Am vergangenen Samstag gab sich mit dem TTC
Nünschweiler eine der beiden Mannschaften in
Limbach die Ehre, gegen die unsere Jungs
letzte Saison in beiden Spielen leer
ausgingen; daher war jedem vor dem
neuerlichen Vergleich klar, dass es eine
enge Partie werden würde, in der Nuancen den
Unterscheid ausmachen können. Beide
Mannschaften traten dabei in Bestbesetzung
an.
Vor dem Spiel hatte man auf Limbacher Seite
lange überlegt und schließlich die Doppel
mit Blick auf die bisherige Taktik der Gäste
umgestellt – hier wusste noch niemand in der
Halle, dass sich dieser „Kunstgriff“ als
folgenschwerer Fehler entpuppen sollte…
Fehlstart in den Doppeln
Das Spitzendoppel Jülch/Schimek sah sich
mit Veith/Wolf einer spielstarken Paarung
gegenüber und es entwickelte sich ein Match
auf des Messers Schneide, in dem die
Limbacher ihre Satzbälle nicht konsequent
nutzen konnte und sich schließlich im
Schlusssatz wieder fanden; hier hatten sie
hauchdünn mit 9:11 das Nachsehen. Diese
knappe Niederlage allein wäre beileibe noch
kein Beinbruch, hätten Sahner/Lachmund – das
etatmäßige Doppel 1 – gegen Schmidt/Halinsky
das Glück auf ihrer Seite gehabt, denn auch
hier musste man sich nach völlig offenem
Spielverlauf ganz knapp in 4 Durchgängen
geschlagen geben. Als dann Stynen/Thome
gegen Müller/Lang in 3 schnellen Sätzen kein
Mittel fanden, um zum Erfolg zu kommen, war
das Doppeldesaster perfekt und man lief
einem 0:3-Rückstand hinterher, in dem
Wissen, dass Nünschweiler auch in den
Einzeln stark war.
Hoher Rückstand nach Durchgang 1 -
Sven Lachmund sorgt für Initialzündung
Und der Abend sollte für unsere Zweite und
die vielen Zuschauer aus Limbach weiterhin
enttäuschend verlaufen, denn zunächst fand
Leo Stynen gegen Philipp Schmidt kein Mittel
und musste dem sicheren und variablen Spiel
Schmidts nach 3 Durchgängen Tribut zollen;
am Nebentisch zeigten Daniel Sahner und
Thomas Veith hochklassige Ballwechsel mit
Topspin-Stafetten und Sahner kämpfte sich
nah klarem Rückstand vorbildlich in die
Partie zurück, ehe er dem Nünschweiler
Spitzenspieler im 5. Satz gratulieren
musste.
Im mittleren Paarkreuz sah sich Christian
Jülch dem langjährigen Spitzenspieler Thomas
Müller gegenüber und der Limbacher hielt
zunächst gut mit, versäumte es aber, eigene
Satzbälle zu verwerten und in Führung zu
gehen, sodass der 4-Satz-Erfolg Müllers
nicht unverdient war. Folglich lag man mit
0:6 zurück und wohl kaum jemand in der Halle
hätte wohl einen Pfifferling auf unsere
Jungs gewettet, trotz des Wissens, dass die
letzten 3 Partien im ersten Durchgang aus
Limbacher Sicht aussichtsreich waren.
So schickte sich Sven Lachmund gegen Lars
Wolf an, den ersten Spielgewinn einzufahren
und Lachmund behielt in den entscheidenden
Passagen des Matches stets die Oberhand und
punktete mit gutem Angriffsspiel, sodass
Wolf ein Satzgewinn verwehrt blieb. Das
gleiche Schicksal ereilte Dietmar Lang gegen
den ungeschlagenen Thomas Schimek, der sich
keine Blöße gab und sein Spiel sicher und
überzeugend gewann. In der letzten Partie
des ersten Durchlaufs sah sich Oliver Thome
dem bisher – wie Schimek – unbesiegten Andy
Halinsky gegenüber, der durch gute
Angriffsschläge zum Erfolg zu kommen suchte.
Doch Thome zauberte von weit hinter der
Platte fast alles auf den Tisch, agierte
sicher und kämpfte um jeden noch so
aussichtslos erscheinenden Ball; nach 3
Sätzen gewann der Limbach unter großem Jubel
und verkürzte somit auf 3:6.
