TV 06 Limbach 3 - TTV Rimlingen-Bachem   5:9

Guter Auftritt gegen Oberliga-Absteiger - tolle Moral nach 1:6-Rückstand

 
 
 

 

TTG Marpingen-Alsweiler – TV 06 Limbach 3   4:9

Geglückter, aber holpriger Saisonauftakt gegen Marpinger „Jugendstil“

 

Die 3. Mannschaft ist erfolgreich in die neue Spielzeit gestartet. Dank eines Auswärtssiegs in Marpingen-Alsweiler sicherte man sich zumindest für einen Spieltag die Tabellenführung, gemeinsam mit dem TTC Illingen 2. Allerdings konnte der Sieg nicht verdecken, dass noch einiger „Sand im Getriebe“ vorhanden war – traten die Gastgeber doch ohne ihre Spitzenspieloer Sokolov und Jurcic an. Dass gegen ein Team, in dem zwei Drittel der Spieler noch im Schülerbereich spielen dürfen, kein wirklich klarer Sieg gelang, spiegelt zum einen das bedeutende Steigerungspotential unserer Mannschaft wider, zum anderen aber auch die guten Anlagen und Leistungen, die der Marpinger Nachwuchs an diesem Abend an der Platte zeigte.

Gleich zu Beginn hieß es, eine 3:0-Doppelführung herauszuspielen, da die Marpinger ihre beiden ersten Bretter, Merkel und Hoffmann, getrennt spielen ließen. Diese Maßgabe sollte auch erfüllt werden, jedoch mit mehr Mühe, als es den Limbachern recht sein konnte. Lediglich Fuhrmann/Schiestel siegten souverän gegen das gegnerische Doppel 1 Merkel/Kurfer. Ruffing/Stephan kämpften sich zu einem 3:1 über Hoffmann/Barth, Brunk/Steitz benötigten im Generationenduell (125 Jahre auf der einen gegen geschätzte 25 auf der anderen) sogar die volle Distanz von 5 Sätzen, um sich hauchdünn mit 11:9 gegen die frech aufspielenden Jahn/Keßler durchzusetzen. Dabei lagen unsere Routiniers sogar zweimal nach Sätzen zurück. Michael Brunk gelang dabei das Kunststück, im ersten Satz nicht einen Vorhandball zu treffen – sonst sein Paradeschlag –, und das bei acht Versuchen. Allerdings war er voll da, als es im 5. Satz um die Entscheidung ging, und punktete durch schöne Topspins.

Fuhrmann war anschließend im ersten Einzel gegen einen starken André Merkel chancenlos, während Michael Brunk es im nach eigener Aussage „10. Anlauf“ nicht schaffte, gegen Peter Hoffmann seinen ersten Sieg einzufahren. Nach ausgeglichenem Spielverlauf unterlag er mit 14:16 im Entscheidungssatz durch einen „tödlichen“ Netzroller. Peter Schiestel begann gegen den aufstrebenden Lukas Kurfer zunächst souverän, leistete sich dann aber Mitte des Spiels eine Schwächeperiode, die der Sohn der etatmäßigen Nummer 2, Damir Jurcic, prompt zu einem Satzgewinn ausnutzte. Danach konnte Schiestel aber den 4. Satz deutlich für sich entscheiden. Ein ganz knappes Spiel entwickelte sich zwischen Ruffing und Jahn. Der Limbacher Routinier ließ sich zunächst von dem A-Schüler, der zu den besten seiner Altersklasse im Saarland zählt, überrumpeln und verlor den ersten Satz. Nach den Satzgewinnen in den beiden Folgesätzen schaffte Jahn nochmals den Ausgleich, verlor das Spiel im Entscheidungssatz dann aber deutlich. Somit hatte man die ersten beiden Einzel gewonnen, fünf Punkte standen auf der Habenseite. Am hinteren Paarkreuz lag es nun an Steitz und Stephan, für eine Vorentscheidung zu sorgen. Beide Routiniers gingen gegen ihre jugendlichen Kontrahenten als klare Favoriten ins Spiel, doch sollte nur einer der beiden dieser Rolle gerecht werden. Stephan tat sich überraschend schwer gegen den unorthodox, aber sehr unangenehm und sicher mit kurzen Noppen auf der Vorhand agierenden Keßler, führte dennoch mit 2:0 Sätzen, verlor dann aber die beiden nächsten in der Verlängerung. Im 5. Satz behielt der junge Marpinger die Nerven und gewann mit 11:6. „Vadder“ Steitz machte es gegen Barth besser und siegte trotz Satzverlust am Ende gegen Barth deutlich. Somit stand eine halbwegs beruhigende 6:3-Führung zur Halbzeit zu Buche.

Im vorderen Paarkreuz konnte dann endlich der erste Saisonsieg eingefahren werden. Fuhrmann gewann nach knappem Spielverlauf mit 3:1 gegen Hoffmann, während Brunk einem erneut glänzend aufgelegten Merkel trotz gutem eigenen Spiel mit 1:3 unterlag. Doch das mittlere Paarkreuz macht im Anschluss den Sack zu. Zunächst musste sich Ruffing gegen Kurfer beweisen, und wie schon im ersten Spiel tat sich der Limbacher schwer. Diesmal geriet er gar mit 1:2 in Rückstand, gewann den 4. Satz in der Verlängerung und konnte dann auch den Entscheidungssatz dank seiner Erfahrung gegen das überzeugende Marpinger Nachwuchstalent für sich entscheiden.

Schiestel begann in seinem zweiten Einzel gegen Jahn zu fahrig und zu wenig konsequent, weswegen Durchgang eins zurecht an den Marpinger ging. In den beiden Folgesätzen war der Limbacher dann konzentrierter und siegte klar. Dabei gab es im 3. Satz noch ein Kuriosum, da Jahn einen Durchgang erwischte, in dem nichts klappen wollte und er bis zum Stand von 0:10 keinen Punkt machte. Im 11. Ballwechsel wollte Schiestel den Aufschlag Jahns dann eigentlich ins Netz retournieren, doch unbeabsichtigt wurde hieraus ein „tödlicher“ Rückhand-Flip, so dass den  Youngster ungewollt die „Höchststrafe“ ereilte. Hierfür rehabilitierte er sich dann jedoch gleich im Anschluss mit einer couragierten Leistung und unterlag nur knapp mit 10:12.

 

Fazit: Der TVL wird sich steigern müssen. Auch wenn das Marpinger Team unbestritten Potential besitzt – gegen andere Mannschaften wird die gezeigte Leistung nicht genügen, um Zählbares mitzunehmen. Bereits am nächsten Samstag steht  mit dem TTC Berus eine schwere Aufgabe ins Haus. Da wird sich zeigen, wo die Mannschaft wirklich steht.