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Am vorletzten, nominell sogar letzten
Spieltag der Vorrunde stieg das Spitzenspiel
um den 2. Tabellenplatz zwischen unserer 3.
Mannschaft und der DJK Dudweiler. Diese
hatte mit Karl-Heinz Konter den Ausfall
eines wichtigen Spielers zu beklagen, konnte
aber mit Frank Steinhauer einen Ersatz
vorweisen, für den diese Bezeichnung sicher
keine Einstufung seiner Spielklasse ist.
Unser Team trat in Bestbesetzung an und
wollte selbstredend den Schwung aus dem
Berus-Spiel mit nach Dudweiler nehmen.
Erneut ruhten die taktischen Hoffnungen im
Vorfeld voll und ganz auf "Teammanager",
"Trainer" und "Doppel-Stratege" Frank
Fuhrmann, der für das Berus-Spiel erneut
ganz tief in die taktische Trickkiste griff.
"Doppel-Fuhrmann" taktiert Limbach zum
Traumstart - Schiestel/Stephan mit großem
Kampf
Im Vergleich zum Berus-Spiel wurden
leichte Veränderungen vorgenommen: Peter
Schiestel und Peter Stephan wurden auf
Doppel 1 gestellt, Gregor Oßwald und Markus
Dreier bildeten das 2er-Doppel, und auf
Doppel 3 kamen erstmals Frank Fuhrmann und
Jürgen Becker zum Einsatz. Und die
Überlegungen sollten voll aufgehen. Doch
zunächst wurde alles durch die Dudweiler
Doppelaufstellung durcheinander gewirbelt:
Das etatmäßige Doppel 1, Steiner/Offenberg,
wurde auf Position 2 gesetzt, so dass es
gleich zum Showdown mit Schiestel/Stephan
kam. Schnell lagen die Limbacher nach
schwacher Leistung mit 0:2 Sätzen zurück.
Doch der Gewinn des 3. Satzes wirkte als
Initialzündung. Nervenstark gewann man dann
den 4. Satz in der Verlängerung, und nachdem
man im Entscheidungssatz bereits mit 9:2
führte, schien der Widerstand der Gegner
endgültig gebrochen. Doch weit gefehlt.
Steiner/Offenberg machten plötzlich keinen
Fehler mehr - bis zum Stande von 9:10. Hier
gelang endlich mit dem 6. Matchball der viel
umjubelte Sieg. Parallel hierzu hatten
Oßwald und Dreier ihr Doppel schon früher
für sich entschieden. Überlegen gewannen sie
nach einer couragierten Leistung mit 3:1. Da
sich auch Frank Fuhrmann und Jürgen Becker
auf Position 3 gegen Groth/Britz trotz hohem
Rückstand im 4. Satz zu einem 3:1-Sieg
kämpfen konnten, war der 3:0-Auftakt
perfekt.
Ausgeglichene erste Einzelrunde hält
TVL vorne
In den Einzeln hieß es nun, nachzulegen.
Doch zunächst sollte dies nicht gelingen wie
gewünscht. Frank Fuhrmann lieferte Christoph
Steiner einen großen Kampf, hatte jedoch -
selbst objektiv betrachtet - einiges Pech,
gerade bei knappen Spielständen, so dass er
nach vier Sätzen gratulieren musste.
Selbiges traf auf Gregor Oßwald zu, der
allerdings gegen Offenberg keinen Satzgewinn
verbuchen konnte. Die Nummer 2 von Dudweiler
zeigte sich fast unbeeindruckt vom
Langnoppenspiel Oßwalds, und da dieser auch
nie in die Offensive kam, gab es hier keine
Siegmöglichkeit.
Im mittleren Paarkreuz wurde dann jedoch
zurück geschossen. Zunächst sah es in der
Partie von Schiestel gegen Tiefenbacher so
aus, als sei die 3. Saisonniederlage
Schiestels nur eine Frage der Zeit. Zwar
entwickelte sich eine sehr ausgeglichene
Partie, in der jedoch zunächst nur
Tiefenbacher in den knappen Situationen als
Sieger hervorging und folgerichtig mit 2:0
in Führung ging. Doch der knappe Gewinn des
3. Satzes brachte den Limbacher zurück ins
Spiel. Nachdem der 4. Satz ebenso knapp an
Schiestel ging, war der Widerstand des
Gegners scheinbar gebrochen. Die deutliche
Führung im 5. Satz ließ sich Schiestel nicht
mehr nehmen und drehte so die Partie noch.
Auch Markus Dreier war am Nebentisch
erfolgreich. Nach dem knappen Gewinn des
ersten Satzes wurde es nur im 3. Durchgang
nochmals kritisch, der verloren ging. Doch
am Ende stand ein 3:1-Erfolg für den TVL zu
Buche.
