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Die Niederlage gegen den TTC Lautzkirchen
hatte in ihrer Deutlichkeit zwar für
Ernüchterung gesorgt, allerdings war unsere
Mannschaft fest gewillt, bereits gegen den
ATSV unter Beweis zu stellen, dass man nicht
durch Zufall in diese Klasse aufgestiegen
war. Die Hoffnungen auf ein positives
Ergebnis erlitten jedoch gleich zu Beginn
einen Dämpfer, als klar wurde, dass der ATSV
mit seinen drei stärksten Spielern, also
auch Wolfgang Emmerich im mittleren
Paarkreuz, antreten würde. Unter diesen
Umständen konnte die Stimmung vor
Spielbeginn bestenfalls als verhalten
optimistisch bezeichnet werden - und niemand
hätte geglaubt, dass man knapp dreieinhalb
Stunden später bei einem Endstand von 8:8
einem Punkt nachtrauern würde... Erneut
Rückstand nach den Doppeln -
Schiestel/Stephan überzeugen erneut
Wie schon gegen Lautzkirchen wurde klar,
dass in den Doppeln noch Steigerungsbedarf
besteht. Allerdings muss angemerkt werden,
dass unser Doppel 2 mit Uli Klicker und
Markus Dreier erneut eine Paarung als Gegner
vorgesetzt bekamen, die ihnen nicht wirklich
behagen konnte, denn Wolfgang Scholer,
ohnehin schon ein guter Doppelspieler,
versteht sich blind auf das Spiel gegen
Abwehr, und zeigte dies mit seinem Partner
Thorsten Becker nach Startschwierigkeiten
auch deutlich. Dass es diese jedoch gab,
unterstreicht, dass Klicker/Dreier zumindest
in den ersten beiden Sätzen mithalten
konnten, ehe der Faden riss. Souverän war
dagegen der Auftritt von Peter Schiestel und
Peter Stephan, die sich nach den ersten
beiden Partien als gute Lösung auf Doppel 1
entpuppt haben. Trotz zwischenzeitlicher
Unsicherheiten war der 3:1-Erfolg über
Breyer/Becker nie wirklich in Gefahr. Dies
galt leider auch für den Sieg des dritten
ATSV-Doppels, Emmerich/Müller, das gegen
Jürgen Becker und Frank Fuhrmann keinen Satz
abgab, wobei letzterer noch sichtlich mit
seiner neuen Brille und ebenso neuen Belägen
zu kämpfen hatte. So lag man zwar erneut
zurück, hatte aber zumindest einen 0:3-Start
vermieden.
Uli Klicker überzeugt gegen Breyer -
Fuhrmann mit "big point" gegen Emmerich
In der ersten Einzelrunde wurden die
Weichen für den weiteren Spielverlauf
gestellt, und unsere Mannschaft war fest
gewillt, nicht nochmals so früh ins
Hintertreffen zu geraten. Wolfgang Scholer
ließ Markus Dreier in drei Sätzen überhaupt
keine Chance, wobei auch angemerkt werden
muss, dass dieser zu keiner Zeit sein
Leistungsvermögen entfalten konnte. Dagegen
sorgte Uli Klicker gegen den für ihn
unangenehmen Abwehrspieler "Beppo" Breyer
für einen wichtigen Erfolg. Dabei behielt
Klicker auch im kritischen 4. Satz bei einem
1:2-Satzrückstand die Nerven, und zeigte
dann im Entscheidungssatz eine tolle
Vorstellung, die abermals unterstrich, wie
wichtig er für die 3. Mannschaft ist.
Frank Fuhrmann wurden, auch wegen seiner
Startschwierigkeiten im Doppel, gegen den
ehemaligen Bundesligaakteur Wolfgang
Emmerich im Vorfeld nicht gerade die besten
Chancen eingeräumt. Und der erste Satz, der
klar an Emmerich ging, sollte diese These
zunächst bestätigen. Doch dann stellte sich
Fuhrmann taktisch klug um, zwang Emmerich
immer mehr sein Spiel auf, und schaffte es
nach fünf hart umkämpften Sätzen
tatsächlich, den Sieg davon zu tragen, was
im Limbacher Lager großen Jubel auslöste,
hatte man doch mit diesem Punkt wirklich
nicht gerechnet. Sehr wohl war jedoch der
Sieg Schiestels gegen Thorsten Becker
eingeplant, und diesem Auftrag kam der nicht
sonderlich gut in die Saison gestartete
Mannschaftsführer mit seinem ersten
Saisonsieg in drei Sätzen auch nach.
Im hinteren Paarkreuz hieß es nun
nachzulegen. Jürgen Becker trat zunächst
gegen seinen Namensvettern Hans-Werner an,
und es entwickelte sich eine hoch spannende
Partie, die in den Sätzen zwei und drei
entschieden wurde, die beide erst in der
Verlängerung endeten. in beiden Fällen hatte
"unser" Becker das bessere Ende für sich,
zeigte enorme Nervenstärke und verblüffte
erneut seine Mannschaftskameraden, wie gut
man mit so wenig (bzw. gar keinem) Training
spielen kann. Peter Stephan musste gegen den
noch bei den Schülern spielberechtigten
Marco Müller antreten, der sein
Saarlandliga-Debüt feierte. Dieser zeigte
zwar gute Ansätze, konnte jedoch unseren
Routinier verständlicherweise nicht in
Bedrängnis bringen, und so stand nach drei
klaren Sätzen der Sieg für den TVL fest.
Damit gab es einen Zwischenstand von 6:3 zu
verzeichnen, womit vor Spielbeginn wohl
keiner gerechnet hätte.
