TV 06 Limbach 3 - TTC Lautzkirchen  8:8

Gerechtes Ergebnis in packendem Spiel - mittleres Paarkreuz trumpft auf

 

Was wurde im Vorfeld der Partie nicht alles berichtet und erzählt. Trainingslager der kompletten Lautzkircher Mannschaft in St. Ingbert, Kampfansagen aus beiden Richtungen, Sticheleien als psychologische Maßnahmen zur Verunsicherung - man kennt sich eben schon lange und spielte in der jüngsten Vergangenheit fast jede Saison gegeneinander. Und keine der beiden beteiligten Mannschaften will dieses Spiel verlieren. Ganz "nebenbei" ging es auch noch um die Frage, welches Team sich an der Tabellenspitze festsetzen würde. Für Spannung war gesorgt, und die Partie hielt alles, was sie versprach.

Doppel-Auftakt missglückt - Nach Schock im vorderen Paarkreuz folgt die Aufholjagd

Eminent wichtig, da waren sich wohl beide Lager im Vorfeld einig, war der Start in den Doppeln. Doch dieser missglückte unserer Mannschaft. Den "Totalschaden" wendeten Frank Fuhrmann und Peter Stephan in einer engen Partie im 5. Satz gegen Welsch/Walch J. gerade noch ab. Doch für den 1:2-Zwischenstand konnte sich auf Limbacher Seite verständlicherweise dennoch niemand begeistern. Zu groß war die Enttäuschung über die verpassten Chancen unserer beiden anderen Doppel. Markus Dreier und Gregor Oßwald hatten gegen Werner/Krauss durchaus Siegchancen besessen, verpassten aber die "Big Points". Peter Schiestel und Stefan Ruffing enttäuschten auf ganzer Linie gegen Orban/Walch T., auch wenn die Lautzkircher ein cleveres Doppel spielten. Doch aus einer 1:0-Satzführung nach hohem Rückstand hätte man letztlich mehr machen müssen.

Die Partien im vorderen Paarkreuz trugen nicht zu einem Stimmungsaufschwung bei. Gregor Oßwald gelang es gegen Krauss zu keiner Zeit, die Partie in den Griff zu bekommen, und unterlag deutlich mit 0:3. Genau das gleiche Ergebnis erzielte Frank Fuhrmann gegen Kai Werner, den er in der letzten Rückrunde noch in einem begeisternden Spiel geschlagen hatte. Doch merkte man recht schnell von außen, dass unsere Nummer 2 nicht den besten Tag erwischt hatte, so dass der Lautzkircher Sieg in Ordnung ging.

Nun stand man bereits mächtig unter Zugzwang. Doch das mittlere Paarkreuz hielt dem Druck ausgezeichnet stand und trumpfte stark auf. Markus Dreier fand im ersten Satz gegen Orban überhaupt kein Konzept und ging mit 2:11 unter - um dann aber die drei Folgesätze seinerseits deutlich zu gewinnen. Fast alles brachte unser "rasender Derwisch" von gut 3-vier Metern hinter der Platte auf den Tisch zurück, so dass der TVL wieder Licht am Ende des Tunnels erblickte. Dieses wurde dann am Nebentisch von Peter Schiestel endgültig zu einer Flamme der Hoffnung entfacht, denn der klare 3:0-Sieg gegen Welsch bedeutete eine Art Initialzündung.

Denn Peter Stephan erkämpfte sich in einem guten Spiel gegen Jürgen Walch den verdienten Ausgleichspunkt. Zwar wurde Stefan Ruffing am Nebentisch vom erst 13jährigen, großen Talent Tobias Walch förmlich überrollt, doch dies fiel nicht so sehr ins Gewicht. Wichtig war: Wir waren wieder dran.

Mittleres und hinteres Paarkreuz in Hälfte zwei famos - knappe Niederlage im Schlussdoppel

Beim vorderen Paarkreuz platzte auch in der zweiten Spielhälfte der Knoten nicht, und dennoch kann man niemandem einen Vorwurf machen. Denn sowohl Oßwald als auch Fuhrmann kämpften verbissen um jeden Punkt und wollten mit aller Macht einen Sieg - aber am Ende fehlte doch ein Stückchen. Besonders bitter war Oßwalds Niederlage gegen Werner, den er zwischenzeitlich beherrscht hatte, dann aber doch wieder trotz 2:1-Führung aus dem Tritt kam und noch im Entscheidungssatz unterlag.

Diese Scharte wetzte erneut die Mitte aus. Markus Dreier gelang gegen Welsch erneut ein 3:1-Sieg, der díesmal jedoch weit umkämpfter ausfiel, als es das Ergebnis aussagte. Peter Schiestel gelang am Nebentisch gegen Orban die Revanche für die Rückrundenniederlage aus der Meistersaison. Mit 3:1 Sätzen ging das Spiel an den Limbacher, der erneut eine gute Leistung bot und auch - im Gegensatz zum Vorjahr - taktisch clever gegen das Material seines Gegners spielte.

Nun war klar, dass man sich angesichts des starken Lautzkircher Schlussdoppels nur bei zwei Siegen im hinteren Paarkreuzes eines Punktgewinns sicher sein konnte. Hatte der ein oder andere nach Stefan Ruffings missglücktem ersten Spiel noch große Zweifel am Erfolg in seiner zweiten Partie, so zeigte unser Brett 6 eine tolle Reaktion und lief genau zum richtigen Zeitpunkt gegen einen gut spielenden Jürgen Walch zur Höchstform auf. Resultat war ein viel bejubelter 3:1-Sieg, der einen Punkt sicherte. Denn: Zuvor hatte bereits Peter Stephan in einer brillanten Partie den aufstrebenden Tobias Walch mit 3:1 Sätzen besiegt, was jedoch angesichts des ebenfalls toll aufspielenden Lautzkirchers nur deswegen gelang, weil Peter eine nahezu fehlerfreie Partie bot und sein bestes Tischtennis spielte.

Dies setzte er dann im folgenden Schlussdoppel nahtlos weiter um. Doch leider fand Fuhrmann auch im Schlussdoppel nicht rechtzeitig zu seiner Bestform. Erst ab dem 3. Satz agierte unser Doppel harmonisch und mit geringerer Fehlerquote, doch hatte der Vorsprung den Lautzkirchern gereicht, um mit einem tollen Gespür für die wichtigen Bälle den Sieg perfekt zu machen.

Fazit: Ein Spiel, das - ist man ehrlich - genau das richtige Ergebnis gefunden hat. Wie immer hat das Duell viel Spaß gemacht und sowohl Zuschauer (am Ende an die 30 Mann) als auch Spieler elektrisiert. Wir freuen uns schon auf das Rückspiel - und da könnte er Ausgang noch bedeutsamer für das Saisonergebnis sein...