DJK Dudweiler - TV 06 Limbach 3   7:9

Fünftes Schlussdoppel der Saison bringt Tabellenplatz 2 nach der Vorrunde

 

Am vorletzten, nominell sogar letzten Spieltag der Vorrunde stieg das Spitzenspiel um den 2. Tabellenplatz zwischen unserer 3. Mannschaft und der DJK Dudweiler. Diese hatte mit Karl-Heinz Konter den Ausfall eines wichtigen Spielers zu beklagen, konnte aber mit Frank Steinhauer einen Ersatz vorweisen, für den diese Bezeichnung sicher keine Einstufung seiner Spielklasse ist. Unser Team trat in Bestbesetzung an und wollte selbstredend den Schwung aus dem Berus-Spiel mit nach Dudweiler nehmen. Erneut ruhten die taktischen Hoffnungen im Vorfeld voll und ganz auf "Teammanager", "Trainer" und "Doppel-Stratege" Frank Fuhrmann, der für das Berus-Spiel erneut ganz tief in die taktische Trickkiste griff.

"Doppel-Fuhrmann" taktiert Limbach zum Traumstart - Schiestel/Stephan mit großem Kampf

Im Vergleich zum Berus-Spiel wurden leichte Veränderungen vorgenommen: Peter Schiestel und Peter Stephan wurden auf Doppel 1 gestellt, Gregor Oßwald und Markus Dreier bildeten das 2er-Doppel, und auf Doppel 3 kamen erstmals Frank Fuhrmann und Jürgen Becker zum Einsatz. Und die Überlegungen sollten voll aufgehen. Doch zunächst wurde alles durch die Dudweiler Doppelaufstellung durcheinander gewirbelt: Das etatmäßige Doppel 1, Steiner/Offenberg, wurde auf Position 2 gesetzt, so dass es gleich zum Showdown mit Schiestel/Stephan kam. Schnell lagen die Limbacher nach schwacher Leistung mit 0:2 Sätzen zurück. Doch der Gewinn des 3. Satzes wirkte als Initialzündung. Nervenstark gewann man dann den 4. Satz in der Verlängerung, und nachdem man im Entscheidungssatz bereits mit 9:2 führte, schien der Widerstand der Gegner endgültig gebrochen. Doch weit gefehlt. Steiner/Offenberg machten plötzlich keinen Fehler mehr - bis zum Stande von 9:10. Hier gelang endlich mit dem 6. Matchball der viel umjubelte Sieg.
Parallel hierzu hatten Oßwald und Dreier ihr Doppel schon früher für sich entschieden. Überlegen gewannen sie nach einer couragierten Leistung mit 3:1. Da sich auch Frank Fuhrmann und Jürgen Becker auf Position 3 gegen Groth/Britz trotz hohem Rückstand im 4. Satz zu einem 3:1-Sieg kämpfen konnten, war der 3:0-Auftakt perfekt.

Ausgeglichene erste Einzelrunde hält TVL vorne

In den Einzeln hieß es nun, nachzulegen. Doch zunächst sollte dies nicht gelingen wie gewünscht. Frank Fuhrmann lieferte Christoph Steiner einen großen Kampf, hatte jedoch - selbst objektiv betrachtet - einiges Pech, gerade bei knappen Spielständen, so dass er nach vier Sätzen gratulieren musste. Selbiges traf auf Gregor Oßwald zu, der allerdings gegen Offenberg keinen Satzgewinn verbuchen konnte. Die Nummer 2 von Dudweiler zeigte sich fast unbeeindruckt vom Langnoppenspiel Oßwalds, und da dieser auch nie in die Offensive kam, gab es hier keine Siegmöglichkeit.

Im mittleren Paarkreuz wurde dann jedoch zurück geschossen. Zunächst sah es in der Partie von Schiestel gegen Tiefenbacher so aus, als sei die 3. Saisonniederlage Schiestels nur eine Frage der Zeit. Zwar entwickelte sich eine sehr ausgeglichene Partie, in der jedoch zunächst nur Tiefenbacher in den knappen Situationen als Sieger hervorging und folgerichtig mit 2:0 in Führung ging. Doch der knappe Gewinn des 3. Satzes brachte den Limbacher zurück ins Spiel. Nachdem der 4. Satz ebenso knapp an Schiestel ging, war der Widerstand des Gegners scheinbar gebrochen. Die deutliche Führung im 5. Satz ließ sich Schiestel nicht mehr nehmen und drehte so die Partie noch. Auch Markus Dreier war am Nebentisch erfolgreich. Nach dem knappen Gewinn des ersten Satzes wurde es nur im 3. Durchgang nochmals kritisch, der verloren ging. Doch am Ende stand ein 3:1-Erfolg für den TVL zu Buche.