Tolle Aufholjagd des TVL wird im
Schlussdoppel belohnt
Der Limbacher Enthusiasmus sollte doch im
Spitzeneinzel zwischen Leo Stynen und Thomas
Veith schnell wieder gebremst werden, denn
Stynen schaffte es nicht, seine guten
Ansätze in den Sätzen 1 und 4 auf das
gesamte Spiel zu übertragen und verlor etwas
unglücklich im Entscheidungssatz. Zeitgleich
entwickelte sich ein sehr spannendes Spiel
zwischen Daniel Sahner und Philipp Schmidt,
in dem unsere Nummer 2 schnell mit 2 Sätzen
in Front lag; doch Schmidt steckte nicht
auf, gewann die beiden nächsten Durchgänge
und hatte nach Abwehr zweier Matchbälle
Sahners selbst die Chance, das Spiel zu
gewinnen. Doch Sahner ließ sich nicht
beirren, wehrte den Matchball furios ab, um
selbst den Sack zu zu machen.
Ein ähnlich abwechslungsreiches Spiel
entwickelte sich im Anschluss zwischen Sven
Lachmund und Thomas Müller; nach 4
wechselhaften Sätzen führte unsere Nummer 3
deutlich mit 5:1 im Schlusssatz, ehe Müller
seinerseits alles traf und sich klar in
Front sah. Doch Lachmund kämpfte in
gewohnter Manier, warf seine ganze Routine
in die Waagschale und konnte sich ganz knapp
durchsetzen und hielt unsere Jungs bei einem
Spielstand von 5:7 in der Partie. Dies
sollte Christian Jülch im Spiel gegen Lars
Wolf verwehrt bleiben, denn der Limbacher
schaffte es nicht, eine 2-Satzführung und
einen 5:1 Vorsprung bei sich anschließenden
2 Matchbällen in einen Erfolg umzumünzen und
musste seinen Gegner nach 5 guten
Durchgängen gratulieren.
Doch auf das hintere Paarkreuz sollte an
diesem Abend Verlass sein – zunächst
schaffte es der wieder einmal voll
überzeugende Thomas Schimek, einen
Satzrückstand gegen Andy Halinsky zu
egalisieren und letztlich selbst die
entscheidenden Aktionen zu setzen und nach 5
Sätze die Oberhand zu behalten; und auch
Oliver Thome zeigte gegen den für ihn sehr
unbequem agierenden Dietmar Lang eine
taktische Meisterleistung, spielte fast
fehlerfrei und zwang seinen Gegner zu
Fehlern. Nach 3 Sätzen konnte Thome den 7.
Punktgewinn für unsere zweite Mannschaft
einfahren und bescherte der fulminanten
Aufholjagd das Schlussdoppel.
Hierbei trafen Jülch/Schimek auf Schmidt/Halinsky
und das Doppel sollte dem bisherigen
spannenden Spielverlauf voll gerecht werden.
Die Limbacher Kombination gewann den ersten
Durchgang klar, verlor den 2. Satz knapp, um
im 3. chancenlos zu agieren. Doch einmal
mehr zeigten Jülch/Schimek ihre Qualität im
Aufholen klarer Rückstände und gewannen den
4. Durchgang sicher. Allerdings schien dies
nur ein Tropfen auf dem heißen Stein, als
man die jungen Gästespieler mit 5:1 davon
ziehen lassen musste; aber unsere Jungs
kämpften, glichen zum 6:6 aus, um
postwendend nach einer Auszeit mit 6:9 in
Rückstand zu geraten, ehe man selbst eine
Auszeit zog und sich nach spektakulären
Ballonabwehr- und Schmettereinlagen einen
Matchball beim Stand von 10:9 erspielte, den
Halinsky abwehrte. Dieses Negativerlebnis
sollte jedoch nur von kurzer Dauer sein,
denn Jülch setzte einen guten Rückschlag und
Schimek setzte Halinsky beim
Anschlussballwechsel so unter Druck, dass
der Matchball für Jülch nur noch Formsache
war und man sich über einen vielumjubelten
Punktgewinn nach haushohem Rückstand freuen
konnte.
Insgesamt ging das Unentschieden aufgrund
der völlig unterschiedlichen Spielabschnitte
zwischen zwei ähnlich starken Teams vollauf
in Ordnung. Klasse war die Atmosphäre in der
Halle, da etliche Zuschauer aus Limbach und
auch aus Nünschweiler den Weg in die Halle
gefunden und von Heinz Schade vorbildlich
mit Getränken versorgt wurden; bei diesem
Spiel sollte auch jeder auf seine
Zuschauerkosten gekommen sein, sodass unsere
Jungs sich für die schöne Unterstützung
bedanken und auf eine ähnliche Resonanz
hoffen, wenn es in 3 Wochen wieder an die
Platte geht.
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