|
|
|
TVL
Top20 Turnier 2007 - Die A-Qualifikation |
|
 |
Das
Viertelfinale |
 |
|
|
|
 |
Klaus-Dieter
Hahnenberger - Andreas Koch |
9:11,
8:11, 11:8, 6:11 |
1:3 |
Scheinbar
klare Voraussetzungen herrschten vor dem
entscheidenden Viertelfinale zwischen
Landesligaspieler Klaus-Dieter
Hahnenberger und Regionalligaakteur
Andreas Koch. Doch man durfte bei
genauerem Hinsehen gewarnt sein,
vorschnell eine Prognose abzugeben: Zum
einen hatte sich Koch bereits in der
Gruppe gegen den Bezirksligaspieler
Decker mit langen Noppen nicht leicht
getan und einen Satz abgegeben, zum
anderen hatte sich der mehrfache
Saarlandmeister leicht am Rücken
verletzt, was ihn doch ein wenig
einschränkte. Und schon im ersten Satz
wurde deutlich, dass diese Partie kein
Spaziergang für den Favoriten werden
sollte. Knappe Spielstände waren die
Regel, und am Ende setzte sich Koch mit
11:9 Punkten durch. Im zweiten Satz
schien sich das Blatt zu wenden, denn
lange lag Hahnenberger in Führung. Doch
am Ende zog Koch noch vorbei und sorgte
für die vermeintliche
2:0-Vorentscheidung. Hahnenberger
steckte jedoch nicht auf, wurde immer
sicherer im Passivspiel, und holte sich
tatsächlich den verlorenen zweiten Satz
im dritten Durchgang zurück, so dass
wieder Spannung aufkam. Im vierten Satz
jedoch spielte Koch seine ganze Klasse
aus, wirkte hoch konzentriert und
entschlossen und feierte am Ende einen
11:6-Erfolg, der ihm als erstem
Qualifikanten die Endrundenteilnahme
zusicherte.
|
|
 |
Leo Stynen - Manfred
Jochem |
9:11,
9:11, 9:11 |
0:3 |
In
der Viertelfinalpartie zwischen Leo
Stynen von den TTF Besseringen und
Manfred Jochem vom SV 08/DJK Bous schien
es im Vorfeld nicht leicht, einen
Favoriten auszumachen. Beide Spieler
sind in der Regionalliga im vorderen
Paarkreuz aktiv, und die positive Bilanz
Stynens gegen Jochem wurde dadurch
ausgeglichen, dass der Besseringer nicht
seinen besten Tag zu haben schien und im
Viertelfinale bereits kurz vor dem Aus
stand, Jochem dagegen spielfreudig und
sicher wirkte. So entwickelte sich auch
eine sehr offene Partie, die allerdings
schon nach drei Sätzen beendet war.
Jochem hatte hierbei am Ende zwar nur
insgesamt sechs Punkte mehr erspielt,
aber auch das reicht im Tischtennis zum
Sieg. In den knappen Situationen wirkte
der Altmeister einen Tick sicherer,
platzierte gut, und Stynen gelang es zu
selten, die Rückhand zu umlaufen und mit
der Vorhand zu punkten. So behielt
Jochem in den Rückhand-Rückhand-Duellen
das bessere Ende meist für sich. Nach
seiner knappen Vorjahresniederlage im
letzten KO-Spiel gegen Uwe Oßwald
schaffte Manfred Jochem damit erstmals
die Qualifikation für das
Top20-Endrundenturnier.
|
|
 |
Claudia Walerowicz -
Johannes Wilhelm |
11:4,
11:5, 17:15 |
3:0 |
Johannes
Wilhelms Wunsch vor Beginn der KO-Runde
wurde nicht erfüllt: „Nur nicht gegen
Claudia!“ Doch genau zu diesem Duell kam
es im entscheidenden Spiel um den
Qualifikationsplatz. Wilhelm, der zuvor
sehr souverän in allen seinen Spielen
aufgetreten war, hatte gute Gründe, sich
möglichst einen anderen Gegner zu
wünschen, wusste er doch von vorn
herein, dass sein sicheres
Block-Konterspiel gegen die
Zweitligaspielerin nicht die Wirkung
entfalten würde, wie das bei seinen
männlichen Kontrahenten in der Regel der
Fall ist, da auch Claudia Walerowicz als
ausgezeichnete Block-Konter-Spielerin
bekannt ist. Zudem musste berücksichtigt
werden, dass dem Pfälzer bereits
insgesamt zehn Spiele in den Knochen
steckten, was trotz dessen ökonomischer
Spielweise eine Auswirkung auf den
körperlichen Zustand haben musste. So
entwickelte sich zwar ein für die
Zuschauer äußerst attraktives Spiel mit
fast immer sehr langen Ballwechseln, die
zudem noch im höchsten Tempo vorgetragen
wurden, bei denen aber in den ersten
zwei Sätzen die enorm sichere und zudem
unglaublich bewegliche Claudia
Walerowicz meist das bessere Ende für
sich hatte. Erst im dritten Satz gelang
es Wilhelm zunehmend, über die
Platzierung und Tempowechsel zu Punkten
zu kommen, und prompt wurde es knapp.
Die Verlängerung war eines der
Highlights des Turniers, und es gab nach
etlichen Ballwechseln Szenenapplaus für
die teilweise künstlerischen Einlagen
Wilhelms, der aus der Halbdistanz
scheinbar verlorene Bälle noch auf den
Tisch zurück zauberte. Doch am Ende half
dies auch nichts, und nach Abwehr
einiger Satzbälle setzte sich die
Zweitligaspielerin mit 17:15 durch.
|
|
 |
Thomas Schimek - André
Forsch |
12:10,
11:5, 12:14, 4:11, 1:11 |
2:3 |
Wer
bei den Limbacher Vereinsmeisterschaften
vor Ort war, der hätte sich gehütet,
trotz des Unterschieds von Oberliga zu
Regionalliga einen Favoriten im Duell
zwischen Thomas Schimek und André Forsch
zu küren. Denn da hatte Schimek die
vermeintliche Überraschung geschafft und
die Oberhand behalten. Und zunächst sah
alles danach aus, als sollte sich dieses
Spiel wiederholen. Nach knappem ersten
Satz, der an Schimek ging, fehlte dem
Limbacher Regionalligaspieler die nötige
Sicherheit und Konsequenz in der
Offensive, die man gegen das unangenehme
Material-Blockspiel Schimeks dringend
benötigt. Folgerichtig ging auch
Durchgang zwei an Schimek. Als dieser
dann im dritten Satz Matchball hatte,
hätte wohl niemand auch nur einen
Pfifferling mehr auf André Forsch
gegeben. Doch wieder einmal vollzog sich
die wundersame Wandlung, zu der
18jährige Limbacher in der Lage ist:
Hatte er in den ersten beiden Sätzen
noch reichlich lamentiert, war er
plötzlich nervenstark, als er kurz vor
dem Abgrund stand. Mit 14:12 entschied
er den 3. Satz für sich, was eine Art
Initialzündung für die nächsten beiden
Sätze war. In Folge präsentierte er sein
anderes Gesicht mit seinem wahren
Leistungsvermögen, siegte im 4. Satz
klar und im 5. Durchgang gar mit 11:1.
Somit hatte André Forsch das
zwischenzeitlich nicht mehr für möglich
Gehaltene geschafft und zog als vierter
und letzter Teilnehmer in die Endrunde
ein.
|
|
|
|
|