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Am dritten Spieltag ging es für unsere noch
ungeschlagene Fünfte zum Tabellenführer und
Lokalrivalen nach Kirkel. Dass dies ein
schweres Spiel werden würde, war allen
Beteiligten von Anfang an klar, doch
rechnete man sich mit ein wenig Glück
Chancen auf zumindest einen Punkt aus. Doch
genau dieses Glück sollte unseren Jungs am
Ende fehlen. Doch nun der Reihe nach.
Die beiden ersten Limbacher Doppel
präsentierten sich gegenüber dem letzten
Wochenende verändert. Spielten gegen
Lautzkirchen noch Kersten Venn und Wolfgang
Weil sowie Felix Holzhauser und Steffen
Klein zusammen, lauteten die Doppelpaarungen
nun Kersten Venn/Felix Holzhauser und
Wolfgang Weil/Steffen Klein. Erstere bekamen
es mit dem Doppel Kapp/Hoffmann gleich mit
einem echten Brocken zu tun. Guido Kapp mit
langen Noppen auf der Rückhand und Heinz
Hoffmann mit seinem sicheren Schnittspiel
sollten an diesem Tag eine Nummer zu groß
sein für unser jüngstes Doppel. Sie konnten
zwar immer wieder mit tollen Topspins
punkten, agierten allerdings auch oft etwas
zu überhastet und mussten so immer wieder
einem großen Rückstand hinterherlaufen. So
ging die erste Partie mit 3:0 an hie
Hausherren. Im zweiten Doppel wurde es dann
wesentlich spannender. Steffen und Wolfgang
starteten gut in die Partie, gewannen den
ersten Satz und hatten im zweiten Satz
einige Satzbälle zur 2:0-Führung, mussten
diesen Durchgang dann aber doch mit 14:16
abgeben. Nachdem der nächste Satz gewonnen
werden konnte, der vierte jedoch wieder
abgegeben werden musste, ging es in den
alles entscheidenden fünften Durchgang. Hier
lagen unsere Jungs beim Seitenwechsel mit
2:5 zurück, konnten sich dann aber noch
einmal herankämpfen und das Spiel wieder
spannend gestalten. Doch musste man auch
nach dieser Partie dem Gegner gratulieren
und so war unser Doppel 3 schon einem
gewissen Druck ausgesetzt, denn ein
0:3-Rückstand wäre bereits eine schwere
Hypothek für die Einzel. So kam der Partie
von Marco Strauch und Jonas Lehmann gegen
das Kirkeler Doppel Doneyer/Schwitzgebel
große Bedeutung zu. Im ersten Satz fanden
beide Limbacher nicht zu ihrem Spiel, Marco
hatte außerdem mit dem schnittreichen und
schwer berechenbaren Spiel von Leo Doneyer
zu kämpfen, ein Phänomen, das an diesem
Abend unsere beiden Jungs aus dem mittleren
Paarkreuz noch des Öfteren zur Verzweiflung
bringen sollte. Der erste Satz ging also
klar an die Kirkeler. Im zweiten Satz stand
man dann wesentlich besser, Jonas hatte
lediglich etwas mit den Aufschlägen von
Doneyer zu kämpfen, während Marco nun auf
Schwitzgebels Bälle befreit aufspielen
konnte. Nachdem man den zweiten Durchgang
deutlich gewonnen hatte, war klar, dass es
im dritten Satz wieder schwer werden würde
und so kam der Satzverlust nicht unerwartet.
So galt die volle Konzentration dem vierten
Satz, der nun gewonnen werden musste, um
nicht schon frühzeitig einem hohen
Spielrückstand hinterherlaufen zu müssen.
Doch man begann mit einem klassischen
Fehlstart und hatte sich schnell einen hohen
Rückstand eingehandelt. Doch Marco und Jonas
steckten nicht auf und kämpften sich zum 6:6
heran. Selbst als die Kirkeler drei
Matchbälle hatten, war von Resignation
nichts zu spüren. So kamen sie noch einmal
auf 9:10 heran, mussten dann aber wehrlos
mit ansehen, wie Doneyer den dritten
Matchball mit einem Schmetterball
verwandelte. So war der klassische Fehlstart
perfekt und unser erstes Paarkreuz war quasi
zum Siegen verdammt.
Zunächst ließ es sich auch ganz gut an.
Wolfgang gewann den ersten Satz gegen Guido
Kapp genau wie Felix gegen Thorsten Sangs.
Doch Kapp legte in den nächsten drei Sätzen
eine Schippe drauf und gewann das Spiel mit
3:1. Felix spielte immer wieder toll auf und
konnte mit vielen guten drallreichen
Topspins überzeugen, musste aber nach dem
Verlust des zweiten und dem Gewinn des
dritten Satzes den vierten wieder abgeben.
