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Die 3. Mannschaft des
TVL ist nach dem geglückten Saisonstart auf
dem Boden der Tatsachen angelangt. In
ersatzgeschwächter Aufstellung musste man
sich einem keineswegs überragenden Gast aus
Berus geschlagen geben. Ohne den
Stammspieler Stefan Ruffing und
„Edelreservist“ Frank Fuhrmann fehlte in
mittlerem und hinterem Paarkreuz das
Quäntchen Qualität, um Zählbares aus der
Partie mitzunehmen. Dass man bei einer
4:9-Niederlage dennoch von einem knappen
Spielverlauf reden kann, ohne dass ein Spiel
im Entscheidungssatz entschieden wurde, mag
komisch anmuten, trifft aber den Kern der
Wahrheit.
Zu Beginn verpasst man
einen durchaus möglichen gelungenen
Doppelstart. Zwar siegten Brunk/Stephan
problemlos über Lang/Bro, aber Schiestel/Becker
nutzten gegen Haas/Münzmay etliche Chancen
nicht, um es dem Doppel 1 nachzutun. So
wurde u.a. eine 9:4-Führung im 1. Satz
verspielt. Gegen Ende des Spiels machte die
individuelle Klasse Haas’ den Unterschied.
Steitz/Seewald als Doppel 3 hatten zunächst
keine Chance gegen die routinierten Schwinn/Jacob,
fanden jedoch immer besser ins Spiel und
verpassten nach dem Gewinn des 4. Satzes nur
knapp den Entscheidungssatz.
Im ersten Einzel des
Spiels hatte Michael Brunk viel Pech gegen
Lang, verlor die ersten beiden Sätze zu 9,
und das auch und gerade wegen etlicher
Netzroller und Kantenbälle des Berusers.
Bezeichnend, dass Brunk in drei der vier
Sätze klar führte und insgesamt eine gute
Partie bot, aber dennoch am Schluss als
Verlierer die Platte verließ. Becker war in
der Partie gegen Haas chancenlos und musste
nach drei Sätzen gratulieren. Startprobleme
hatte danach Schiestel gegen Münzmay, musste
aber nach Verlust des 1. Satzes nur noch
beim knappen 3. Durchgang eine kritische
Phase durchstehen und gewann letztlich
verdient. Peter Stephan bot nach
missglücktem Saisonauftakt in
Marpingen-Alsweiler gegen Schwinn eine gute
Leistung, musste aber am Ende dem noch
sicherer agierenden Routinier zum Sieg
gratulieren. Dieter Steitz sorgte im
Anschluss für einen nie gefährdeten
3:0-Erfolg über Bro, was unser Team wieder
auf 3:5 heranbrachte. Bitter, dass der junge
Yannik Seewald trotz eines sehr guten Spiels
am Ende gegen Jacob als Verlierer den Tisch
verließ. Gegen den Abwehrspieler bot Seewald
ausgezeichnetes Angriffstischtennis mit
vielen langen Ballwechseln, und es fehlte am
Ende nicht viel zu einem Erfolg unserer
Nummer 6. Dennoch stand es nun zur Pause 3:6
aus Sicht des TVL. Allerdings hatte unsere
Mannschaft das letzte Einzel bereits in der
Hinterhand, da Bro gegen Seewald vorgezogen
und mit 0:3 verloren hatte.
Michael Brunk zeigte in
Folge sein bestes Einzel der noch jungen
Saison und brachte Andreas Haas, seines
Zeichens einer der besten Spieler der
Klasse, gehörig ins Schwitzen. Knackpunkt
war der 3. Satz beim Stande von 1:1 Sätzen,
als Brunk einen eigenen Satzball zur Führung
nicht verwerten konnte. So musste unser
Mannschaftsführer erneut gratulieren, konnte
sich aber dennoch an diesem Abend absolut
keinen Vorwurf machen. Jürgen Becker gelang
parallel hierzu ein Sieg gegen Lang, mit dem
zuvor nicht unbedingt hatte gerechnet werden
können. Dabei ließ Becker seinem Gegenüber
keine Siegchance und glänzte mit einem
3:0-Erfolg. Ebenso chancenlos war im
Anschluss Schiestel gegen Schwinn. Zwar
hielt der Limbacher zwei Sätze lang gut mit,
war aber in den entscheidenden Phasen nicht
konstant genug und verlor verdient. Seine
gute Leistung aus dem ersten Einzel konnte
Peter Stephan im letzten Einzel des Tages
leider nicht bestätigen. Trotz etlicher
Chancen gelang es ihm nicht, gegen Münzmay
für den Sieg zu sorgen, der unserem „Vadder“
Steitz zumindest die Chance eröffnet hätte,
unsere Mannschaft ins Schlussdoppel zu
bringen.
Fazit der Partie: Unser
Team musste gegen Berus leidvoll erfahren,
dass wir schon ständig in Bestbesetzung und
guter Form auftreten müssen, um selbst gegen
die Mannschaften aus der unteren
Tabellenhälfte bestehen zu können. Diese
Saison dürfte alles andere als einfach
werden. Einzig: Das wussten wir allerdings
schon vorher.
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