25.10.2009
TV Limbach 2 gegen Kerpen-Illingen und Altrip

Doppelspieltag bringt ersten Heimsieg
 

 

Am letzten Wochenende standen für unsere zweite Mannschaft 2 Heimspiele auf dem Programm – die Gegner hießen Illingen und Altrip, 2 Teams, die über ein starkes vorderes Paarkreuz verfügen, jedoch nicht immer in Bestbesetzung antreten können; letzterer Umstand sollte der Fall sein und dabei sprang ein nicht unbedingt eingeplanter Heimerfolg heraus.

In den ersten beiden Doppeln in der Partie gegen die Jungs aus Illingen zeigte sich ein gewohntes Bild, denn die beiden Spitzenpaarungen Jülch/Schimek auf der einen und Raber/Ohlmann auf der anderen Seite gewonnen ihre Spiele gegen Laubach/Zewe bzw. Thome/Becker sicher, wobei unsere „Notkombination“ durchaus Chancen hatte, sich in den 5. Durchgang zu spielen. Im Duell der 3er-Doppel zeigten Dreier/Weber wieder einmal eine gute Vorstellung und konnten Oswald/Niklas in die Schranken weisen.

Im vorderen Paarkreuz sah sich Christian Jülch nun Thomas Ohlmann gegenüber; hierbei entwickelte sich in den ersten beiden Sätzen eine abwechslungsreiche Begegnung, die von vielen kleinen Fehlern und schnellen Punkten auf beiden Seiten geprägt war; spielentscheidend stand für den Limbacher Spitzenakteur der Gewinn des knappen 3. Satzes zu Buche, denn im letzten Satz der Partie fand Ohlmann kein Rezept mehr und musste gratulieren. Hatte man sich am Nebentisch in der Partie von Thomas Schimek auf eine klare Angelegenheit zu Gunsten des Illinger Tischtennisästheten eingestellt, so wurde man nach dem deutlichen ersten Durchgang zunächst bestätigt, denn auch ein leicht angeschlagener Raber zeigte sein variables Spiel ein ums andere Mal. Doch der Limbacher Blockkünstler konterte, agierte zunehmend sicherer und so stand man sich schließlich im 5. Satz in einer ganz engen und guten Partie auf Augenhöhe gegenüber; hier sorgte Schimek – wie üblich – für Hochspannung, als er 4 Matchbälle ungenutzt ließ ehe er nach starkem Returnspiel über den 4. Punkt auf Limbacher Seiten jubeln konnte.

In der Mitte fand Olli Thome kein Rezept gegen den nach wie vor stark angreifenden Uwe Oswald, dem sein nur noch sporadisches Einsetzen keineswegs geschadet hatte; leider konnte auch Dominic Weber gegen Eric „Hexer“ Laubach keinen Satz gewinnen, was mitunter der Tatsache geschuldet ist, dass der Illinger Noppenspieler immer wieder taktisch gut variierte und ein ums andere Mal mit unorthodoxem Spiel zu Punktgewinnen kommen konnte.

Nun lag es am hinteren Paarkreuz, wenigstens eine knappe Halbzeitführung zu retten; zwischen Markus Dreier und dem Illinger Youngster Rouven Niklas entwickelte sich eine sehenswerte Partie, in der Dreier immer öfter in die Defensive gedrängt wurde und sich am Ende einem fast mit traumwandlerischer Sicherheit agierenden Niklas in 4 engen Sätzen geschlagen geben musste; starkes Tischtennis zeigte „Joker“ Jürgen Becker im Match gegen Michael Zewe; der Limbacher Routinier behielt stets die Ruhe, wurde mit zunehmender Dauer immer sicherer und konnte einen verdienten 5-Satz-Erfolg einfahren, der die knappe Führung nach dem ersten Durchgang bedeutete; nicht unerwähnt bleiben soll an dieser Stelle der Ball des Tages, den Michael Zewe in Tennis-Manier als Antwort auf einen Becker’schen Schuss parierte.

