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Was wurde im Vorfeld der Partie nicht alles
berichtet und erzählt. Trainingslager der
kompletten Lautzkircher Mannschaft in St.
Ingbert, Kampfansagen aus beiden Richtungen,
Sticheleien als psychologische Maßnahmen zur
Verunsicherung - man kennt sich eben schon
lange und spielte in der jüngsten
Vergangenheit fast jede Saison
gegeneinander. Und keine der beiden
beteiligten Mannschaften will dieses Spiel
verlieren. Ganz "nebenbei" ging es auch noch
um die Frage, welches Team sich an der
Tabellenspitze festsetzen würde. Für
Spannung war gesorgt, und die Partie hielt
alles, was sie versprach.
Doppel-Auftakt missglückt - Nach Schock
im vorderen Paarkreuz folgt die Aufholjagd
Eminent wichtig, da waren sich wohl beide
Lager im Vorfeld einig, war der Start in den
Doppeln. Doch dieser missglückte unserer
Mannschaft. Den "Totalschaden" wendeten
Frank Fuhrmann und Peter Stephan in einer
engen Partie im 5. Satz gegen Welsch/Walch
J. gerade noch ab. Doch für den
1:2-Zwischenstand konnte sich auf Limbacher
Seite verständlicherweise dennoch niemand
begeistern. Zu groß war die Enttäuschung
über die verpassten Chancen unserer beiden
anderen Doppel. Markus Dreier und Gregor
Oßwald hatten gegen Werner/Krauss durchaus
Siegchancen besessen, verpassten aber die
"Big Points". Peter Schiestel und Stefan
Ruffing enttäuschten auf ganzer Linie gegen
Orban/Walch T., auch wenn die Lautzkircher
ein cleveres Doppel spielten. Doch aus einer
1:0-Satzführung nach hohem Rückstand hätte
man letztlich mehr machen müssen.
Die Partien im vorderen Paarkreuz trugen
nicht zu einem Stimmungsaufschwung bei.
Gregor Oßwald gelang es gegen Krauss zu
keiner Zeit, die Partie in den Griff zu
bekommen, und unterlag deutlich mit 0:3.
Genau das gleiche Ergebnis erzielte Frank
Fuhrmann gegen Kai Werner, den er in der
letzten Rückrunde noch in einem
begeisternden Spiel geschlagen hatte. Doch
merkte man recht schnell von außen, dass
unsere Nummer 2 nicht den besten Tag
erwischt hatte, so dass der Lautzkircher
Sieg in Ordnung ging.
Nun stand man bereits mächtig unter
Zugzwang. Doch das mittlere Paarkreuz hielt
dem Druck ausgezeichnet stand und trumpfte
stark auf. Markus Dreier fand im ersten Satz
gegen Orban überhaupt kein Konzept und ging
mit 2:11 unter - um dann aber die drei
Folgesätze seinerseits deutlich zu gewinnen.
Fast alles brachte unser "rasender Derwisch"
von gut 3-vier Metern hinter der Platte auf
den Tisch zurück, so dass der TVL wieder
Licht am Ende des Tunnels erblickte. Dieses
wurde dann am Nebentisch von Peter Schiestel
endgültig zu einer Flamme der Hoffnung
entfacht, denn der klare 3:0-Sieg gegen
Welsch bedeutete eine Art Initialzündung.
Denn Peter Stephan erkämpfte sich in einem
guten Spiel gegen Jürgen Walch den
verdienten Ausgleichspunkt. Zwar wurde
Stefan Ruffing am Nebentisch vom erst
13jährigen, großen Talent Tobias Walch
förmlich überrollt, doch dies fiel nicht so
sehr ins Gewicht. Wichtig war: Wir waren
wieder dran.
Mittleres und hinteres Paarkreuz in
Hälfte zwei famos - knappe Niederlage im
Schlussdoppel
Beim vorderen Paarkreuz platzte auch in der
zweiten Spielhälfte der Knoten nicht, und
dennoch kann man niemandem einen Vorwurf
machen. Denn sowohl Oßwald als auch Fuhrmann
kämpften verbissen um jeden Punkt und
wollten mit aller Macht einen Sieg - aber am
Ende fehlte doch ein Stückchen. Besonders
bitter war Oßwalds Niederlage gegen Werner,
den er zwischenzeitlich beherrscht hatte,
dann aber doch wieder trotz 2:1-Führung aus
dem Tritt kam und noch im Entscheidungssatz
unterlag.
Diese Scharte wetzte erneut die Mitte aus.
Markus Dreier gelang gegen Welsch erneut ein
3:1-Sieg, der díesmal jedoch weit umkämpfter
ausfiel, als es das Ergebnis aussagte. Peter
Schiestel gelang am Nebentisch gegen Orban
die Revanche für die Rückrundenniederlage
aus der Meistersaison. Mit 3:1 Sätzen ging
das Spiel an den Limbacher, der erneut eine
gute Leistung bot und auch - im Gegensatz
zum Vorjahr - taktisch clever gegen das
Material seines Gegners spielte.
Nun war klar, dass man sich angesichts des
starken Lautzkircher Schlussdoppels nur bei
zwei Siegen im hinteren Paarkreuzes eines
Punktgewinns sicher sein konnte. Hatte der
ein oder andere nach Stefan Ruffings
missglücktem ersten Spiel noch große Zweifel
am Erfolg in seiner zweiten Partie, so
zeigte unser Brett 6 eine tolle Reaktion und
lief genau zum richtigen Zeitpunkt gegen
einen gut spielenden Jürgen Walch zur
Höchstform auf. Resultat war ein viel
bejubelter 3:1-Sieg, der einen Punkt
sicherte. Denn: Zuvor hatte bereits Peter
Stephan in einer brillanten Partie den
aufstrebenden Tobias Walch mit 3:1 Sätzen
besiegt, was jedoch angesichts des ebenfalls
toll aufspielenden Lautzkirchers nur
deswegen gelang, weil Peter eine nahezu
fehlerfreie Partie bot und sein bestes
Tischtennis spielte.
Dies setzte er dann im folgenden
Schlussdoppel nahtlos weiter um. Doch leider
fand Fuhrmann auch im Schlussdoppel nicht
rechtzeitig zu seiner Bestform. Erst ab dem
3. Satz agierte unser Doppel harmonisch und
mit geringerer Fehlerquote, doch hatte der
Vorsprung den Lautzkirchern gereicht, um mit
einem tollen Gespür für die wichtigen Bälle
den Sieg perfekt zu machen.
Fazit: Ein Spiel, das - ist man ehrlich -
genau das richtige Ergebnis gefunden hat.
Wie immer hat das Duell viel Spaß gemacht
und sowohl Zuschauer (am Ende an die 30
Mann) als auch Spieler elektrisiert. Wir
freuen uns schon auf das Rückspiel - und da
könnte er Ausgang noch bedeutsamer für das
Saisonergebnis sein...
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