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Am letzten Wochenende standen für
unsere zweite Mannschaft 2
Heimspiele auf dem Programm – die
Gegner hießen Illingen und Altrip, 2
Teams, die über ein starkes vorderes
Paarkreuz verfügen, jedoch nicht
immer in Bestbesetzung antreten
können; letzterer Umstand sollte der
Fall sein und dabei sprang ein nicht
unbedingt eingeplanter Heimerfolg
heraus.
In den ersten beiden Doppeln in der
Partie gegen die Jungs aus Illingen
zeigte sich ein gewohntes Bild, denn
die beiden Spitzenpaarungen Jülch/Schimek
auf der einen und Raber/Ohlmann auf
der anderen Seite gewonnen ihre
Spiele gegen Laubach/Zewe bzw.
Thome/Becker sicher, wobei unsere
„Notkombination“ durchaus Chancen
hatte, sich in den 5. Durchgang zu
spielen. Im Duell der 3er-Doppel
zeigten Dreier/Weber wieder einmal
eine gute Vorstellung und konnten
Oswald/Niklas in die Schranken
weisen.
Im vorderen Paarkreuz sah sich
Christian Jülch nun Thomas Ohlmann
gegenüber; hierbei entwickelte sich
in den ersten beiden Sätzen eine
abwechslungsreiche Begegnung, die
von vielen kleinen Fehlern und
schnellen Punkten auf beiden Seiten
geprägt war; spielentscheidend stand
für den Limbacher Spitzenakteur der
Gewinn des knappen 3. Satzes zu
Buche, denn im letzten Satz der
Partie fand Ohlmann kein Rezept mehr
und musste gratulieren. Hatte man
sich am Nebentisch in der Partie von
Thomas Schimek auf eine klare
Angelegenheit zu Gunsten des
Illinger Tischtennisästheten
eingestellt, so wurde man nach dem
deutlichen ersten Durchgang zunächst
bestätigt, denn auch ein leicht
angeschlagener Raber zeigte sein
variables Spiel ein ums andere Mal.
Doch der Limbacher Blockkünstler
konterte, agierte zunehmend sicherer
und so stand man sich schließlich im
5. Satz in einer ganz engen und
guten Partie auf Augenhöhe
gegenüber; hier sorgte Schimek – wie
üblich – für Hochspannung, als er 4
Matchbälle ungenutzt ließ ehe er
nach starkem Returnspiel über den 4.
Punkt auf Limbacher Seiten jubeln
konnte.
In der Mitte fand Olli Thome kein
Rezept gegen den nach wie vor stark
angreifenden Uwe Oswald, dem sein
nur noch sporadisches Einsetzen
keineswegs geschadet hatte; leider
konnte auch Dominic Weber gegen Eric
„Hexer“ Laubach keinen Satz
gewinnen, was mitunter der Tatsache
geschuldet ist, dass der Illinger
Noppenspieler immer wieder taktisch
gut variierte und ein ums andere Mal
mit unorthodoxem Spiel zu
Punktgewinnen kommen konnte.
Nun lag es am hinteren Paarkreuz,
wenigstens eine knappe
Halbzeitführung zu retten; zwischen
Markus Dreier und dem Illinger
Youngster Rouven Niklas entwickelte
sich eine sehenswerte Partie, in der
Dreier immer öfter in die Defensive
gedrängt wurde und sich am Ende
einem fast mit traumwandlerischer
Sicherheit agierenden Niklas in 4
engen Sätzen geschlagen geben
musste; starkes Tischtennis zeigte
„Joker“ Jürgen Becker im Match gegen
Michael Zewe; der Limbacher
Routinier behielt stets die Ruhe,
wurde mit zunehmender Dauer immer
sicherer und konnte einen verdienten
5-Satz-Erfolg einfahren, der die
knappe Führung nach dem ersten
Durchgang bedeutete; nicht unerwähnt
bleiben soll an dieser Stelle der
Ball des Tages, den Michael Zewe in
Tennis-Manier als Antwort auf einen
Becker’schen Schuss parierte.