Im Duell von Christian Jülch gegen Jörg Raber sollte sich das Handicap des Illingers nicht zu dessen Nachteil bemerkbar machen, denn anders als in einer vorherigen Partie returnierte Raber stark und konnte den Limbacher immer wieder aus dem Spiel bringen und dessen Vorhand vermeiden; nach 3 Durchgängen hatte Illingen ausgeglichen. Doch Jülchs Doppelpartner Thomas Schimek zeigte im Spiel gegen Thomas Ohlmann erneut eine ganz starke Leistung, blockte fast jeden Ball und gewann folgerichtig auch in der Höhe verdient mit 3:0 – nach wie vor waren unsere Jungs auf Kurs.

Und in der Mitte sollte sich das Szenario des ersten Durchgangs zum Glück nicht wiederholen; Olli Thome zeigte zunächst gegen Angstgegner Eric Laubach eine ansprechende Vorstellung, obgleich der „Hexer“ am Ende die Oberhand behielt und selbst erfolgreich sein Heil in der Offensive suchte. Doch parallel trumpfte Dominic Weber gegen Uwe Oswald groß auf, punktete ein ums andere Mal mit krachenden Konterschlägen und variablen Aufschlägen. Da konnte auch der Verlust des knappen 2. Satzes verschmerzt werden, denn Weber ließ sich auch von einem Rückstand im Entscheidungssatz nicht von seiner Marschroute abbringen – vielmehr nutzte er eine kleine Schwächephase seines Kontrahenten eiskalt aus, um nach starker Leistung den 7. Punkt und das sichere Schlussdoppel zu erspielen.

Die beiden letzten Einzel des Abends mussten nun darüber entscheiden, ob man mit einem Vorsprung oder einem Rückstand in das Abschlussdoppel gehen musste und die Zeichen standen nicht gut: Jürgen Becker gelang es lediglich im ersten Durchgang, dem stark aufspielenden Rouven Niklas Paroli zu bieten, nach 3 Sätzen konnte der junge Illinger den Ausgleich erspielen. Und auch in der Partie von Markus Dreier gegen Michael Zewe sah es nach einem 0:2-Rückstand für Dreier nicht gerade gut aus, die Limbacher Brille einmal aufgesetzt. Doch Dreier kämpfte wie gewohnt vorbildlich, mitunter angetrieben von seiner mittlerweile eingetroffenen Gattin, und tatsächlich gelang der vielumjubelte Satzausgleich; der Jubel war indes noch größer als Dreier im 5. Durchgang den Sack nach Sensationsfehler beim Matchball hauchdünn zumachte und eine 8:7-Führung erspielte.

Im Schlussdoppel kam es nun zu einem Stell-Dich-Ein der vorderen Reihen, denn Jülch/Schimek sahen sich Raber/Ohlmann gegenüber, die bereits vor Spielbeginn ihren Respekt vor der schwer zu spielenden Limbacher Spitzenpaarung äußerten. Und Jülch/Schimek stellten eindrucksvoll unter Beweis, warum sie für viele Gegner eine harte Nuss sein können – beide machten wenig eigene Fehler und wussten durch stark herausgespielte Topspins (Jülch) und butterweiche Stops (Schimek) zu gefallen; nach 3 klaren Sätzen war der tolle 9:7-Triumph perfekt.

 

Mit dem schönen Erfolg vom Vortag im Gepäck und dem formidablen Dreier’schen Frühstück im Bauch (an dieser Stelle noch einmal großes Lob und Dank für die unermüdliche Heike, der wohl der nächste Mannschaftsanzug gebührt *g*) empfing man die Gäste aus Altrip, die eine mit jungen Wilden gespickte Truppe aufbot.

Auch hier zeigte sich die bisher den ein oder anderen, durchaus auch in eigenen Reihen, überraschende Doppelstärke, denn wie am Vortag konnten Jülch/Schimek gegen Ewert/Rief sowie Dreier/Weber gegen Maus/Messemer eine 2:1-Fürhung erspielen – Doppel 2 mit Thome/Stephan standen gegen die starken Gramchev/Tremmel auf verlorenem Posten.

