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Am letzten Sonntag
musste unsere 2. Mannschaft beim TTC
Pirmasens antreten, eine Mannschaft, die
bereits in der selben Besetzung
Regionalligaluft schnuppern durfte und in
der letzten Saison hinter den beiden
Aufsteigern den dritten Platz belegte.
Dennoch war man sich in
Limbach einig, dass man nicht gänzlich
chancenlos sein würde, rechnete man sich
doch aufgrund der bevorstehenden
Spielpaarungen durchaus den ein oder anderen
Spielgewinn aus. Jedoch war man sich
eigentlich bewusst, dass der ganz große
Wurf, nämlich ein Punktgewinn beim
Spitzenteam aus der Pfalz um den
Abwehrstrategen Rainer Theiß, wohl nur
Träumerei war. Insbesondere ein ominöses
Fahrzeug mit den Zwischenbuchstaben „CL“
schürte den begründeten Verdacht, dass mit
Christian Lorenz die „Geheimwaffe“ der
Gastgeber an die Platte ging, der nach
Aussage der Pirmasenser nur gegen die
starken Gegner spiele. Somit standen sich
jeweils 7 Spieler gegenüber, denn auch
unsere Mannschaft reiste in voller Besetzung
an, man hatte jedoch bereits vor Spielbeginn
bereits entscheiden, dass man aus taktischen
Gründen auf Spitzenspieler Tobias Becker
verzichten werde, ein Schachzug, der von
„Edelfan“ Heinz Schade vorab kritisiert
wurde.
Auf Pirmasenser Seite
teilte man indes die Einschätzung, die in
ihrem Vorbericht einen 9:5-Erfolg über
unsere Mannschaft als mögliches und
wahrscheinliches Ergebnis tippte.
Dass sich der reine Ergebnistipp fast
bewahrheiten sollte, sprach für die
Pirmasenser; der Spielverlauf hingegen
wendete sich indes völlig in die andere
Richtung.
Guter Doppelstart
bringt Sicherheit
Zunächst stellten beide
Teams nur die Doppel auf, um die
Einzelstrategie nicht offenbaren zu müssen
und so sahen sich das Limbacher
Spitzendoppel Jülch/Schimek den Pirmasensern
Metzner/Fink gegenüber. Während man den
ersten Satz recht sicher gewann, gab man die
beiden folgenden ab und es machte sich
bereits Sorge breit auf Limbacher Seite.
Jedoch schafften es Jülch/Schimek, die
Gegner im 4. und 5. Satz immer besser in den
Griff zu bekommen und schließlich behielten
sie im Entscheidungssatz die Oberhand.
Derweil sahen sich
Becker/Jungfleisch den schier übermächtigen
Theiß/Links gegenüber, die ihrer
Favoritenrolle vollends gerecht wurden und
den gut mitspielenden Limbachern keinen
Satzgewinn erlaubten.
Als richtungweisend
stellte sich im Anschluss einmal mehr die
gute Doppeltaktik der Limbacher, nämlich die
Aufstellung von Lachmund/Thome als Doppel 3,
heraus; die Limbacher spielten stark und
ließen der Paarung Lorenz/Becker nicht die
Spur einer Chance, sodass unsere Jungs in
Führung gingen.
Jülch ringt
Abwehrstratege Theiß nieder
In den sich nun
offenbarenden Aufstellungen stellte sich
heraus, dass Pirmasens auf Steffen Fink
verzichtete, während auf Limbacher Seite,
ganz wie besprochen, Tobias Becker
pausierte.
Im Anschluss an die
Doppel war nun jedem in der Halle klar, das
Sven Lachmund und Christian Jülch, der für
Tobias Becker nach vorne gezogen wurde, im
vorderen Paarkreuz gegen „Eiche“ Links und
Rainer Theiß einen schweren Stand haben
würden. Dies bewahrheitete sich auch, als
Lachmund trotz zeitweiliger Führung die
Überlegenheit der „Eiche“ anerkennen und
nach 3 Sätzen gratulieren musste.
Am Nebentisch spielte
Jülch derweil groß auf gegen Theiß, der in
der letzten Oberligasaison die zweitbeste
Bilanz der Liga erspielen konnte. Der
Limbacher punktete ein ums andere Mal mit
seinen Vorhand-Topspins, Theiß hielt mit
teils artistischen Abwehraktionen dagegen,
sodass die Entscheidung im 5. Satz fallen
musste. Hier hatte Jülch schließlich nach
einer gut gewählten Auszeit das bessere Ende
auf seiner Seite und die erste viel
umjubelte Sensation an diesem Morgen war
perfekt, denn wohl niemand auf Gegnerseite
hatte ernsthaft mit einer Niederlage ihrer
Nummer 1 gerechnet. Umso fairer und
sympathischer zeigten sich dann die
Pirmasenser Akteure und Zuschauer, die Jülch
ob der formidablen Leistung gratulierten.
Hart umkämpfte
Partien in der Mitte - Thome sorgt für
Einzelpunkt Nummer 2
Im mittleren Paarkreuz,
das von Thomas Schimek und Oliver Thome
besetzt wurde, kam es zu zwei ganz
spannenden und knappen Partien.
Schimek, der sich einem
gut aufspielenden Christoph Metzner
gegenüber sah, spielte konzentriert und lag
im Schlusssatz bereits mit 10:6 in Front.
Dennoch gelang es ihm nicht, das Spiel nach
Hause zu bringen und er vergab alle seine
Matchbälle, wobei hier jedoch die starken
Schläge Metzners nicht unerwähnt bleiben
dürfen.
