Es ist vollbracht. Bereits zwei Spieltage
vor Saisonende hat der TV 06 Limbach 3 durch
den klaren Erfolg über den Tabellenvierten
aus Merchweiler frühzeitig die
Vizemeisterschaft und den damit verbundenen
Aufstieg in die Saarlandliga gesichert. Bei
nun fünf Punkten Vorsprung auf den Dritten,
die DJK Dudweiler, die am Samstag gegen den
designierten Meister aus Lautzkirchen
unterlag, ist unsere Mannschaft bei noch
zwei ausstehenden Partien nicht mehr vom
zweiten Aufstiegsplatz zu verdrängen.
Tischtennisfreunde mit einem Faible für
Herzschlagfinals werden dies vielleicht
bedauern, hätte es am letzten Spieltag doch
noch zum Showdown um den Aufstieg gegen
Dudweiler in heimischer Halle kommen können,
selbstredend war unserem Team diese
frühzeitige Lösung doch die allerliebste.
Selbige wurde ermöglicht durch den
kurioserweise höchsten Saisonsieg, der noch
einmal exemplarisch die Stärken unserer
Mannschaft repräsentierte: Mannschaftliche
Geschlossenheit und eine tolle Atmosphäre,
Kampfgeist und Nervenstärke sowie eine große
Ausgeglichenheit und (zumeist) gute Doppel,
die in dieser Spielzeit schon etliche Punkte
sicherten.
Perfekter Doppelstart -
Schiestel/Becker schlagen zweites 1er-Doppel
in Folge
Zwar wurde kurz über die Doppelaufstellungen
nachgedacht, doch schnell war man sich
einig, bei der bislang erfolgreichsten (Rückrunden-)Variante
zu bleiben. Frank Fuhrmann und Peter Stephan
unterstrichen gegen Schmidt/Reichard zum
wiederholten Mal ihr gutes Zusammenspiel und
ließen die mäßige Leistung bei der
Schlussdoppel-Niederlage gegen Bous
vergessen. Peter Schiestel und Jürgen Becker
deuteten an, dass sie wenngleich spät, doch
nicht zu spät, ihre Doppelform wieder
gefunden haben und siegten mit 3:1 über das
gegnerische Spitzendoppel Zewe/Zewe. Hierbei
muss allerdings bemerkt werden, dass Becker
ab dem 3. Satz die Partie nahezu alleine
durch gute Rückschläge und raffinierte
Ohne-Alles-Aufschläge mit zwei Meter
Ballhochwurf (O-Ton A. Zewe nach mehreren
Returnfehlern: "Die schlechtesten Aufschläge
der Klasse! - Sind aber gut!") gewann,
während sich Schiestel auf passables
Aufschlagspiel sowie den ein oder anderen
gelungenen Return beschränkte und darüber
hinaus nur durch Fehler glänzte. Die
Offensiv-Bilanz von einem getroffenen
Topspin in vier Sätzen, der noch nicht einmal zu einem
Punktgewinn führte, spricht Bände. Markus
Dreier und Gregor Oßwald ließen an ihrem
Sieg über Lindemann/Konrad nie einen Zweifel
aufkommen und gewannen klar und ohne
Satzverlust.
Tolle erste Hälfte für TVL - nur Fuhrmann
und Schiestel unterliegen
Konnte man mit diesem tollen Start schon
sicher nicht rechnen, so übertraf die erste
Einzelrunde genauso sehr die Erwartungen.
Allerdings begannen die Einzel mit einer
Enttäuschung, da Peter Schiestel gegen Zewe
selbst die elementarsten Dinge nicht
gelingen wollten, und in diesem Spiel das
Formtief der Limbacher Nummer 1 seinen
traurigen Höhepunkt fand. Diese Ausführungen
sollen jedoch die Leistung Alexander Zewes
nicht schmälern, der im Vorfeld ebenso mit
Trainingsrückstand zu kämpfen gehabt hatte,
dafür jedoch eine gute Leistung bot und
völlig verdient gewann. Letzteres trifft
auch auf Markus Dreier zu, der gegen Dominik
Schmidt, immerhin einen oberligaerfahrenen
Akteur, nie in ernsthafte Gefahr geriet, das
Spiel zu verlieren. Gewohnt kampfstark und
enorm lauffreudig schaufelte Dreier nahezu
jeden Ball aus der Halbdistanz zurück und
zwang Schmidt mit zunehmender Spieldauer,
gerade bei halbhohen Bällen, oft zu Fehlern.
