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TVL
Top20 Turnier 2007 - Die A-Qualifikation |
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Das
Achtelfinale |
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Klaus-Dieter
Hahnenberger - Frank Fuhrmann |
11:9,
11:5, 11:4 |
3:0 |
Im
ersten Achtelfinale des Tages trafen
zwei Spieler aufeinander, die schon oft
die Klingen gekreuzt hatten:
Klaus-Dieter Hahnenberger traf als
Erster der Gruppe A auf den
Überraschungszweiten der Gruppe B, Frank
Fuhrmann. Dieser durfte sich durchaus
Chancen auf einen Viertelfinaleinzug
ausrechnen, darf er doch von sich
behaupten, dass er sich auf das Spiel
gegen Material versteht. Doch es sollte
anders kommen: Schon nach drei Sätzen
stand das Weiterkommen des Merchweiler
Spitzenspielers fest. „Er hat keinen
Fehler mit der Vorhand gemacht“,
konstatierte ein Frank Fuhrmann, der
zwar aufgrund des Ausscheidens schon ein
wenig geknickt war, jedoch neidlos die
starke Leistung Hahnenbergers
anerkannte, der erneut unter Beweis
stellte, weshalb er schon so viele
Spieler aus hohen Spielklassen an den
Rande der Verzweiflung gebracht hat.
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Andreas Koch - Tobias
Becker |
11:5,
11:5, 11:3 |
3:0 |
Das
wohl undankbarste Los der ersten
KO-Runde wurde dem Limbacher Tobias
Becker zuteil: Gegen nahezu jeden
anderen Gegner hätte man das Duell als
auf gleicher Augenhöhe bezeichnet, gegen
den mehrfachen Saarlandmeister Andreas
Koch jedoch musste er trotz aller
Fortschritte als krasser Außenseiter
gelten. Und diese Einschätzung sollte
sich im Spielverlauf wieder finden,
wenngleich erwähnt werden sollte, dass
Becker sein Potential während dieses
Spiels nie ausschöpfen konnte, was
jedoch auch zu großen Teilen an Koch
lag, der dies schlicht und einfach nicht
zuließ. Da der Regionalliga-Akteur
keinerlei Probleme mit den für viele
Gegner so gefährlichen Aufschlägen
Beckers hatte, und diesen auch immer
wieder clever in der passiveren Rückhand
festnagelte, war der Sieg für den
Favoriten nur eine Frage der Zeit. „In
diesem Spiel hat man klar die Klasse
eines Andreas Koch gesehen“, musste auch
Jürgen Becker, Tobias’ Vater und selbst
beim TVL in der Landesliga aktiv,
anerkennen. „Er muss noch nicht einmal
viel machen, platziert aber einfach
unglaublich gut.“ Dem war nichts mehr
hinzuzufügen, so dass Andreas Koch nur
noch einen Sieg weit von der Endrunde
entfernt war.
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Markus Ströher - Leo
Stynen |
11:9,
11:6, 9:11, 4:11, 7:11 |
2:3 |
Spannung
versprach das Duell von Markus Ströher
und Leo Stynen, der ein wenig
überraschend in seiner Gruppe nur den
zweiten Platz belegt hatte. Stynen fand
zunächst überhaupt nicht in sein Spiel
und ließ sich von dem in der
Anfangsphase äußerst sicheren Ströher
immer wieder in Rückhand-Rückhand-Duelle
verwickeln, aus denen fast immer der
Höhr-Grenzhausener als Sieger hervor
ging, wenn es der Besseringer nicht
schaffte – was zunächst oft der Fall war
– , mit seiner Vorhand die Rückhand zu
umlaufen und aktiv zu werden. Spätestens
nach dem Verlust der ersten beiden Sätze
war eine Umstellung dringend notwendig,
und diese gelang dem Besseringer, auch,
weil Ströher nun selbst eine höhere
Fehlerquote aufwies und die eigene
Unsicherheit wuchs, wie Stynen besser
ins Spiel kam. Am Ende schaffte es der
Besseringer tatsächlich, die Partie noch
zu drehen, gewann den Entscheidungssatz
mit 11:7 und schaffte erstmals den
Sprung ins Viertelfinale des
Qualifikationsturniers.
