TV 06 Limbach 3 - DJK Dudweiler   9:6

Gelungener Saisonabschluss für 3. Mannschaft - Fuhrmann und Becker mit weißer Weste

 

Nach der enttäuschenden, wenngleich für die Tabelle bedeutungslosen Niederlage beim TTC Berus galt es nun, die Saison mit einem Sieg über den Tabellendritten aus Dudweiler zu beenden. Zwar war bereits vor zwei Spieltagen der Aufstieg perfekt gemacht worden, dennoch konnte man sich im Vorfeld sicher sein, dass es in dieser Partie nichts desto trotz ums Prestige ging. Die Rahmenbedingungen vor der Partie waren günstig für den TVL, denn Dudweiler trat ohne die beiden Stammspieler Haering und Offenberg an. Unser Team spielte dagegen mit Jürgen Becker wieder in Bestbesetzung.

Erfolgreicher Doppel-Start bringt TVL in Front - Dreier/Oßwald nervenstark

Ein letztes Mal wurden in dieser Saison die Doppel erfolgreich abgeschlossen. Markus Dreier und Gregor Oßwald, diesmal auf Position 1 aufgeboten, lagen gegen Steiner/Tiefenbacher zwar mit 0:2 Sätzen zurück, schafften dann aber noch die Wende und siegten mit 11:3 klar im Entscheidungssatz. Peter Schiestel und Jürgen Becker verspielten dagegen gegen Konter/Groth die wenigen Chancen, die sich ihnen (besonders im 2. Satz) boten und mussten am Ende nach drei Sätzen gratulieren. Dafür, dass man mit einer Führung in die Einzel ging, sorgten dann Peter Stephan und Frank Fuhrmann, die gegen Steinhauer/Britz allerdings fünf Sätze lang schwer zu kämpfen hatten, ehe der Sieg feststand.

Wie bereits in Berus: fast jede Partie über 5 Sätze - mittleres Paarkreuz stark

Was gegen Berus begonnen hatte, ging nun gegen Dudweiler genau so weiter: Nahezu jedes Spiel wurde im Entscheidungssatz entschieden. Christof Steiner trat auf Dudweiler Seite zum ersten Einzel gegen Schiestel an. Dieser knüpfte an seine gute Vorstellung im Spiel gegen Haas von Berus an und gewann den ersten Satz deutlich. Nach verlorenem 2. Durchgang und gewonnenem 3. Satz hatte Schiestel dann im 4. Satz die Möglichkeit, alles klar zu machen, doch Steiner kam immer besser ins Spiel und erzwang den Entscheidungssatz. Dort hatte er mit 5:1 Punkten vor dem Seitenwechsel den besseren Start und brachte seinen Vorsprung am Ende ins Ziel. Fast analog verlief die zweite Partie im vorderen Paarkreuz, wo Markus Dreier ebenfalls mit 2:1 Sätzen gegen Konter führte, dann im 4. Satz jedoch beim Stande von 9:9 und eigenem Aufschlag die Partie nicht beenden konnte. Der 5. Durchgang ging dann knapp, aber nicht unverdient an Dudweiler.

Unser mittleres Paarkreuz bügelte die beiden denkbar knappen Niederlagen zuvor jedoch postwendend aus. Frank Fuhrmann stellte zum wiederholten Male seinen großen Kampfgeist unter Beweis. Nachdem er gegen Steinhauer bereits zwischenzeitlich mit 0:2 zurückgelegen hatte, fand er zusehends besser ins Spiel und drehte ein bereits verloren geglaubtes Match noch. Weitaus klarer war die Partie von Gregor Oßwald gegen Tiefenbacher: Unser Noppenkünstler ließ dem flinken Vorhandspieler keine Siegchance, und wusste sein Material clever und gewinnbringend einzusetzen. Ein klarer Sieg in drei Sätzen war der verdiente Lohn.

Jürgen Becker baute den Vorsprung unserer Mannschaft dann weiter aus. Gegen den Linkshänder Bernhard Britz zeigte er eine souveräne und konzentrierte Vorstellung, bei der vor allem das gute Block- und Konterspiel mit den kurzen Noppen das siegbringende Elelement war. Dass dem TVL mit einem möglichen 6:3 zur Halbzeit nicht bereits eine kleine Vorentscheidung gelang, dafür sorgte parallel Arne Groth, der sich gegen Peter Stephan immer wieder offensiv in Szene zu setzten wusste und am Ende knapp in der Verlängerung des 4. Satzes siegte. Es muss an dieser Stelle jedoch auch angemerkt werden, dass Stephan mit hartnäckigen Rückenschmerzen zu kämpfen hatte, die einen Auftritt in Bestform verhinderten.