Im Duell von Christian Jülch gegen
Jörg Raber sollte sich das Handicap
des Illingers nicht zu dessen
Nachteil bemerkbar machen, denn
anders als in einer vorherigen
Partie returnierte Raber stark und
konnte den Limbacher immer wieder
aus dem Spiel bringen und dessen
Vorhand vermeiden; nach 3
Durchgängen hatte Illingen
ausgeglichen. Doch Jülchs
Doppelpartner Thomas Schimek zeigte
im Spiel gegen Thomas Ohlmann erneut
eine ganz starke Leistung, blockte
fast jeden Ball und gewann
folgerichtig auch in der Höhe
verdient mit 3:0 – nach wie vor
waren unsere Jungs auf Kurs.
Und in der Mitte sollte sich das
Szenario des ersten Durchgangs zum
Glück nicht wiederholen; Olli Thome
zeigte zunächst gegen Angstgegner
Eric Laubach eine ansprechende
Vorstellung, obgleich der „Hexer“ am
Ende die Oberhand behielt und selbst
erfolgreich sein Heil in der
Offensive suchte. Doch parallel
trumpfte Dominic Weber gegen Uwe
Oswald groß auf, punktete ein ums
andere Mal mit krachenden
Konterschlägen und variablen
Aufschlägen. Da konnte auch der
Verlust des knappen 2. Satzes
verschmerzt werden, denn Weber ließ
sich auch von einem Rückstand im
Entscheidungssatz nicht von seiner
Marschroute abbringen – vielmehr
nutzte er eine kleine Schwächephase
seines Kontrahenten eiskalt aus, um
nach starker Leistung den 7. Punkt
und das sichere Schlussdoppel zu
erspielen.
Die beiden letzten Einzel des Abends
mussten nun darüber entscheiden, ob
man mit einem Vorsprung oder einem
Rückstand in das Abschlussdoppel
gehen musste und die Zeichen standen
nicht gut: Jürgen Becker gelang es
lediglich im ersten Durchgang, dem
stark aufspielenden Rouven Niklas
Paroli zu bieten, nach 3 Sätzen
konnte der junge Illinger den
Ausgleich erspielen. Und auch in der
Partie von Markus Dreier gegen
Michael Zewe sah es nach einem
0:2-Rückstand für Dreier nicht
gerade gut aus, die Limbacher Brille
einmal aufgesetzt. Doch Dreier
kämpfte wie gewohnt vorbildlich,
mitunter angetrieben von seiner
mittlerweile eingetroffenen Gattin,
und tatsächlich gelang der
vielumjubelte Satzausgleich; der
Jubel war indes noch größer als
Dreier im 5. Durchgang den Sack nach
Sensationsfehler beim Matchball
hauchdünn zumachte und eine
8:7-Führung erspielte.
Im Schlussdoppel kam es nun zu einem
Stell-Dich-Ein der vorderen Reihen,
denn Jülch/Schimek sahen sich Raber/Ohlmann
gegenüber, die bereits vor
Spielbeginn ihren Respekt vor der
schwer zu spielenden Limbacher
Spitzenpaarung äußerten. Und Jülch/Schimek
stellten eindrucksvoll unter Beweis,
warum sie für viele Gegner eine
harte Nuss sein können – beide
machten wenig eigene Fehler und
wussten durch stark herausgespielte
Topspins (Jülch) und butterweiche
Stops (Schimek) zu gefallen; nach 3
klaren Sätzen war der tolle
9:7-Triumph perfekt.
Mit dem schönen Erfolg vom Vortag im
Gepäck und dem formidablen
Dreier’schen Frühstück im Bauch (an
dieser Stelle noch einmal großes Lob
und Dank für die unermüdliche Heike,
der wohl der nächste
Mannschaftsanzug gebührt *g*)
empfing man die Gäste aus Altrip,
die eine mit jungen Wilden gespickte
Truppe aufbot.
Auch hier zeigte sich die bisher den
ein oder anderen, durchaus auch in
eigenen Reihen, überraschende
Doppelstärke, denn wie am Vortag
konnten Jülch/Schimek gegen
Ewert/Rief sowie Dreier/Weber gegen
Maus/Messemer eine 2:1-Fürhung
erspielen – Doppel 2 mit
Thome/Stephan standen gegen die
starken Gramchev/Tremmel auf
verlorenem Posten.
