|
Man wusste vor dem Spiel nicht so recht, wie
man seine Chancen gegen Schwarzenholz
einschätzen sollten. Zwar hatten die
Westsaarkreisler in der letzten Saison den
3. Platz erreicht, konnten dann aber mit
Anbeginn dieser Spielzeit nicht mehr auf
ihren Spitzenspieler Christian Hinke
zurückgreifen. Ergo war das Team zwar
schwächer geworden, doch stellte sich
dennoch die Frage, ob es unserer Mannschaft
gelingen sollte, Zählbares gegen
Schwarzenholz mitzunehmen; steckte doch der
wenig inspirierte Auftritt gegen
Saarlouis-Roden noch in den Köpfen unserer
Mannschaft. Eine Hiobsbotschaft erreichte
uns in den Tagen vor dem Spiel: Unsere
etatmäßige Nummer 4, Frank Fuhrmann, musste
wegen einer Schulterverletzung passen.
Glücklicherweise erklärte sich Christian
Jungfleisch bereit, in unserer Mannschaft
auszuhelfen, wenngleich er sich momentan
wegen dem Verbot seines alten Langnoppenbelags in
einer ausführlichen Material-Testphase
befindet. Das Doppelleiden hält an:
Erneut nur ein Sieg und Niederlage im 5.
Satz
Das erste Ziel des Spiels war, die
bislang miserable Doppelbilanz
aufzufrischen. Doch sollte dies erneut nicht
gelingen. Obwohl man die Doppel
(gezwungenermaßen) umgestellt hatte und nun
mit Uli Klicker die Nummer 1 im 3er-Doppel,
gemeinsam mit Jürgen Becker, aufbot, gelang
es wieder nicht, zu Beginn einmal doppelt zu
punkten. Klicker und Becker lieferten
keineswegs eine schlechte Partie, zeigten
sogar tolle Moral, als sie nach einem 1:5 im
Entscheidungssatz auf 10:10 herankamen. Doch
wieder ging der Sieg am Ende an die Gegner,
diesmal Welsch, T./Rupp. Erwartungsgemäß
hatten Christian Jungfleisch und Markus
Dreier gegen die Spitzenpaarung
Jungmann/Becker wenig auszurichten und
unterlagen klar. Glücklicherweise zeigten
sich wenigstens Peter Schiestel und Peter
Stephan weiterhin konstant: Im 4.
Eingangsdoppel der Saison feierten die
beiden ihren 4. Sieg, wenngleich dieser in
fünf Sätzen hart erkämpft werden musste und
die Gegner Welsch, J./Schumacher
ausgezeichnet dagegen hielten.
TVL zieht in Durchgang 1 davon -
Dreier mit erstem Saisonsieg
Was nach dem erneut schlechten Start
niemand für möglich gehalten hatte, trat
ein: Unsere Mannschaft ging in Führung - und
das sogar deutlich. Zunächst siegte Uli
Klicker klar gegen Becker, während Christian
Jungfleisch nach gutem Spiel zwar den 1.
Satz gegen Jungmann gewinnen konnte, danach
aber mehr und mehr die Kontrolle verlor, da
sein Gegner sich clever umstellte und immer
weniger Fehler auf das Materialspiel unserer
Nummer 2 machte. Schiestel gelang danach in
seinem auf Wunsch der Schwarzenholzer
vorgezogenem zweiten Spiel ein
Fünfsatz-Erfolg über Thorsten Welsch, bei
dem Schiestel gerade in den ersten drei
Sätzen etliche Probleme mit dem Schnittspiel
seines Gegners, aber auch sich selbst hatte,
da die Fehlerquote in der Offensive schlicht
zu hoch war. Ab dem 4. Durchgang
kontrollierte der Limbacher aber das Spiel
und gewann den Entscheidungssatz deutlich.
Parallel dazu feierte Peter Stephan einen
Erfolg über Rupp, bei dem er nur den ersten
Satz unglücklich abgeben musste. Die
restlichen Sätze endeten deutlich zugunsten
unseres Linkshänders. Als dann auch noch
Markus Dreier in seinem ersten Einzel nach
tollem Kampf gegen Thorsten Welsch mit 3:2
gewinnen konnte, dämmerte es unserer
Mannschaft erstmals, dass hier eventuell
vielleicht sogar ein Sieg möglich sein
könnte. Dreier zeigte eine tolle Moral und
ließ sich auch beim Stande von 1:2 Sätzen
und einem Rückstand im 4. Durchgang nicht
entmutigen, sondern kämpfte um seine Chance
und wurde am Ende belohnt.