Im fünften Satz fand er jedoch nicht zu
seinem Spiel und musste diesen Durchgang
deutlich abgeben.
So musste nun unser in dieser Saison noch
ungeschlagenes mittleres Paarkreuz seinen
Wert unter Beweis stellen. Jonas begann
gegen Doneyer konzentriert und agierte
sowohl im Angriff als auch im Passivspiel
sicher, so dass er den ersten Durchgang mit
11:9 gewinnen konnte. Doch dann kam der
totale Bruch im Spiel. Ab dem zweiten Satz
kam Jonas überhaupt nicht mehr zurecht mit
dem schnittreichen Spiel seines Gegners und
musste die Sätze zwei, drei und vier
deutlich abgeben und verlor das Spiel
verdient mit 1:3. Marco machte seine Sache
am Nebentisch gegen Heinz Hoffmann besser
und nebenbei auch wieder seinem Ruf als
Fünfsatzspezialist alle Ehre. Denn nach
einer 2:1-Satzführung ließ es sich unser
Mannschaftsführer nicht nehmen, allen
Beteiligten den Entscheidungssatz zu gönnen,
den er nach der Vergabe mehrer Matchbälle in
der Verlängerung mit 12:10 gewinnen können.
So war der erste Punktgewinn perfekt und es
stand 1:6.
Nachdem dann unser hinteres Paarkreuz mit
zwei Punkten überzeugen konnte - denn sowohl
Steffen, der dank einer guten
Angriffsleistung gegen Peter Neuschwander
gewann, als auch Kersten nach gutem
Offensivspiel und einem 3:1-Sieg gegen Klaus
Schwitzgebel, brachten dem TVL einen
weiteren Punkt ein - keimte noch einmal
Hoffnung bei unserer Fünften auf.
So ging man doch
noch einigermaßen zuversichtlich in die
zweiten Einzel. Felix zeigte dann auch eine
tolle Leistung gegen Guido Kapp und zwang
seinen Gegner in den fünften Satz, den er
allerdings knapp mit 8:11 verlor. Dass er
dem erfahrenen Kapp, der mit seinen langen
Noppen immer wieder für unberechenbare und
nur schwer kontrollierbare Schnittbälle
sorgte, dabei in der Satzpause Sätze wie
„Der trifft mir eindeutig zu viel“ abrang,
zeugt wohl besser als jede Beschreibung von
seiner spielerischen Leistung. Doch wie so
oft an diesem Abend fehlte eben auch Felix
das kleine Quäntchen zum Sieg. Wolfgang
versuchte dann in seiner zweiten Partie über
die Abwehr den Weg zum Sieg, fand diesen
aber nicht und musste dieses Spiel recht
deutlich mit 0:3 abgeben.
So stand es 3:8
und man hätte nun fünf Spiele in Folge
gewinnen müssen, um den Hausherren noch
einen Punkt abzuringen. Dass dies angesichts
des bisherigen Spielverlaufs zwar sehr
schwer werden würde, war allen klar. Doch es
war kein Ding der Unmöglichkeit und so ging
unser mittleres Paarkreuz, das an einem
guten Tag sowohl in Person von Marco als
auch von Jonas so manchen scheinbar
aussichtslosen Rückstand aufholen kann, noch
einmal voller Siegeswille und Motivation an
die Platte. Doch Marco hatte mit dem Spiel
von Leo Doneyer wie schon im Doppel und auch
Jonas zuvor erhebliche Probleme, konnte das
Spiel aber in den ersten beiden Durchgängen
noch offen gestalten. Doch danach kam es
auch bei ihm zu einem Bruch im Spiel und er
musste den dritten und vierten Satz deutlich
abgeben, womit seine 1:3-Niederlage und
damit die 3:9-Niederlage unsrer Fünften beim
Tabellenführer besiegelt war.
Dies bedeutete die
erste Niederlage für unsere junge
Mannschaft, die angesichts der Spielstärke
der Kirkeler sicherlich verschmerzt werden
kann. Denn unsere Jungs müssen sich keinen
Vorwurf machen lassen, frühzeitig
aufgesteckt zu haben. Man kämpfte bis zum
Schluss, gab auch nach einem 0:6-Rückstand
nicht auf und behielt immer die Hoffnung,
vielleicht doch noch einen Punkt nach
Limbach zu entführen. Dass dies am Ende
nicht gelang, lag auch ein wenig am
fehlenden Glück, denn wenn man drei von vier
Fünfsatzspielen verliert, kann sich jeder
ausrechnen, dass dieses Spiel auch knapper
hätte enden können. Gut, dass wenigstens
unser „Mister-Fünf-Satz“ wieder seine
Nervenstärke unter Beweis stellen konnte…
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