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Spätestens, als feststand, dass Uli Klicker
in der Rückrunde nicht mehr für die 3.
Mannschaft würde spielen dürfen, war jedem
klar, dass somit die Chancen auf den
Klassenerhalt praktisch nicht mehr vorhanden
waren. Und selbst das zweite Ziel, nicht
ohne einen Sieg aus der Saarlandliga zu
gehen, dürfte nicht einfach zu realisieren
sein; hat die Dritte doch nun praktisch
Samstag für Samstag nur fünf Mann zur
Verfügung und muss sich jeweils mit Ersatz
aus der Vierten behelfen. An diesem
Samstag kam der Ersatz sogar aus der
Fünften: Nachwuchstalent Lukas Adt feierte
seine Saarlandliga-Premiere und sorgte so
dafür, dass wenigstens eine komplette
Mannschaft gegen diejenige Truppe an den
Start geschickt werden konnte, gegen die man
in der Vorrunde nur haarscharf am Sieg
vorbeigeschrammt war.
Wenigstens ein Sieg in den Doppeln -
Dreier und Adt sorgen beinahe für Sensation
Der ATSV Saarbrücken stellte
verständlicherweise die Doppel taktisch und
bot mit Scholer/Breyer das beste Doppel auf
Position 2 auf. Entsprechend wenig Mühe
hatten die beiden dann auch gegen
Becker/Fuhrmann und gewannen locker mit 3:0.
Selbiges hatte man eigentlich auch von der
ATSV-Paarung Eberle/Becker, T. erwartet, die
gegen Markus Dreier und Lukas Adt, das "Verlegenheits"-2er-Doppel,
antraten. Doch weit gefehlt: Dreier und Adt
zeigten eine ausgezeichnete Partie, zwangen
die beiden Saarbrücker zu vielen Fehlern und
gingen sogar mit 2:1 Sätzen in Führung.
Leider drehten Eberle und Becker die Partie
noch und siegten im 5. Satz. Für
wenigstens einen Punkt aus den Doppeln
sorgten Peter Schiestel und Peter Stephan,
die nach dem miserablen Spiel der Vorwoche
gegen Lautzkirchen eine gute Leistung und
vor allem eine tolle Moral zeigten: 1:2 nach
Sätzen und 4:10 (!) im 4. Satz lagen die
Limbacher gegen Emmerich/Abel bereits
zurück. Dann versuchte Abel einen reichlich
optimistischen Vorhand-Parallel-Endschlag
auf einen flachen Schupfball, das war der
Punkt zum 6:10. Es sollten noch sechs
weitere in Serie folgen, was den umjubelten
Satzausgleich brachte. Im 5. Durchgang
zeigte man sich dann durchweg besser und
siegte klar und verdient.
Vorderes Paarkreuz chancenlos - nur
Stephan sorgt für Punktgewinn
Ohne Chance waren unsere beiden Akteure
im vorderen Paarkreuz gegen zugegebenermaßen
äußerst starke Gegner. Jürgen Becker hatte
bei seinem 0:3 gegen Wolfgang Scholer ebenso
wenig eine Siegchance wie Markus Dreier
gegen Beppo Breyer; Dreier verlor den
dritten Satz in der Verlängerung, am Sieg
des Abwehrspielers gab es dennoch nichts zu
rütteln.
Das mittlere Paarkreuz ging zwar erneut
leer aus, doch zumindest bei dem in der
Vorrunde konstant neben sich stehenden
Schiestel zeichnete sich ein deutlicher
Aufwärtstrend ab, der sich bereits im Doppel
angedeutet hatte. Mit neuen Belägen
gestaltete er gegen Wolfgang Emmerich jeden
Satz völlig ausgeglichen, am Ende fehlten
jeweils nur zwei Punkte, um ein anderes
Ergebnis herbeizuführen. Man darf zumindest
die Hoffnung hegen, dass der Limbacher
wieder zu der Form findet, die er noch vor
einem Jahr an den Tag zu legen wusste.
Frank Fuhrmann dagegen zeigte gegen Eberle
eine sehr mäßige Leistung, kam nie ins
Spiel, machte sich das Leben durch etliche
Aufschlagfehler selbst schwer und unterlag
am Ende ebenso ohne Satzgewinn.
Peter Stephan war es dann vorbehalten,
für den zweiten Punktgewinn zu sorgen. Gegen
Abel wurde deutlich, dass ihm nicht mehr
viel zu seiner alten Stärke fehlt, so dass
er die für ihn persönlich völlig verkorkste
Hinrunde bald wird abhaken können. Zudem
plagen ihn momentan Schmerzen im Schlagarm,
so dass bei einer vollständigen Gesundung
mit einer weiteren Leistungssteigerung zu
rechnen ist. Lukas Adt konnte sich bei
seiner Saarlandliga-Premiere gegen Thorsten
Becker einige Male schön in Szene setzen und
schaffte es, dass ihn sein Konkurrent
vollständig ernst nahm - alleine das ist
schon eine schöne Auszeichnung für unsere
erst 15jährige Nachwuchskraft. Da störte
auch die erwartete, klare 0:3-Niederlage
nicht weiter.
Vorderes Paarkreuz des ATSV beendet
Partie
In den zweiten Einzeln des vorderen
Paarkreuzes deutete sich dann früh an, dass
die Mitte ihre Schläger nicht mehr würde
auspacken müssen. Scholer punktete wie schon
in der Vorrunde beliebig gegen Markus
Dreier, der anerkennen musste, dass ihm die
Spielsysteme seiner beiden Gegner an diesem
Samstag schlicht überhaupt nicht liegen.
Jürgen Becker machte ein gutes Spiel gegen
Breyer, besonders vor dem Hintergrund
betrachtet, dass Abwehrspieler die letzten
Gegner sind, die unsere Nummer 2 auswählen
würde, hätte er denn eine Wahl.
So endete die Partie erwartet deutlich
für den ATSV; wichtig war die Erkenntnis,
dass sich in unserer Mannschaft, in der das
Verlieren nun wirklich niemand gewohnt war,
auch trotz der sich fortsetzende
Niederlagenserie keine Resignation breit
macht - im Gegenteil, man hatte nach
Spielende noch einen schönen Abend und viel
Spaß. So sollte es auch für den Rest der
Rückrunde bleiben - egal, gegen wen wir
spielen, und egal, mit wem.
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