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Manfred Jochem -
Thomas Dorst |
9:11,
13:11, 12:10, 11:4 |
3:1 |
Äußerst
interessant versprach die Partie von
Thomas Dorst aus Pirmasens und dem
Routinier Manfred Jochem aus Bous zu
werden. Dorst legte zunächt im ersten
Durchgang los wie die sprichwörtliche
Feuerwehr, griff nahezu jeden Ball an
und drängte den dennoch meist mit gutem
Passivspiel überzeugenden Jochem in die
Defensive. Knapp ging Durchgang eins
somit an den vermeintlichen Außenseiter,
und auch die nächsten Sätze sollten
spannend verlaufen. Im zweiten Satz
spielte Jochem dann zwei der „Bälle des
Tages“: Zunächst traf er mit einem
meterhohen Ballonabwehr-Ball die
Netzkante zu einem unhaltbaren
Netzroller, dann gelang ihm beim
entscheidenden Stand von 11:10 aus
seiner Sicht ein glanzvoller Blockball,
nachdem ihm Dorst mit voller Wucht einen
Topspin-Endschlag in die Vorhand
gespielt hatte, den Jochem dann mit
toller Antizipation und Gefühl locker
diagonal retournierte. Nachdem der
Bouser den 3. Satz ähnlich knapp in der
Verlängerung gewonnen hatte, war das Eis
gebrochen, und er spielte im 4. Satz
zwischenzeitlich eine 7:0-Führung
heraus. Hoch anzurechnen ist Thomas
Dorst, dass er selbst zu diesem
Zeitpunkt nicht aufgab und noch für
einige sehenswerten Bälle sorgte,
wenngleich er den Sieg Jochems nicht
mehr verhindern konnte.
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Frank Dörling -
Claudia Walerowicz |
11:9,
13:15, 11:13, 11:6, 2:11 |
2:3 |
Ein
absolut sehenswertes Spiel entwickelte
sich auch in der einzigen Partie der
KO-Runde mit Damenbeteiligung: Hier
lieferte Claudia Walerowicz Frank
Dörling, der in der Hinserie im vorderen
Paarkreuz der Oberliga positiv gespielt
hatte, einen großen Kampf, und ließ sich
zu Beginn auch nicht vom knapp
verlorenen 1. Satz (9:11) aus dem
Konzept bringen. Beraten von Christoph
Brubach konnte sie dann nervenstark die
nächsten beiden Sätze gewinnen, wobei es
viele tolle, lange Ballwechsel zu
bestaunen gab, bei denen Frank Dörling
mit tollem Halbdistanzspiel immer wieder
bereits verloren geglaubte Bälle der
Saarbrücker Zweitligaspielerin noch
retournierte, und dies oft noch mit sehr
unangenehmem Linkshänder-Seitdrall, so
dass man sich während der Ballwechsel
vor dem sicheren Ende nie gewiss sein
konnte, wer denn den Punkt gewinnen
würde. Dörling erzwang durch einen
klaren Sieg im 4. Satz noch den
Entscheidungssatz, doch im 5. Satz
zeigte sich Walerowicz mental von ihrer
besten Seite und zog bereits früh
unaufhaltsam davon. 11:2 hieß es hier am
Ende, wodurch die Saarbrückerin bei
ihrer zweiten Qualifikationsteilnahme
zum zweiten Mal die letzte KO-Runde
erreichte.
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Johannes Wilhelm -
Patrik Stein |
11:7,
11:5, 11:4 |
3:0 |
Das
Achtelfinale zwischen Johannes Wilhelm
und Patrick Stein durfte mit Spannung
erwartet werden, hatte man doch noch
Wilhelms Achtelfinal-Partie aus dem
Vorjahr noch gut in Erinnerung, als der
Zweibrücker Spitzenspieler den sonst so
gefährlichen Langnoppen-Experten
Hahnenberger nach allen Regeln der Kunst
auseinander nahm. Nun traf er erneut auf
einen solchen Materialspieler, doch
fraglich war, ob es Wilhelm erneut
gelingen sollte, gegen den
Oberligaakteur Stein aus Maxdorf so
überzeugend zu agieren. Bereits nach
kurzer Spieldauer war diese Frage
eindeutig mit „ja“ zu beantworten.