Jürgen Becker zeigte im Anschluss seine
ganze Klasse gegen den nicht einfach zu
spielenden Schumacher. Nach drei knappen
Sätzen hatte der Limbacher Routinier seinen
dritten Saisonsieg verbucht und seine
Mannschaft mit 5:3 in Führung gebracht.
Den Sack nicht zugemacht: nur noch ein
Sieg in zweitem Durchgang sorgt erneut für
ein Unentschieden
Im zweiten Einzel zeigte Uli Klicker eine
sehr souveräne Leistung gegen Thomas
Jungmann, der bis dahin erst eine einzige
Saisonniederlage aufzuweisen hatte. Doch
gegen das schnittreiche Abwehrspiel unserer
Nummer 1 fand der junge Schwarzenholzer nie
ein Mittel und unterlag auch in dieser Höhe
verdient mit 0:3 Sätzen. Das vorgezogene
zweite Spiel Welschs gegen Schiestel
mitgerechnet, führte man nun mit 7:3.
Parallel kämpften nun Christian Jungfleisch
gegen Becker und Schiestel gegen Jörn Welsch
darum, dem Gesamtsieg wieder ein Stück näher
zu rücken. Während Jungfleisch gegen
Becker mit 0:3 gratulieren musste,
entwickelte sich zwischen Schiestel und
Welsch ein spannendes Match, in dem die
Führungen mehrfach wechselten. Schiestel
gelang es trotz etlicher Glücks- und drei
Satzbällen nicht, den 1. Satz zu gewinnen,
glich den Rückstand jedoch genauso aus wie
den nach dem 3. Satz. Im 5. Satz sah der
Limbacher dann schon wie der Sieger aus,
führte mit 6:2, ehe der Ball kaputt ging und
ausgetauscht werden musste. Warum auch
immer, nach dieser Unterbrechung sah
Schiestel kein Land mehr, Welsch holte Stück
für Stück auf und siegte am Ende noch mit
11:8. Eine Niederlage, die, so sollte sich
später herausstellen, noch sehr schmerzen
sollte.
Denn auch Markus Dreier musste sich in
seinem Spiel gegen Jörn Welsch geschlagen
geben. Zwar verlor er den ersten Satz nur
knapp, besaß danach aber keine realistische
Siegchance mehr, auch, weil Welsch eine sehr
gute Leistung zeigte und die geworfenen
Bälle Dreiers immer wieder humorlos mit
seiner Rückhand wegschoss.
Im hinteren Paarkreuz hatte man es
dennoch in der Hand, für einen Sieg zu
sorgen. Peter Stephan jedoch fand gegen
Schumacher zu keinem Zeitpunkt ins Spiel,
war sichtlich verunsichert und musste sich
am Ende deutlich mit 0:3 geschlagen geben.
Am Nebentisch sah es lange Zeit so aus, als
ob Becker gegen Rupp ähnlich klar gewinnen
würde. Doch nach 2:0-Satzführung glich Rupp
noch zum 2:2 aus, und sofort wurden alle auf
Limbacher Seiten an das ATSV- und das
Saarlouis-Roden-Spiel erinnert, wo man
ebenfalls beste Chancen ungenutzt ließ und
dafür bitter bestraft wurde.
Doch Jürgen Becker warf im 5. Satz seine
ganze Routine in die Waagschale und zeigte
phasenweise ausgezeichnetes Tischtennis.
Verdient sorgte er für den 8. Punktgewinn
unserer Mannschaft, der damit zumindest ein
Punkt nicht mehr zu nehmen war. Doch
selbstredend wollte man nun im Schlussdoppel
mehr. Und der 1. Satz konnte da auch gleich
gewonnen werden, was die Zuschauer des TVL
hoffen ließ. Doch danach drehten
Jungmann/Becker auf; Schiestel und Stehan
ließen sich beide immer mehr zurückdrängen
und agierten passiv; zudem machte sich nun
mehr und mehr die Klasse Thomas Jungmanns
bemerkbar, besonders im Rückschlagspiel, wo
die Limbacher Paarung Schwächen aufwies. So
musste man sich trotz großer Gegenwehr am
Ende noch mit 1:3 geschlagen geben.
Wieder hatte man die sich bietenden
Chancen nicht genutzt, wieder war man
bestraft worden. Gerne hätte unsere
Mannschaft an diesem Wochenende den
ersehnten ersten Sieg gefeiert, doch in den
entscheidenden Momenten fehlte erneut ein
Quäntchen. Nun bleibt, das Positive aus
einer durchaus gelungenen Leistung
mitzunehmen und in den restlichen Spielen
der Vorrunde die dringend benötigten Punkt
einzufahren.
|