Im hinteren Paarkreuz konnte sich Jürgen
Becker zunächst gegen Britz mit 3:1 Sätzen
durchsetzen, während Peter Stephan parallel
hierzu ohne Chance Steinhauer gratulieren
musste. Hier machte sich der
Trainingsrückstand unserer Nummer 5
bemerkbar, wenngleich die Dudweiler Nummer 6
bei der gezeigten Leistung auch auf
Top-Niveau nicht leicht zu schlagen gewesen
wäre. So stand es zur Pause 6:3, was
durchaus als beruhigende Führung angesehen
werden durfte.
Böses Erwachen in Hälfte zwei - nur
Fuhrmann und Dreier siegen - Schlussdoppel
sichert den Sieg
In der zweiten Einzelhälfte lief es, um
es vorsichtig auszudrücken, nicht ganz nach
Plan. Gregor Oßwald führte gegen Steiner im
ersten Satz mit 8:0 und gewann diesen
Durchgang auch deutlich. Danach wurde
Steiner von seinen Teamkameraden glänzend
eingestellt und spielte fortan wesentlich
geschickter gegen das Material. Knackpunkt
war wie so oft der 3. Satz, der mit 10:12 an
Dudweiler ging, obschon Oßwald etliche
Satzbälle hatte. Sichtlich beeindruckt
hiervon gab er nun auch den 4. Satz klar ab.
Glücklicherweise durchbrach am Nebentisch
Frank Fuhrmann seine schwarze Serie von fünf
Niederlagen in Folge durch einen wahrlich
herbeigekämpften 3:1-Erfolg über Offenberg,
bei dem er endlich einmal bei den knappen
Spielständen die Fortune besaß, die in den
letzten Wochen seinen Gegnern eigen war.
In der Mitte gab es dagegen lange
Gesichter. Zunächst konnte Markus Dreier nur
im ersten Satz gegen Tiefenbacher
überzeugen. Danach stellte sich sein Gegner
clever auf das Passivspiel Dreiers ein und
siegte am Ende mit 3:1. Ähnlich erging es
Schiestel am Nebentisch gegen Groth. Dieser
zeigte sich in der Offensive sowohl mit Vor-
als auch Rückhand nahezu fehlerlos und
Schiestel gelang es selbst nicht, offensiv
zu werden. Die ersten Sätze waren noch
ausgeglichen, später verließen den Limbacher
dann die spielerischen Mittel, und die
verdiente Niederlage musste hingenommen
werden.
Den enorm wichtigen achten Punkt sicherte
dann Peter Stephan gegen Britz. Stephan
behielt auch nach verlorenem ersten Satz die
Nerven und siegte am Ende klar. Zwar hatte
dann Jürgen Becker sogar die Chance zum
vorzeitigen Sieg über Steinhauer, doch
dieser agierte wie in seinem ersten Spiel so
sicher und nahezu fehlerfrei, dass unsere
Nummer 6 anerkennend nach drei Sätzen
gratulieren musste.
Nun musste die Entscheidung im
Schlussdoppel fallen. Die Stimmung war
während des gesamten Matches aufgeheizt, und
der Limbacher Fanclub, bestehend aus fünf
Mitgereisten plus die übrigen Spieler, tat
sein bestes, um Schiestel und Stephan zum
Sieg zu peitschen. Dass dies gelang, war
einer ausgezeichneten Leistung in einem
insgesamt sehr guten Doppel geschuldet, wo
besonders Peter Stephan in den
entscheidenden Momenten durch überlegt
platzierte Schläge seine ganze Klasse
ausspielte. Kritischer Punkt war der 3.
Satz, nachdem man den 2. Durchgang trotz
mehrerer Satzbälle noch unglücklich verloren
hatte. Doch auch diese Phase meisterte das
Limbacher Doppel mit Glück und Geschick, so
dass am Ende der viel umjubelte 9:7-Erfolg
feststand.
Ein erstes großes Dankeschön geht von
dieser Seite aus an unsere treuen
"Stammfans", die zu diesem wichtigen Spiel
noch Unterstützung von Christian Jülch und
Sven Lachmund erhielten, die sich darüber
hinaus auch durch wertvolles Coaching
einbrachten. Ein zweites großes
Dankeschön gebührt Frank Fuhrmann, der nicht
nur erneut seine strategischen Fähigkeiten
unter Beweis stellte und Gerüchten zufolge
nun nur noch mit "Trainer" angesprochen
werden möchte, sondern auch noch "Nikolaus"
für unsere weiblichen Fans spielte und edle
Geschenke verteilte, darüber hinaus unser
Vorrunden-Abschlussessen in dieser Woche
organisiert hat.
Nun geht es zum Saisonfinale nach
Marpingen, wo bei einem Sieg das
zwei-Punkte-Polster auf den 3. Platz
gesichert würde.
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