Im folgenden Einzel von Christian Jülch gegen Adrian Ewert folgte indes der erste Dämpfer der vagen Limbacher Hoffnungen, denn obwohl Jülch keineswegs schlecht spielte, musste er sich dem ganz stark auftrumpfenden Ewert geschlagen geben, insbesondere die Rückhände des jungen Pfälzers stachen voll zu. Demgegenüber war die Niederlage von Thomas Schimek gegen Konstantin Gramchev einkalkuliert, zu stark und sicher agiert doch der bulgarische Spitzenspieler der Gäste.

In der Mitte galt es nun, wenigstens dran zu bleiben, um den Rückstand nicht zu groß werden zu lassen, doch weder Olli Thome gegen Messemer, noch Dominic Weber gegen Tremmel sollte dieses Unterfangen glücken. Zwar wusste Thome durchaus mit gelungenen Verteidigungsaktionen zu gefallen, doch am Ende setzte sich der angriffsstarke Jugendspieler durch. Ähnlich erging es dem gut aufspielenden Weber, der Tremmel ein ums andere Mal mit starkem Konterspiel in die Bredouille brachte, letztendlich aber keinen Satzgewinn auf der Habenseite verbuchen konnte.

Im hinteren Paarkreuz zeigte Markus Dreier eine gute Leistung, als er Rief in 3 engen Durchgängen nie voll zur Entfaltung kommen ließ und sicher sein Spiel durchziehen konnte – eine gute Leistung. Gleiches galt auch für Peter Stephan, der gegen Maus stets gut mithielt, selbst in die Offensive ging, leider in den entscheidenden Phasen nicht das Quäntchen Glück hatte, um mehr als einen Durchgang zu gewinnen. So sah man sich zur Halbzeit einem 6:3-Rückstand gegenüber.

Das Duell von Christian Jülch gegen den bulgarischen Ausnahmekönner Gramchev war nach 3 schnellen Sätzen zu Gunsten des Gastes entschieden, zu sicher und druckvoll entzauberte dieser die Angriffsbälle des Limbacher Akteurs. Nun lag es an Thomas Schimek, wenigstens einen Punkt im vorderen Paarkreuz zu erspielen. Doch Adrian Ewert zeigte nach deutlichem Satzgewinn des Limbachers erneut eine formidable Leistung, stellte sein Spiel um und ging selbst in Führung. Nach ganz engem vierten Durchgang zu Gunsten Schimeks standen die Zeichen auf einen 5-Satz-Erfolg nicht schlecht, doch erneut wusste Ewert ein passendes Mittel, um den Sieg und damit den 8. Punkt für Altrip nach starker Leistung einzufahren.

Erfreulich aus Limbacher Sicht war der starke Auftritt von Olli Thome gegen Tremmel, denn Thome gelang es immer wieder, mit starkem Blockspiel und variablen Schlägen schöne Punktgewinne herauszuspielen. Nach Abwehr mehrere Matchbälle behielt er hauchdünn im Entscheidungssatz die Oberhand. Dem knappen Spielverlauf am Nebentisch geschuldet waren die ersten beiden Durchgänge von Dominic Weber gegen Messemer, denn der Limbacher Neuzugang war offensichtlich abgelenkt und fand zu keiner Phase in sein Spiel, das nach 3 klaren Durchsätzen endeten und in die etwas zu hohe 9:4-Niederlage gegen einen guten Gegner einmündete.

Im Anschluss wurde der Doktor im Team beim gemeinsamen Bier noch über die Bedeutung über die in oder andere saarländische Berufsbezeichnung und deren etymologische Herkunft aufgeklärt, sodass der Spieltag mit einem doppelten Punktgewinn und einer kleinen Lehrstunde vollauf zufrieden abgeschlossen werden konnte. Nicht unerwähnt bleiben sollen auch die treuen Fans um „Manager“ Heinz Schade, die unsere Jungs toll unterstützen.