Unglaublich sicher und geschickt agierte
Wilhelm gegen Stein, und dies ohne
wirklich zwingende oder gar feste
Angriffsschläge einzubauen. Nur mit
Gefühl und Platzierungsspiel gelang es
ihm, den Maxdorfer so an die Wand zu
drängen, dass dieser in keinem der drei
Sätze eine reelle Siegchance besaß.
Somit zog Johannes Wilhelm erneut in die
letzte KO-Runde ein, und man durfte
gespannt sein, ob ihm als zweitem
Spieler nach Patrick Philippi das
Husarenstück gelingen sollte, von der
B-Qualifikation bis in die Endrunde
vorzustürmen.
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Thomas Schimek - Nico
Lozar |
11:2,
9:11, 11:5, 8:11, 12:10 |
3:2 |
Höchst
interessant war auch die Konstellation
des Achtelfinals zwischen Thomas Schimek
vom TV 06 Limbach und Nico Lozar vom TTV
Niederlinxweiler. Auf der einen Seite
der Material- und Blockkünstler, der
immer zu wissen scheint, wohin der
Gegner ziehen wird, auf der anderen
Seite der technisch versierte,
bedingungslose Angreifer Lozar, dessen
Lieblingsgegner sich in der Regel nicht
aus Materialspielern rekrutieren. Zudem
sind beides Linkshänder, was der Partie
noch eine besondere Note verlieh. Es
sollte sich ein Spiel auf Messers
Schneide entwickeln. Im ersten Satz
feierte Schimek einen Kantersieg, denn
wie so oft in seinen Spielen brauchte
der Gegner zunächst einmal einen Satz,
um sich auf das unangenehme Spiel des
Limbachers einzustellen. Der zweite
Durchgang ging knapp an Lozar, wobei das
Spiel mit zunehmendem Spielverlauf immer
besser und die Ballwechsel länger
wurden. Nachdem der dritte Satz an
Schimek und der vierte wieder an Lozar
gegangen war, musste der fünfte die
Entscheidung bringen. Hier gab es
hochklassige Ballwechsel zu bestaunen,
und jeder der beiden Akteure kämpfte
verbissen um jeden Punkt. Letzten Endes
setzte sich Schimek knapp mit 12:10 in
der Verlängerung durch, wobei er sich
kurz zuvor sogar den Luxus geleistet
hatte, einen Aufschlag zu vergeben.
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Oliver Bastian - André
Forsch |
11:7,
10:12, 11:5, 5:11, 4:11 |
2:3 |
Das
letzte Achtelfinale des Turniers
bestritten Oliver Bastian aus Wehrden
als Gruppenerster und André Forsch vom
Regionalligisten Limbach, der in seiner
Gruppe hinter Manfred Jochem nur den
zweiten Platz belegt hatte. Nach eigener
Aussage hatte Forsch gegen Bastian noch
nie gewinnen können, was den scheinbar
ausschlaggebenden Klassenunterschied
wieder nivellierte. Zunächst sah alles
danach aus, als würde Bastians Serie
halten. Mit 2:1 Sätzen ging er in
Führung, wobei Forsch nur den zweiten
Satz hauchdünn mit 14:12 hatte gewinnen
können. Doch in Folge stellte der
Limbacher zum wiederholten Male sein
Kämpferherz unter Beweis. Deutliche
sicherer und aktiver schaffte Forsch
noch die Wende, und siegte in den beiden
letzten Sätzen – gut betreut durch
Mannschaftskamerad Andreas Huber – sogar
deutlich. Somit stand fest, dass Oliver
Bastian seinen Vorjahres-Endrundeneinzug
nicht würde wiederholen können, André
Forsch dagegen durfte hoffen, der
insgesamt vierte Limbacher beim
Endrundenturnier am 29. Dezember zu
werden.
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