TV 06 Limbach 5 - TTC Berus   4:9

Ersatzgeschwächte Dritte mit unglücklicher Niederlage – Brunk trotz zwei Niederlagen stark

 

Die 3. Mannschaft des TVL ist nach dem geglückten Saisonstart auf dem Boden der Tatsachen angelangt. In ersatzgeschwächter Aufstellung musste man sich einem keineswegs überragenden Gast aus Berus geschlagen geben. Ohne den Stammspieler Stefan Ruffing und „Edelreservist“ Frank Fuhrmann fehlte in mittlerem und hinterem Paarkreuz das Quäntchen Qualität, um Zählbares aus der Partie mitzunehmen. Dass man bei einer 4:9-Niederlage dennoch von einem knappen Spielverlauf reden kann, ohne dass ein Spiel im Entscheidungssatz entschieden wurde, mag komisch anmuten, trifft aber den Kern der Wahrheit.

 

Zu Beginn verpasst man einen durchaus möglichen gelungenen Doppelstart. Zwar siegten Brunk/Stephan problemlos über Lang/Bro, aber Schiestel/Becker nutzten gegen Haas/Münzmay etliche Chancen nicht, um es dem Doppel 1 nachzutun. So wurde u.a. eine 9:4-Führung im 1. Satz verspielt. Gegen Ende des Spiels machte die individuelle Klasse Haas’ den Unterschied. Steitz/Seewald als Doppel 3 hatten zunächst keine Chance gegen die routinierten Schwinn/Jacob, fanden jedoch immer besser ins Spiel und verpassten nach dem Gewinn des 4. Satzes nur knapp den Entscheidungssatz.

 

Im ersten Einzel des Spiels hatte Michael Brunk viel Pech gegen Lang, verlor die ersten beiden Sätze zu 9, und das auch und gerade wegen etlicher Netzroller und Kantenbälle des Berusers. Bezeichnend, dass Brunk in drei der vier Sätze klar führte und insgesamt eine gute Partie bot, aber dennoch am Schluss als Verlierer die Platte verließ. Becker war in der Partie gegen Haas chancenlos und musste nach drei Sätzen gratulieren. Startprobleme hatte danach Schiestel gegen Münzmay, musste aber nach Verlust des 1. Satzes nur noch beim knappen 3. Durchgang eine kritische Phase durchstehen und gewann letztlich verdient. Peter Stephan bot nach missglücktem Saisonauftakt in Marpingen-Alsweiler gegen Schwinn eine gute Leistung, musste aber am Ende dem noch sicherer agierenden Routinier zum Sieg gratulieren. Dieter Steitz sorgte im Anschluss für einen nie gefährdeten 3:0-Erfolg über Bro, was unser Team wieder auf 3:5 heranbrachte. Bitter, dass der junge Yannik Seewald trotz eines sehr guten Spiels am Ende gegen Jacob als Verlierer den Tisch verließ. Gegen den Abwehrspieler bot Seewald ausgezeichnetes Angriffstischtennis mit vielen langen Ballwechseln, und es fehlte am Ende nicht viel zu einem Erfolg unserer Nummer 6. Dennoch stand es nun zur Pause 3:6 aus Sicht des TVL. Allerdings hatte unsere Mannschaft das letzte Einzel bereits in der Hinterhand, da Bro gegen Seewald vorgezogen und mit 0:3 verloren hatte.

 

Michael Brunk zeigte in Folge sein bestes Einzel der noch jungen Saison und brachte Andreas Haas, seines Zeichens einer der besten Spieler der Klasse, gehörig ins Schwitzen. Knackpunkt war der 3. Satz beim Stande von 1:1 Sätzen, als Brunk einen eigenen Satzball zur Führung nicht verwerten konnte. So musste unser Mannschaftsführer erneut gratulieren, konnte sich aber dennoch an diesem Abend absolut keinen Vorwurf machen. Jürgen Becker gelang parallel hierzu ein Sieg gegen Lang, mit dem zuvor nicht unbedingt hatte gerechnet werden können. Dabei ließ Becker seinem Gegenüber keine Siegchance und glänzte mit einem 3:0-Erfolg. Ebenso chancenlos war im Anschluss Schiestel gegen Schwinn. Zwar hielt der Limbacher zwei Sätze lang gut mit, war aber in den entscheidenden Phasen nicht konstant genug und verlor verdient. Seine gute Leistung aus dem ersten Einzel konnte Peter Stephan im letzten Einzel des Tages leider nicht bestätigen. Trotz etlicher Chancen gelang es ihm nicht, gegen Münzmay für den Sieg zu sorgen, der unserem „Vadder“ Steitz zumindest die Chance eröffnet hätte, unsere Mannschaft ins Schlussdoppel zu bringen.

Fazit der Partie: Unser Team musste gegen Berus leidvoll erfahren, dass wir schon ständig in Bestbesetzung und guter Form auftreten müssen, um selbst gegen die Mannschaften aus der unteren Tabellenhälfte bestehen zu können. Diese Saison dürfte alles andere als einfach werden. Einzig: Das wussten wir allerdings schon vorher.