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Das Finale des 3. Top20-Turniers des TVL
war also eine Neuauflage des
Gruppenspiels zwischen Felix Bindhammer
und Andreas Gehm. Dass dieses knapp im
5. Satz geendet hatte, machte natürlich
Hoffnung auf eine ebenso spannende
Partie im Finale. Und diese Hoffnung
sollte nicht getrogen werden.
Zunächst sah es danach aus, als hätte
sich Bindhammer nach dem Gruppenspiel
ein wikrkungsvolles Konzept gegen den
Abwehrstrategen zurecht gelegt. Klar
dominierte der 23jährige den 1. Satz und
siegte verdient. Doch im 2. Satz trat
dann das ein, was Halbfinalist Christian
Schleppi als Zuschauer anerkennend
bemerkte: "Gehm ist ein sehr
intelligenter Spieler. Immer, wenn du
denkst, du hättest dir nun drei, vier
Bälle zurecht gelegt, mit denen du
gewinnst, macht er plötzlich etwas ganz
anderes, und du kannst von vorne
anfangen." Dieses Lob bestätigte Gehm
eindrucksvoll, denn im 2. Satz war
plötzlich er tonangebend. Umgekehrtes
Bild wieder im 3. Satz: Bindhammer
unterliefen weniger Topspinfehler, zudem
punktete er das ein oder andere Mal auch
direkt mit seinem Aufschlag. Im 4. Satz
schien das Spiel fast schon entschieden,
Bindhammer hatte beim Stand von 10:9
Matchball. Doch Gehm nahm eine Auszeit
und konnte zur Begeisterung der
Zuschauer den Satz noch drehen. Wie
schon in der Gruppe musste also der 5.
Satz die Entscheidung bringen. Hier
jedoch stellte der Zweitligaakteur
Bindhammer seine ganze Klasse und
Nervenstärke unter Beweis, marschierte
von Beginn des Satzes an vorneweg, wobei
er auch von einigen leichten Fehlern
Gehms profitierte. Am Ende siegte
Bindhammer mit 11:3 in einem Finale,
dass dieser Bezeichnung auch vollauf
gerecht wurde, und war somit verdienter
Sieger des 3. TVL Top20-Turniers.
 
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