlegungen und anderen Dinge
und dass ich das Amt nächstes Jahr
an einen würdigen Nachfolger abgeben
kann. Bis dahin aber werde ich es
mit größter Sorgfalt ausüben.
TVL: Du hast im letzten
Jahr eine starke Bilanz im vorderen
Paarkreuz der Oberliga gespielt und
kommst nun in Limbach „nur“ in der
Mitte zum Einsatz. Was hat letztlich
doch den Ausschlag für einen Wechsel
zum TVL gegeben?
Philipp: Die Perspektive. Ich
habe mich in Nünschweiler sehr wohl
gefühlt, habe mich mit allen super
verstanden und es hat mir auch Spaß
gemacht dort zu spielen. Mein Ziel
muss aber auf Dauer sein den Schritt
in die Regionalliga zu machen und
das war in Nünschweiler nicht
realistisch. Dafür war das
Trainingspensum - vor allem aus
beruflichen Gründen - einfach zu
gering. Dies ist in Limbach anders,
da jeder heiß darauf ist, in der
nächsten Runden wieder in der
Regionalliga zu spielen.
TVL: Für wie stark hältst
du die Oberliga dieses Jahr? Wer
steigt auf, wer ab?
Philipp: Aufgrund der drei
Absteiger aus der Regionalliga
schätze ich die Liga etwas stärker
ein als letztes Jahr. Ich denke,
dass wir gute Chancen auf den 1.
Platz haben. Dennoch sind auch
Altrip und Frankenthal I nicht zu
verachten. Eine solche Einschätzung
ist vor der Runde jedoch immer
schwierig, da man - vor allem bei
Vereinen wie Frankenthal - nie weiß,
in welcher Aufstellung die
Mannschaft dann wirklich spielen
wird. Auch Illingen und Maxdorf
werden nichts mit dem Abstieg zu tun
haben. Alle anderen Vereine aber (z.
B. Wehrden, Frankenthal II und
Saarbrücken) sind wahrscheinlich
froh, wenn sie nichts mit dem
Abstieg zu tun haben. Dies gilt auch
für unsere 2. Mannschaft.
TVL: Was hältst du von der
Umstrukturierung der Regionalliga
Südwest und ihren Folgen?
Philipp: Diese hat meiner
Meinung nach sowohl positive als
auch negative Folgen. Auf der einen
Seite ist es sinnvoll, dass das
Niveau in der Regionalliga durch die
Zusammenlegung stark angehoben wird,
da es sich immerhin um die
dritthöchste deutsche Spielklasse
handelt. Auf der anderen Seite aber
ist der Sprung von der Oberliga in
die Regionalliga riesig und es ist
für einen Aufsteiger nahezu
unmöglich, sich ohne Verstärkungen
in der Liga zu halten.
TVL: Mit Mirko Habel und
Andre Forsch hat der TVL zwei
Spieler verloren, die in den letzten
Jahren maßgeblich das Gesicht der
Mannschaft geprägt haben. Was traust
du den beiden in der kommenden
Saison zu und inwieweit konnten die
Weggänge in Limbach verkraftet
werden?
Philipp: Bei Mirko kann ich
es nur schwer einschätzen, da ich
die Stärke der luxemburgischen Liga
nicht genau kenne. Prinzipiell aber
denke ich, dass er aufgrund seiner
Spielstärke für jede Mannschaft eine
Bereicherung sein kann. Ebenso sehe
ich es bei André. Er kommt in eine
eingespielte Regionalligamannschaft
und kann sich dort noch einmal
verbessern.
TVL: Was hast du dir
persönlich für die Runde
vorgenommen?
Philipp: Ich möchte eine
positive Bilanz spielen und dadurch
dazu beitragen, dass die Mannschaft
ihr Saisonziel erreicht, was nur der
1. Platz sein kann.
TVL: Wo siehst du den TV
Limbach langfristig?
Philipp: Langfristig kann es
für Limbach nur das Ziel sein den
Wiederaufstieg in die Regionalliga
zu schaffen und sich dort zu
etablieren, was natürlich durch die
Einführung der eingleisigen
Regionalliga erheblich erschwert
wurde.
TVL: Danke für das
Gespräch, Philipp, und viel Erfolg
für die neue Runde!
(Interview: Leo
Stynen)
|