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Als Aufsteiger aus der Kreisliga
ging unsere 3. Herrenmannschaft in
diese Bezirksliga-Saison. Dennoch
war jedem vor Saisonbeginn klar,
dass das Team nicht mit einem
"normalen" Aufsteiger gleichzusetzen
war, der in der Regel zunächst gegen
den Abstieg kämpft. Die mehr als
souveräne Meistermannschaft der
Spielzeit 2005/2006 wurde auf vier
von sechs Positionen nicht
verändert; für Alois Niebergall kam
Neuzugang Peter Stephan ins Team,
für "Vadder" Steitz rückte Peter
Schiestel aus der
Saarlandliga-Mannschaft des TVL
nach. Aufgrund der Qualität des
Teams - vier der sechs Spieler
hatten bereits mindestens eine
Saison als Oberliga-Stammspieler
absolviert - war jedem klar, dass
man sich vor keinem Gegner zu
verstecken brauchte. Verpatzter
Saisonstart als Initialzündung für
weiteren Saisonverlauf
Dennoch begann die Saison, wie
sie schlechter nicht hätte beginnen
können: Beim TTC Limbach, einer
guten, nicht zu unterschätzenden
Mannschaft, aber dennoch keinem
Spitzenteam, trat man ohne Stefan Ruffing an. Zudem wies nahezu die
komplette Mannschaft erheblichen
Trainingsrückstand auf, was sich
erst in den Spielen schmerzhaft
zeigen sollte. Nach nicht allzu
langer Spielzeit hatte man die
Partie mit 4:9 verloren, und alle
vorher gehegten Ambitionen hatten
einen gehörigen Dämpfer erlitten, so
dass man sich entschloss, das Wort
"Meisterschaft" auf den Index zu
setzen, bis die Mannschaft den
Beweis angetreten hatte, für solche
Ziele auch konkurrenzfähig zu sein.
Mit dieser Strategie sollte man
in Zukunft ausgezeichnet fahren.
Zwar kämpfte man sich mehr in die
Saison, als man sich in sie hinein
spielte, dennoch wurde bis zum
ersten Spitzenspiel gegen den TTC
Lautzkirchen keine Punkte mehr
abgegeben. In Lautzkirchen lieferte
man dann das erste kleine
"Meisterstück" ab, als man die
Gastgeber in heimischer Halle mit
9:5 bezwang. In diesem Spiel rief
die Mannschaft erstmals ihr
wirkliches Potential ab, und wusste
nun auch, was sie im weiteren
Saisonverlauf - absolute
Leistungsbereitschaft und Willen
vorausgesetzt - zu leisten imstande
war.
Als dann im nächsten Spiel auch
die zweite Spitzenmannschaft, der SV
Hasborn, zu Hause knapp mit 9:6
geschlagen wurde, wusste jeder, dass
man nun wieder groß im Geschäft war,
wenngleich Hasborn aufgrund des
besseren Spielverhältnisses immer
noch auf Platz eins stand.
Spätestens in diesem Spiel trat auch
eine der neben dem Teamgeist größten
Stärken der Mannschaft zutage, die
uns noch etliche Punkte in dieser
Saison sichern sollte: Unsere
Doppel. 3:0 hieß es gegen den SV
Hasborn nach den Doppeln, was in
einem Spitzenspiel schon
ungewöhnlich ist.
Dass jetzt jedoch noch längst
nicht alles von alleine laufen
sollte, musste man bereits eine
Woche darauf im Spiel gegen den
damaligen Tabellenletzten Illingen
erleben: Auch wenn mehr als die
Hälfte der Mannschaft krank
(Fuhrmann, Ruffing, Brunk) oder
verletzt (Peter Stephan,
Mittelfußbruch) ins Spiel ging,
konnte man dies nicht als alleinige
Ausrede dafür einsetzen, dass man
nur haarscharf einen Punktverlust
vermeiden konnte. Im Schlussdoppel
lagen Fuhrmann/Stephan bereits mit
0:2 zurück, um dann in einer
beispiellosen Aufholjagd die Partie
noch zu drehen. Die Botschaft, die
von diesem Spiel mitgenommen werden
konnte, war also nicht schwer zu
entschlüsseln: Wir durften keinen,
aber auch keinen Gegner
unterschätzen.
Spitzenspiele gegen
Lautzkirchen und Hasborn in der
Rückrunde als Nervenkrimis
Völlig anders als in der Vorrunde
präsentierte sich unsere Mannschaft
in den ersten Saisonspielen, auch,
weil insbesondere Frank Fuhrmann und
Jürgen Becker nun alleine schon
durch den bisherigen samstäglichen
Spielrhythmus mehr Training hatten,
als in dem halben Jahr vor
Saisonbeginn zusammengenommen. So
startete man eingespielt in die
Rückrunde, und nun sollte sich
besonders auch die Doppelstärke zu
einem großen Plus entwickeln.
So gab es in den ersten vier
Spielen vor der richtungsweisenden
Lautzkirchen-Partie ausnahmslos
deutliche Siege, die unterstrichen,
dass sich das Team spielerisch
gefestigt hatte. Das große Heimspiel
gegen Lautzkirchen, das eine für
Bezirksliga-Verhältnisse enorme
Zuschauerkulisse von ca. 40
Interessierten zu bieten hatte,
brachte dann einen weiteren
Meilenstein auf dem Weg zum Titel.
Nach über vier Stunden Spielzeit
stand das 8:8-Unentschieden fest,
das unserer Mannschaft sehr wohl,
den Lautzkirchern jedoch nicht half.
Das zweite Spitzenspiel gegen
Hasborn endete mit dem gleichen
Ergebnis, wobei der Spielverlauf
hierbei zwischenzeitlich weitaus
mehr Anlass zur Sorge gegeben hatte,
lag man doch am Ende gar mit 6:8
zurück, ehe Stefan Ruffing und das
Schlussdoppel Stephan/Fuhrmann den
Punktgewinn sicherten.
Danach hieß es "nur" noch, sich
in den verbleibenden drei Spielen
schadlos zu halten, was auf
souveräne Art und Weise gelang: In
den Partien gegen Illingen, Theley
und Niederlinxweiler wurden
insgesamt lediglich acht Spiele
abgegeben.
So rettete die Mannschaft den
Ein-Punkte-Vorsprung vor den
Verfolgern ins Ziel. Zwar gab es
mehr als eine brenzlige Situation zu
überstehen, doch wer weiß, wie die
Saison verlaufen wäre, hätte man
beispielsweise das erste Saisonspiel
in Limbach komplett bestritten.
Insgesamt stellte unsere Mannschaft
nach Saisonende das beste 1er-, 2er-
und 3er-Doppel der Liga - ein Wert,
der auch für Meistermannschaften
nicht alltäglich ist. Zudem stellte
die Mannschaft den besten Spieler
des mittleren (Schiestel) sowie die
beiden besten Spieler des hinteren
Paarkreuzes (Ruffing, Brunk). Auch
aufgrund der Tatsache, gegen keinen
der beiden Konkurrenten in insgesamt
vier Spielen verloren zu haben, darf
man diese Meisterschaft wohl mit dem
Prädikat "verdient" versehen.
Herzlichen Glückwunsch an unsere 3. Herrenmannschaft!!!
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Meister der
Bezirksliga 2006/2007:
v.l.n.r.:
Peter Schiestel, Michael
Brunk, Peter Stephan, Stefan
Ruffing, Frank Fuhrmann,
Jürgen Becker |
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