Auf Frank Fuhrmann wartete dann im mittleren
Paarkreuz mit "Altmeister" Hans-Werner Zewe
der erwartet schwere Gegner. Und Zewe
stellte mit variablem Spiel, gekonnten
Offensiv- wie Passivaktionen unsere Nummer 3
vor immer größere Probleme, wenngleich
Fuhrmann alles andere als schlecht spielte.
Zwar konnte Fuhrmann den 3. Satz gewinnen,
doch bei diesem einen Satzgewinn sollte es
dann auch bleiben. Am Nebentisch setzte sich
fort, was sich spätestens seit der Partie in
Bous angekündigt hatte: Unser Noppenkünstler
Gregor Oßwald befindet sich endgültig auf
dem Weg zurück zu alter Form. In der
Vorrunde im vorderen Paarkreuz noch klarer
Verlierer gegen Lindemann, drehte unsere
Nummer 4 nun den Spieß um und ließ dem
laufstarken Abwehrspieler, der ebenfalls mit
langen Noppen agiert, keine Chance.
Konzentriert, sicher und beherzt in der
Offensive lieferte Oßwald erneut eine seiner
stärksten Saisonleistungen ab. Das
hintere Paarkreuz gab dann endgültig den
Ausschlag. Jürgen Becker zeigte eine tolle
Moral gegen den Abwehrspieler Konrad, und
das Spiel gegen Abwehr zählt nicht unbedingt
zu den Lieblingsbeschäftigungen unseres
Block-Konter-Spezialisten. Doch mit viel
Geduld und klug angebrachten Endschlägen
setzte sich Becker am Ende verdient durch
und durfte nach etlichen knapp verlorenen
Partien endlich wieder einen Fünfsatzsieg
feiern. Peter Stephan dagegen machte mit
seinem Gegner Marco Reichard kurzen Prozess.
Im Duell der Linkshänder war Stephan in
allen Belangen überlegen und setzte sich in
drei Sätzen durch. Hoch anzurechnen ist
unserem Doppelspezialisten, dass er eigens
für diese Partie aus Würzburg anreiste, um
seine Mannschaft zu unterstützen. Auch wegen
solch eines Einsatzes steht unser Team nun
auf Platz 2.
Vorderes Paarkreuz beendet die Partie und
sichert die Vizemeisterschaft
Zwar standen nun alle Weichen auf Sieg, dass
die Entscheidung aber bereits nach den
ersten beiden Einzeln fallen würde, damit
rechneten wohl nur die wenigsten. Schiestel
konnte gegen Schmidt den ersten Satz dank
einer Menge Glück (der Hälfte der Punkte
gingen Netzroller voraus) und einigen
getroffenen Angriffsschlägen den 1. Satz
gewinnen, in Folge beschränkte er sich
lediglich aufs Blockspiel, wobei ihm das
gradlinige Angriffsspiel Schmidts entgegen
kam. Der 2. Satz wurde ebenfalls gewonnen,
doch danach steigerte sich Schmidt und
erzwang den Entscheidungssatz. Hier zeigte
sich Schiestel als der Nervenstärkere mit
dem wirkungsvolleren Aufschlagsspiel und
gewann am Ende sehr glücklich in fünf
Sätzen. Markus Dreier lieferte am Nebentisch
eine für ihn typische Partie ab: Scheinbar
aussichtslos lag er im 5. Satz mit 5:9
zurück, nachdem es in den vier Sätzen zuvor
mal hin, mal her gegangen war, und nie
wirklich abzusehen war, wer die besseren
Chancen auf den Spielgewinn hatte. In seiner
unnachahmlichen Art kämpfte sich Dreier
Punkt für Punkt an Zewe heran und wurde in
der Verlängerung mit einem Netzroller auch
durch das Glück des Tüchtigen belohnt.
Somit stand am Ende der höchste Saisonsieg,
wenngleich, dies soll an dieser Stelle
bemerkt werden, dieses Ergebnis unter
Garantie nicht hätte erzielt werden können,
wenn die Nummer 1 der Gäste, Klaus-Dieter
Hahnenberger, mit von der Partie gewesen
wäre. Doch in der Form vom Samstag, mit dem
gezeigten Willen und dem Einsatz, wäre ein
Sieg selbst dann nicht unwahrscheinlich
gewesen.
Bedanken möchte sich unser Team für die
tolle Unterstützung gegen Ende der Partie,
als sich zu den "Stammfans" auch noch die
gesamte 2. Mannschaft nach deren Spielende
gegen den ASV Maxdorf gesellte.
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