Markus Dreier mit "Big point" gegen Steiner - gutes hinteres Paarkreuz macht den Sieg perfekt

Im Duell der Spitzenspieler begann Schiestel gegen Konter wie schon zuvor gegen Steiner mit einer ansprechenden Leistung. Zunächst fand der Linkshänder aus Dudweiler kein Konzept gegen das Aufschlag- und Angriffsspiel Schiestels und lag zweimal nach Sätzen zurück; dann jedoch wiederholte sich das Geschehen aus Schiestels erstem Spiel: Stück für Stück kaufte Konter seinem Gegenüber den Schneid ab und agierte selbst öfters offensiv; darüber hinaus stieg Schiestels Fehlerquote im Angriffsspiel. Aufgrund dieser mangelnden Konstanz ging der Sieg Konters im 5. Satz durchaus in Ordnung, wenngleich Schiestel beim Stande von 8:9 im Entscheidungssatz noch einen Aufschlag und somit eine letzte Siegchance vergab. Markus Dreiers Sieg gegen Steiner entschädigte dann jedoch für die 3. Fünfsatz-Niederlage des Tages im vorderen Paarkreuz. Dreier hatte bereits mit 1:2 zurückgelegen, den 4. Satz danach knapp gewonnen, war dann aber im Entscheidungssatz jedoch scheinbar aussichtslos mit 5:9 in Rückstand geraten. Doch auf Limbacher Seite wusste man bereits, dass dies bei Dreiers Spielen längst noch nicht gleichbedeutend mit einer Niederlage ist. Punkt um Punkt kämpfte sich unser Halbdistanz- und Wurfexperte zurück und zog Steiner nach und nach den Zahn. Am Ende gab es für den TVL einen viel umjubelten und hart umkämpften 11:9-Erfolg.

Danach krönte Frank Fuhrmann seine ausgezeichneten Rückrunden-Leistungen mit seinem zweiten Sieg an diesem Samstag über Tiefenbacher. Fuhrmann hatte das Heft des Handelns stets in der Hand, wenngleich er im knappen 3. Satz auch ein wenig Glück hatte, das er sich jedoch während der Partie auch redlich erarbeitet hatte. Gregor Oßwald hatte dann die große Chance, gegen Steinhauer für den 8. Punkt zu sorgen, führte er doch nach tollem Spiel bereits mit 2:0 Sätzen. Doch Steinhauer, der bis zu diesem Zeitpunkt kein Konzept gegen das Langnoppenspiel entwickeln konnte, stellte sich am dem 3. Satz weitaus besser auf das Material ein, reduzierte seine Fehlerquote deutlich und nun begann Oßwald seinerseits, mehr Fehler zu machen. Hinzu gesellte sich noch zunehmende Unsicherheit ob der vorher so komfortablen Führung, und am Ende musste unsere Nummer 4 nach fünf Sätzen seinem Gegner gratulieren.

Doch auf das hintere Paarkreuz war an diesem Abend Verlass. Jürgen Becker absolvierte gegen Groth eine seiner besten Rückrunden-Partien, und ließ sich auch durch die knappe 10:12-Niederlage im 4. Satz bei einer eigenen 2:1-Satzführung nicht aus dem Konzept bringen. Im Entscheidungssatz war er einen Tick sicherer als sein Gegenüber und gewann am Ende verdient. Dies traf auch auf Peter Stephan zu, der zwar zwei knappe Sätze gegen Britz spielte, insgesamt jedoch stets Herr der Lage war und sich am Ende klar mit 3:0 durchsetzte.

Somit hatte unsere Mannschaft nicht nur den erhofften versöhnlichen Saisonabschluss geschafft, sondern ganz nebenbei auch den gerade erst gegen Berus aufgestellten Fünfsatz-Rekord eingestellt: Auch gegen Dudweiler wurden neun Spiele im 5. Satz entschieden - diesmal gewann unsere Mannschaft aber derer fünf. Nun freuen wir uns auf das "Abenteuer Saarlandliga" und hoffen auf eine genauso schöne Spiele, wie wir sie in dieser Saison hatten.

Ein großes, abschließendes Dankeschön auch an all unsere "Stammfans", die im letzten Spiel noch einmal alle erschienen sind, und die unsere Mannschaft während dieser Saison so toll unterstützt haben!