Zeitgleich kämpfte
Oliver Thome gegen Thomas Dorst um jeden
Ball und auch hier entwickelte sich ein
Spiel, in dem die Führung stets wechselte
und das folgerichtig auch erst im 5. Satz
entscheiden wurde. Hier behielt Thome dann
die Nerven und konnte sein sicheres und
variantenreiches Spiel mit einem schönen
Erfolg krönen, den er mit einem Kniefall
bejubelte; somit lag unsere Mannschaft immer
noch in Front.
"Dr. Noppe" sorgt
für Limbacher Führung zur Halbzeit
Im hinteren Paarkreuz
starteten mit Uli Klicker und Christian „Dr.
Noppe“ Jungfleisch die beiden Limbacher
Abwehrrecken; jedoch war man sich darüber im
Klaren, dass die Pirmasenser Lorenz und
Becker im Vorfeld wohl ab und an gegen Theiß
trainiert hatten, um sich auf ihre Limbacher
Kontrahenten einzustellen.
Uli Klicker gelang es
schließlich nicht, gegen Becker an seine
gute Vorstellung im Spiel gegen Maxdorf
anzuknüpfen und er musste nach 4 Sätzen die
Überlegenheit des Gegners anerkennen.
Ein schier grandioser
Verlauf schien sich parallel dazu am
Nebentisch im Spiel zwischen „Dr. Noppe“ und
Christian Lorenz abzuzeichnen, konnte unser
Materialkünstler die ersten beiden Sätze
doch klar für sich verbuchen. Doch Lorenz,
nicht umsonst früher immer die Nummer 3 auf
Pirmasenser Seite und für sein kluges Spiel
bekannt, stellte um und zwang Jungfleisch in
den 5. Satz. Hier behielt unsere Nummer 6
allerdings die Nerven, ließ sich auch nicht
von 2 vergebenen Matchbällen beeindrucken
und siegte zum 5:4-Zwischenstand.
"Eiche" Links auf
Pirmasenser Seite nicht zu schlagen -
Lachmund brilliert wie Jülch gegen Theiß
Nun durften die
Gastgeber kein Spiel mehr abgeben, wollten
sie noch den 9:5-Tipp Realität werden
lassen. Dieses Unterfangen konnte die
„Eiche“ gegen Christian Jülch auch erst
einmal in die Tat umsetzen, indem er gegen
den ordentlich mitspielenden Limbacher in 3
Sätzen gewann, wobei hier auch der ein oder
andere, in Zahlen etwa 15, Netzroller
zugunsten der Pirmasenser Nummer 2 in die
Waagschale fiel.
Allerdings lieferte
Sven Lachmund am Nebentisch im Duell der
Spitzenspieler eine grandiose Leistung gegen
Rainer Theiß ab und auch hier ging es, wie
im Spiel von Jülch gegen Theiß, in den 5.
Satz, in dem der Pirmasenser Abwehrspieler
schnell in Führung ging. Doch Lachmund
kämpfte um jeden Ball und schaffte
schließlich den 10:10-Ausgleich. Als er dann
letzten Endes den 3. Matchball verwandeln
konnte und Theiß die zweite Niederlage an
diesem Morgen bescherte, schnupperte unsere
Mannschaft die Sensation, rechnete man sich
doch im mittleren Paarkreuz gute Chancen
aus.
Zunächst standen sich
Thomas Schimek und Thomas Dorst gegenüber
und, wie so oft in dieser Partie, es ging in
den 5. Satz. Hier zog Schimek nach etlichen
sehenswert herausgespielten Punkten schnell
auf 10:3 davon, jedoch gelang es ihm erneut
nicht, postwendend den Sieg einzufahren und
er gewährte Dorst noch 5 weitere Punkte, ehe
der Limbacher Erfolg zu Buche stand. Derweil
spielte Oliver Thome, an diesem Spieltag
hervorragend, gegen Metzner groß auf, machte
kaum Fehler und drängte dem Pirmasenser
durchweg sein variables Allround-Spiel auf.
Nach 3 schnellen Sätzen war der Sieg Thomes
und der damit verbundene sichere Punktgewinn
für unsere Jungs unter Dach und Fach: Man
führte 8:5!
Allerdings wollten es
Uli Klicker und Christian Jungfleisch bei
diesem einen Punkt nicht bewenden lassen.
Zwar konnte Klicker auch in seinem Spiel
gegen Lorenz, in dem nur stellenweise sein
Können hervorstach, nur einen Satz gewinnen;
besser machte es derweil „Dr. Noppe“, neben
Thome der Limbacher Punktegarant an diesem
Morgen, gegen Ralf Becker. Unter permanentem
Einsatz der Noppenblocks konnte Jungfleisch
einen deutlichen Drei-Satz-Erfolg feiern.
Die Sensation war mit einem 9:6-Erfolg
unserer Jungs perfekt und der Pirmasenser
Tipp in sein Gegenteil verkehrt!
Hervorzuheben ist dabei
die Tatsache, dass sich die Pirmasenser
durch die Bank als sehr faire Verlierer
zeigten, die auch beim gemeinsamen Essen nur
Positives über das Spiel zu berichten
wussten, vom Ergebnis aus ihrer Sicht einmal
abgesehen.
Ebenso erwähnenswert
sind die beiden treuen Fans Heinz Schade und
Dieter „Vadder“ Steitz, die den Weg nach
Pirmasens fanden, um mit Rat und Tat zur
Seite zu stehen; gleiches gilt auch für den
pausierenden Tobias Becker, der sich ein ums
andere Mal als Anpeitscher in den Dienst der
Mannschaft stellte und so ebenfalls Anteil
am Erfolg trägt. |