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Groß war der Respekt im Vorfeld des
Nachholspiels gegen Marpingen-Alsweiler vor
den Gastgebern. Die spannende Frage war vor
dem Hintergrund des krankheitsbedingten
Fehlens von Mannschaftsführer Wolfgang Mark:
Spielt Valeri Sokolov oder spielt er nicht?
Beim Betreten der Halle durfte dann
aufgeatmet werden: Der langjährige
Oberliga-Spitzenspieler war nicht mit von
der Partie, was die Aussichten auf einen
möglichen Erfolg unserer Mannschaft
selbstredend enorm verbesserte. Bei uns
spielte Michael Brunk für den kurzfristig
ausgefallenen Stefan Ruffing, was aber - das
hatte sich bereits bei der Partie gegen
Berus gezeigt - keineswegs eine Schwächung
darstellen musste. Glanzlose
2:1-Führung nach den Doppeln
Der Beginn des Spiels passte
ausgezeichnet zu den Rahmenbedingungen in
der Halle, denn er war reichlich unterkühlt.
Irgendwie wollte sich in keinem der drei
Spiele Spannung einstellen. War dies von
Limbacher Seite aus für die Spiele des
eigenen Doppel 1 und des Doppel 3 auch
durchaus so gewollt, so hatte man sich
insgeheim doch erwartet, dass die
eingespielten Gregor Oßwald und Markus
Dreier gegen Damir Jurcic und Peter Hoffmann
zumindest eine offene Partie würden
bestreiten können. Jedoch kam es anders, und
unser Doppel 2 musste gegen die beiden
Marpinger ihre bislang klarste
Saisonniederlage einstecken. Peter
Schiestel und Peter Stephan kamen dagegen in
ihrem Doppel gegen Gard/Schmidt nie in die
Nähe eines Satzverlustes, und auch Frank
Fuhrmann und Michael Brunk siegten souverän
gegen Urhahn/Hahn.
Komfortable Führung nach 1. Durchgang
- Schiestel gibt Partie gegen Hoffmann aus
der Hand
Im ersten Einzel des Tages musste sich
Frank Fuhrmann dem Spitzenspieler der Liga,
Damir Jurcic, geschlagen geben. Auch wenn
unsere Nummer 2 zwei ganz starke Sätze
zeigte, reichte es nicht zum Sieg gegen den
Ex-Nationalspieler, was dessen Klasse
unterstreicht. Gregor Oßwald dagegen
durchbrach seine schwarze Serie mit seinem
knappen Sieg über Marco Gard. Peter
Schiestel ging im Anschluss in seinem ersten
Einzel früh in Führung, und lag während des
ganzen Spiels in Front. Hierzu zählten auch
drei nicht genutzte Matchballe im 4. Satz,
den sein Gegenüber Hoffmann noch mit 12:10
gewinnen konnte. Auch im 5. Satz lag der
Limbacher stets vorne - bis zum Stande von
9:7. Es folgten drei Punkte Hoffmanns und -
symptomatisch für die Darbietung der
Limbacher Nummer 4 - ein Aufschlagfehler zum
Spielverlust. Markus Dreier machte
seine Sache gegen eines der größten
saarländischen Nachwuchstalente, Luca Hahn,
besser. Zwar spielte sein junger Konkurrent
gefällig mit, doch in den entscheidenden
Momenten fehlte dem 11jährigen
(verständlicherweise) die Routine. So ging
der Sieg mit 3:1 an den TVL.
Als dann sich dann auch noch das hintere
Paarkreuz schadlos hielt, konnte man ein
wenig durchatmen. Zunächst schaffte Michael
Brunk gegen Dr. Urhahn einen nie gefährdeten
3:0-Erfolg, danach gelang Peter Stephan,
wenngleich glanzlos, ein Erfolg mit
demselben Ergebnis. So lag man zur Halbzeit
mit 6:3 in Front.
"Bestes vorderes Paarkreuz der Liga"
schlägt erneut zu - Schiestel beendet das
Spiel gegen Hahn
Im Duell der beiden Spitzenspieler
schaffte Gregor Oßwald mit seinem Satzgewinn
über Jurcic einen schönen Achtungserfolg,
wobei jedoch erkennbar war, dass der
ehemalige Mannschaftseuropameister jederzeit
noch "eine Schippe drauflegen" konnte. Die
Niederlage fiel dabei jedoch nicht
sonderlich ins Gewicht, weil Frank Fuhrmann
einen klaren Sieg über Gard feierte und so
den alten Vorsprung wieder herstellte.
Diesen baute Markus Dreier nun aus. In
einem Spiel, das zwar nach außen hin klar
mit 3:1 endet, in dem man aber lange Zeit
nicht verlässlich hätte vorhersagen können,
wer es denn am Ende gewinnen würde, schaffte
unsere Nummer 3 ihren 13. Saisonsieg und
punktete dabei zum 5. Mal doppelt im Einzel.
In einer für die Zuschauer zwar
unterhaltsamen, von Seiten Schiestels jedoch
äußerst mäßig geführten Partie gegen Luca
Hahn fand das Spiel dann sein Ende. Nachdem
es zwischenzeitlich sogar so ausgesehen
hatte, als ob der B-Schüler einen Sieg über
den in dieser Saison bislang so
erfolgreichen Limbacher würde erringen
können, schaffte es de Nummer 4 der Gäste am
Ende mit einer Energieleistung doch noch,
einen 1:2-Satzrückstand in einen Sieg zu
drehen.
Damit hatte sich der TVL buchstäblich ins
Ziel geschleppt, war man doch reichlich
angeschlagen ins Spiel gegangen (3 Spieler
mit grippalem Infekt). Doch es wurde
gekämpft, und mit dieser Mentalität hat man
nun erreicht, was nach drei Spieltagen ins
Reich der Fabel verwiesen worden wäre: Man
steht auf einem Aufstiegsplatz, und das mit
3 Punkten Vorsprung auf den Dritten.
Kleine Anekdote am Rande: Beim Umtrunk in
der "Klosterschänke" nach dem Spiel wurde
Gregor Oßwald und Frank Fuhrmann eine
Kompliment von höchster Stelle aus zuteil:
Damir Jurcic (so gab es Frank Fuhrmann an
die Umsitzenden wieder) habe geäußert, er
habe heute gegen das stärkste vordere
Paarkreuz der Liga gespielt. Angesichts der
tatsächlich erspielten Bilanzen löste diese
Aussage auch bei den wohlwollenden Zuhörern
zumindest ein Schmunzeln aus. Nach einigen
penetranten Wiederholungen des Zitats durch
die Gelobten relativierte Jurcic seine
Aussage dahingehend, er könne lediglich nicht
verstehen, weswegen die beiden so wenige
Spiel gewonnen hätten.
Wie dem auch sei, es wurde noch ein
unterhaltsamer Abend und schöner
Vorrundenabschluss, und man darf nun
zunächst entspannt Weihachten feiern und
anschließend mit dem Vorsatz ins neue Jahr
gehen, sich nicht mehr vom zweiten Platz
verdrängen zu lassen.
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