TTG Marpingen-Alsweiler - TV 06 Limbach 3   4:9

Versöhnlicher Vorrundenabschluss für TVL 3 - drei Punkte Vorsprung auf Platz 3

 
Groß war der Respekt im Vorfeld des Nachholspiels gegen Marpingen-Alsweiler vor den Gastgebern. Die spannende Frage war vor dem Hintergrund des krankheitsbedingten Fehlens von Mannschaftsführer Wolfgang Mark: Spielt Valeri Sokolov oder spielt er nicht? Beim Betreten der Halle durfte dann aufgeatmet werden: Der langjährige Oberliga-Spitzenspieler war nicht mit von der Partie, was die Aussichten auf einen möglichen Erfolg unserer Mannschaft selbstredend enorm verbesserte. Bei uns spielte Michael Brunk für den kurzfristig ausgefallenen Stefan Ruffing, was aber - das hatte sich bereits bei der Partie gegen Berus gezeigt - keineswegs eine Schwächung darstellen musste.

Glanzlose 2:1-Führung nach den Doppeln

Der Beginn des Spiels passte ausgezeichnet zu den Rahmenbedingungen in der Halle, denn er war reichlich unterkühlt. Irgendwie wollte sich in keinem der drei Spiele Spannung einstellen. War dies von Limbacher Seite aus für die Spiele des eigenen Doppel 1 und des Doppel 3 auch durchaus so gewollt, so hatte man sich insgeheim doch erwartet, dass die eingespielten Gregor Oßwald und Markus Dreier gegen Damir Jurcic und Peter Hoffmann zumindest eine offene Partie würden bestreiten können. Jedoch kam es anders, und unser Doppel 2 musste gegen die beiden Marpinger ihre bislang klarste Saisonniederlage einstecken.
Peter Schiestel und Peter Stephan kamen dagegen in ihrem Doppel gegen Gard/Schmidt nie in die Nähe eines Satzverlustes, und auch Frank Fuhrmann und Michael Brunk siegten souverän gegen Urhahn/Hahn.

Komfortable Führung nach 1. Durchgang - Schiestel gibt Partie gegen Hoffmann aus der Hand

Im ersten Einzel des Tages musste sich Frank Fuhrmann dem Spitzenspieler der Liga, Damir Jurcic, geschlagen geben. Auch wenn unsere Nummer 2 zwei ganz starke Sätze zeigte, reichte es nicht zum Sieg gegen den Ex-Nationalspieler, was dessen Klasse unterstreicht. Gregor Oßwald dagegen durchbrach seine schwarze Serie mit seinem knappen Sieg über Marco Gard. Peter Schiestel ging im Anschluss in seinem ersten Einzel früh in Führung, und lag während des ganzen Spiels in Front. Hierzu zählten auch drei nicht genutzte Matchballe im 4. Satz, den sein Gegenüber Hoffmann noch mit 12:10 gewinnen konnte. Auch im 5. Satz lag der Limbacher stets vorne - bis zum Stande von 9:7. Es folgten drei Punkte Hoffmanns und - symptomatisch für die Darbietung der Limbacher Nummer 4 - ein Aufschlagfehler zum Spielverlust.
Markus Dreier machte seine Sache gegen eines der größten saarländischen Nachwuchstalente, Luca Hahn, besser. Zwar spielte sein junger Konkurrent gefällig mit, doch in den entscheidenden Momenten fehlte dem 11jährigen (verständlicherweise) die Routine. So ging der Sieg mit 3:1 an den TVL.

Als dann sich dann auch noch das hintere Paarkreuz schadlos hielt, konnte man ein wenig durchatmen. Zunächst schaffte Michael Brunk gegen Dr. Urhahn einen nie gefährdeten 3:0-Erfolg, danach gelang Peter Stephan, wenngleich glanzlos, ein Erfolg mit demselben Ergebnis. So lag man zur Halbzeit mit 6:3 in Front.

"Bestes vorderes Paarkreuz der Liga" schlägt erneut zu - Schiestel beendet das Spiel gegen Hahn

Im Duell der beiden Spitzenspieler schaffte Gregor Oßwald mit seinem Satzgewinn über Jurcic einen schönen Achtungserfolg, wobei jedoch erkennbar war, dass der ehemalige Mannschaftseuropameister jederzeit noch "eine Schippe drauflegen" konnte. Die Niederlage fiel dabei jedoch nicht sonderlich ins Gewicht, weil Frank Fuhrmann einen klaren Sieg über Gard feierte und so den alten Vorsprung wieder herstellte.

Diesen baute Markus Dreier nun aus. In einem Spiel, das zwar nach außen hin klar mit 3:1 endet, in dem man aber lange Zeit nicht verlässlich hätte vorhersagen können, wer es denn am Ende gewinnen würde, schaffte unsere Nummer 3 ihren 13. Saisonsieg und punktete dabei zum 5. Mal doppelt im Einzel. In einer für die Zuschauer zwar unterhaltsamen, von Seiten Schiestels jedoch äußerst mäßig geführten Partie gegen Luca Hahn fand das Spiel dann sein Ende. Nachdem es zwischenzeitlich sogar so ausgesehen hatte, als ob der B-Schüler einen Sieg über den in dieser Saison bislang so erfolgreichen Limbacher würde erringen können, schaffte es de Nummer 4 der Gäste am Ende mit einer Energieleistung doch noch, einen 1:2-Satzrückstand in einen Sieg zu drehen.

Damit hatte sich der TVL buchstäblich ins Ziel geschleppt, war man doch reichlich angeschlagen ins Spiel gegangen (3 Spieler mit grippalem Infekt). Doch es wurde gekämpft, und mit dieser Mentalität hat man nun erreicht, was nach drei Spieltagen ins Reich der Fabel verwiesen worden wäre: Man steht auf einem Aufstiegsplatz, und das mit 3 Punkten Vorsprung auf den Dritten.

Kleine Anekdote am Rande: Beim Umtrunk in der "Klosterschänke" nach dem Spiel wurde Gregor Oßwald und Frank Fuhrmann eine Kompliment von höchster Stelle aus zuteil: Damir Jurcic (so gab es Frank Fuhrmann an die Umsitzenden wieder) habe geäußert, er habe heute gegen das stärkste vordere Paarkreuz der Liga gespielt. Angesichts der tatsächlich erspielten Bilanzen löste diese Aussage auch bei den wohlwollenden Zuhörern zumindest ein Schmunzeln aus. Nach einigen penetranten Wiederholungen des Zitats durch die Gelobten relativierte Jurcic seine Aussage dahingehend, er könne lediglich nicht verstehen, weswegen die beiden so wenige Spiel gewonnen hätten.

Wie dem auch sei, es wurde noch ein unterhaltsamer Abend und schöner Vorrundenabschluss, und man darf nun zunächst entspannt Weihachten feiern und anschließend mit dem Vorsatz ins neue Jahr gehen, sich nicht mehr vom zweiten Platz verdrängen zu lassen.