Im folgenden Einzel von Christian
Jülch gegen Adrian Ewert folgte
indes der erste Dämpfer der vagen
Limbacher Hoffnungen, denn obwohl
Jülch keineswegs schlecht spielte,
musste er sich dem ganz stark
auftrumpfenden Ewert geschlagen
geben, insbesondere die Rückhände
des jungen Pfälzers stachen voll zu.
Demgegenüber war die Niederlage von
Thomas Schimek gegen Konstantin
Gramchev einkalkuliert, zu stark und
sicher agiert doch der bulgarische
Spitzenspieler der Gäste.
In der Mitte galt es nun, wenigstens
dran zu bleiben, um den Rückstand
nicht zu groß werden zu lassen, doch
weder Olli Thome gegen Messemer,
noch Dominic Weber gegen Tremmel
sollte dieses Unterfangen glücken.
Zwar wusste Thome durchaus mit
gelungenen Verteidigungsaktionen zu
gefallen, doch am Ende setzte sich
der angriffsstarke Jugendspieler
durch. Ähnlich erging es dem gut
aufspielenden Weber, der Tremmel ein
ums andere Mal mit starkem
Konterspiel in die Bredouille
brachte, letztendlich aber keinen
Satzgewinn auf der Habenseite
verbuchen konnte.
Im hinteren Paarkreuz zeigte Markus
Dreier eine gute Leistung, als er
Rief in 3 engen Durchgängen nie voll
zur Entfaltung kommen ließ und
sicher sein Spiel durchziehen konnte
– eine gute Leistung. Gleiches galt
auch für Peter Stephan, der gegen
Maus stets gut mithielt, selbst in
die Offensive ging, leider in den
entscheidenden Phasen nicht das
Quäntchen Glück hatte, um mehr als
einen Durchgang zu gewinnen. So sah
man sich zur Halbzeit einem
6:3-Rückstand gegenüber.
Das Duell von Christian Jülch gegen
den bulgarischen Ausnahmekönner
Gramchev war nach 3 schnellen Sätzen
zu Gunsten des Gastes entschieden,
zu sicher und druckvoll entzauberte
dieser die Angriffsbälle des
Limbacher Akteurs. Nun lag es an
Thomas Schimek, wenigstens einen
Punkt im vorderen Paarkreuz zu
erspielen. Doch Adrian Ewert zeigte
nach deutlichem Satzgewinn des
Limbachers erneut eine formidable
Leistung, stellte sein Spiel um und
ging selbst in Führung. Nach ganz
engem vierten Durchgang zu Gunsten
Schimeks standen die Zeichen auf
einen 5-Satz-Erfolg nicht schlecht,
doch erneut wusste Ewert ein
passendes Mittel, um den Sieg und
damit den 8. Punkt für Altrip nach
starker Leistung einzufahren.
Erfreulich aus Limbacher Sicht war
der starke Auftritt von Olli Thome
gegen Tremmel, denn Thome gelang es
immer wieder, mit starkem Blockspiel
und variablen Schlägen schöne
Punktgewinne herauszuspielen. Nach
Abwehr mehrere Matchbälle behielt er
hauchdünn im Entscheidungssatz die
Oberhand. Dem knappen Spielverlauf
am Nebentisch geschuldet waren die
ersten beiden Durchgänge von Dominic
Weber gegen Messemer, denn der
Limbacher Neuzugang war
offensichtlich abgelenkt und fand zu
keiner Phase in sein Spiel, das nach
3 klaren Durchsätzen endeten und in
die etwas zu hohe 9:4-Niederlage
gegen einen guten Gegner einmündete.
Im Anschluss wurde der Doktor im
Team beim gemeinsamen Bier noch über
die Bedeutung über die in oder
andere saarländische
Berufsbezeichnung und deren
etymologische Herkunft aufgeklärt,
sodass der Spieltag mit einem
doppelten Punktgewinn und einer
kleinen Lehrstunde vollauf zufrieden
abgeschlossen werden konnte. Nicht
unerwähnt bleiben sollen auch die
treuen Fans um „Manager“ Heinz
Schade, die unsere Jungs toll
unterstützen.
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