Im hinteren Paarkreuz konnte sich Jürgen Becker zunächst gegen Britz mit 3:1 Sätzen durchsetzen, während Peter Stephan parallel hierzu ohne Chance Steinhauer gratulieren musste. Hier machte sich der Trainingsrückstand unserer Nummer 5 bemerkbar, wenngleich die Dudweiler Nummer 6 bei der gezeigten Leistung auch auf Top-Niveau nicht leicht zu schlagen gewesen wäre. So stand es zur Pause 6:3, was durchaus als beruhigende Führung angesehen werden durfte.

Böses Erwachen in Hälfte zwei - nur Fuhrmann und Dreier siegen - Schlussdoppel sichert den Sieg

In der zweiten Einzelhälfte lief es, um es vorsichtig auszudrücken, nicht ganz nach Plan. Gregor Oßwald führte gegen Steiner im ersten Satz mit 8:0 und gewann diesen Durchgang auch deutlich. Danach wurde Steiner von seinen Teamkameraden glänzend eingestellt und spielte fortan wesentlich geschickter gegen das Material. Knackpunkt war wie so oft der 3. Satz, der mit 10:12 an Dudweiler ging, obschon Oßwald etliche Satzbälle hatte. Sichtlich beeindruckt hiervon gab er nun auch den 4. Satz klar ab. Glücklicherweise durchbrach am Nebentisch Frank Fuhrmann seine schwarze Serie von fünf Niederlagen in Folge durch einen wahrlich herbeigekämpften 3:1-Erfolg über Offenberg, bei dem er endlich einmal bei den knappen Spielständen die Fortune besaß, die in den letzten Wochen seinen Gegnern eigen war.

In der Mitte gab es dagegen lange Gesichter. Zunächst konnte Markus Dreier nur im ersten Satz gegen Tiefenbacher überzeugen. Danach stellte sich sein Gegner clever auf das Passivspiel Dreiers ein und siegte am Ende mit 3:1. Ähnlich erging es Schiestel am Nebentisch gegen Groth. Dieser zeigte sich in der Offensive sowohl mit Vor- als auch Rückhand nahezu fehlerlos und Schiestel gelang es selbst nicht, offensiv zu werden. Die ersten Sätze waren noch ausgeglichen, später verließen den Limbacher dann die spielerischen Mittel, und die verdiente Niederlage musste hingenommen werden.

Den enorm wichtigen achten Punkt sicherte dann Peter Stephan gegen Britz. Stephan behielt auch nach verlorenem ersten Satz die Nerven und siegte am Ende klar. Zwar hatte dann Jürgen Becker sogar die Chance zum vorzeitigen Sieg über Steinhauer, doch dieser agierte wie in seinem ersten Spiel so sicher und nahezu fehlerfrei, dass unsere Nummer 6 anerkennend nach drei Sätzen gratulieren musste.

Nun musste die Entscheidung im Schlussdoppel fallen. Die Stimmung war während des gesamten Matches aufgeheizt, und der Limbacher Fanclub, bestehend aus fünf Mitgereisten plus die übrigen Spieler, tat sein bestes, um Schiestel und Stephan zum Sieg zu peitschen. Dass dies gelang, war einer ausgezeichneten Leistung in einem insgesamt sehr guten Doppel geschuldet, wo besonders Peter Stephan in den entscheidenden Momenten durch überlegt platzierte Schläge seine ganze Klasse ausspielte. Kritischer Punkt war der 3. Satz, nachdem man den 2. Durchgang trotz mehrerer Satzbälle noch unglücklich verloren hatte. Doch auch diese Phase meisterte das Limbacher Doppel mit Glück und Geschick, so dass am Ende der viel umjubelte 9:7-Erfolg feststand.

Ein erstes großes Dankeschön geht von dieser Seite aus an unsere treuen "Stammfans", die zu diesem wichtigen Spiel noch Unterstützung von Christian Jülch und Sven Lachmund erhielten, die sich darüber hinaus auch durch wertvolles Coaching einbrachten.
Ein zweites großes Dankeschön gebührt Frank Fuhrmann, der nicht nur erneut seine strategischen Fähigkeiten unter Beweis stellte und Gerüchten zufolge nun nur noch mit "Trainer" angesprochen werden möchte, sondern auch noch "Nikolaus" für unsere weiblichen Fans spielte und edle Geschenke verteilte, darüber hinaus unser Vorrunden-Abschlussessen in dieser Woche organisiert hat.

Nun geht es zum Saisonfinale nach Marpingen, wo bei einem Sieg das zwei-Punkte-Polster auf den 3. Platz gesichert würde.