TVL verpasst den Sieg in Hälfte zwei -
nur Fuhrmann und Becker siegen
Nun hatte unsere Mannschaft Blut geleckt
und wollte mit allen Mitteln die noch drei
notwendigen Siege einfahren, um zwei Punkte
aus Saarbrücken zu entführen. Die erste
Chance hierzu verpasste Uli Klicker in der
Neuauflage des Oberligaduells vom letzten
Sonntag gegen Wolfgang Scholer
erwartungsgemäß, da dieser einfach viel zu
clever agierte und unseren
Abwehrspezialisten mit seinen abgeknickten
Topspins immer wieder im letzten Moment in
die falsche Ecke schickte. Im letzten Spiel
des vorderen Paarkreuzes hatte sich unsere
Mannschaft dafür durchaus etwas
ausgerechnet, traute man Markus Dreier gegen
Breyer doch durchaus zu, mit geduldigem und
sicherem Spiel den Routinier in Bedrängnis
bringen zu können. Dass dies nicht gelang,
lag erneut an der auffällig hohen
Fehlerquote unseres "Wurfexperten", der an
diesem Abend einfach nicht seinen besten Tag
erwischt hatte.
Peter Schiestel dagegen ging in das Duell
mit Wolfgang Emmerich als krasser
Außenseiter, zeigte dann jedoch, dass er
trotz Trainingsmangels bei konzentriertem
Spiel durchaus in der Lage ist, mit der
Klasse der Gegner zu wachsen. Nachdem der
Limbacher den 3. Satz in der Verlängerung
mit 14:12 für sich entschieden und dabei
mehrere Satzbälle abgewehrt hatte, durfte
man zumindest auf eine Vorentscheidung
hoffen. Doch Emmerich spielte in Folge seine
ganze Routine aus, wobei ihm die Tatsache
zugute kam, dass sein Kontrahent in den
letzten beiden Sätzen nicht mehr die
Konstanz zeigen konnte, die ihn zuvor stark
gemacht hatte. So ging das Spiel am Ende
nach fünf Sätzen doch noch an den ATSV.
Besser machte es Frank Fuhrmann, der gegen
Becker genauso wenig Probleme hatte wie
Schiestel zuvor und der im 3. Satz erst dann
in Bedrängnis geriet, als seine
Aufmerksamkeit zu stark von der spannenden
Partie am Nebentisch gefesselt wurde.
Dennoch siegte er im 3. Satz mit 12:10.
Im hinteren Paarkreuz hatte es unsere
Mannschaft somit in der Hand, den Sieg
perfekt zu machen. Dafür waren allerdings
zwei Siege vonnöten. Peter Stephan ging in
das Spiel gegen Hans-Werner Becker leicht
favorisiert, und lange sah alles danach aus,
als ob er dieser Rolle gerecht würde.
Zweimal ging er nach Sätzen in Führung, doch
beide Male glich Becker aus. Im 5. Satz war
dann die Sicherheit aus dem Spiel unserer
Nummer 5 gewichen, seine gefährlichen
Linkshänder-Topspins fanden kaum noch ihr
Ziel, und so konnte Becker die Scharte
seiner ersten Niederlage doch noch
auswetzen. Zwar hatte Jürgen Becker am
Nebentisch einen recht ungefährdeten
3:1-Erfolg über Müller errungen, dennoch war
die Stimmung zunächst etwas gedrückt; denn
zwar hatte man noch die Chance auf einen
Sieg im Schlussdoppel, sah diese aber
angesichts der gegnerischen Paarung mit
Beteiligung Wolfgang Scholers als eher
gering an.
Und zu Beginn sollte sich der Pessimismus
bestätigen. Im 1. Satz vergaben
Schiestel/Stephan leichtfertig ihre Chancen
zum Sieg gegen zu diesem Zeitpunkt ebenfalls
noch nicht überzeugenden Scholer/T. Becker.
Im 2. Satz folgte dann eine deutliche
Abfuhr, die allerdings weniger
demotivierende Wirkung als vielmehr eine
Trotzreaktion hervorrief. Besonders in den
nächsten beiden Sätzen entwickelte sich eine
hochklassige Partie mit vielen langen
Ballwechseln und
Topspin-Gegentopspin-Staffetten, in der die
mittlerweile zahlreichen Zuschauer einen
würdigen Abschluss einer spannenden Partie
erlebten. Unter großem Limbacher Jubel
gewannen Schiestel und Stephan diese beiden
Sätze, und plötzlich war der Sieg doch
wieder möglich. Doch im Entscheidungssatz
verließ nicht nur das Glück die beiden
Limbacher, sondern auch ein wenig die
Sicherheit und die letzte Präzision, die sie
in den Sätzen zuvor ausgezeichnet hatte. So
konnte sich die Paarung des ATSV letztlich
doch noch durchsetzen, und auch die
Gewissheit, ein gutes Spiel abgeliefert zu
haben, konnte in den ersten Momenten
natürlich keinen der Akteure wirklich
trösten.
Unterm Strich bleibt ein Punktgewinn, der
bei pessimistischer Sichtweise auch als ein
Verlust ausgelegt werden kann. Nichts desto
trotz sollte unsere Mannschaft das Positive
aus der Partie mitnehmen. Die aufsteigende
Form einiger Spieler stimmt hoffnungsfroh,
und wenn die nächsten Aufgaben mit dem
gleichen Kampfgeist angegangen werden und
man sich endgültig in der Liga eingelebt
hat, scheint die Hoffnung auf den
Klassenverbleib zumindest nicht völlig
unbegründet.
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