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Gehm nur als
Gruppenzweiter weiter - Habel wird
Gruppensieger
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Claudia
Walerowciz (ATSV Saarbrücken)
gegen Thomas Schimek (TV 06
Limbach) |
Nein, sie war nicht glücklich mit der
Gruppe, die sie sich selbst zugelost
hatte. Als einziger Dame im
Teilnehmer-feld wurde Claudia Walerowicz
vom Damen-Zweitligisten ATSV Saarbrücken
als Losfee auserkoren. Und sie bescherte
sich eine für sie wahrhaftig unangenehme
Gruppe: Neben den beiden
Materialspielern Andreas Gehm,
Ex-Bundesligaspieler und nun bei de
SpVgg Hochheim, und Thomas Schimek (TV
06 Limbach) loste sie zwei weitere
Limbacher in die Gruppe D: Mirko Habel
und Andreas Huber, beide aus dem
Regionalligateam des TVL, komplettierten
die so getaufte "Limbacher Gruppe", in
der ein Weiterkommen für die einzige
Dame nun schwer werden sollte.
Favorit Gehm zunächst souverän,
Walerowicz hat Überraschung gegen Habel
auf dem Schläger
Im ersten Gruppenspiel zeigte Nachrücker
Thomas Schimek, der an diesem Samstag
seinen 47. Geburtstag feierte, dass er
sich ausgezeichnet auf das Spiel gegen
Abwehr versteht. Dank seines Antitop auf
der Vorhand nahezu schnittunempfindlich
warf er Abwehrball um Abwehrball zurück
auf den Tisch. Sein Pech:
Ex-Bundesligaakteur Andreas Gehm war
noch sicherer als der Limbacher. Gehm
machte fast überhaupt keinen Fehler,
sodass sein 3:0-Sieg die logische
Konsequenz war. Im Anschluss hätte es
beinahe eine faustdicke Überraschung
gegeben: Mirko Habel, beim TV 06 Limbach
im vorderen Paarkreuz der Regionalliga
aktiv, fand gegen Claudia Walerowicz
zunächst überhaupt nicht ins Spiel und
geriet schnell mit 0:2 Sätzen in
Rückstand. Anschließend zog der
Limbacher jedoch noch den Kopf aus der
Schlinge, wenngleich er sich mit seinem
Spiel immer noch sichtlich unzufrieden
zeigte. Claudia Walerowicz fehlte am
Ende nicht viel, um für die Überraschung
zu sorgen, und überzeugte durch ihr
sicheres und druckvolles Block- und
Konterspiel.
In dem ersten der drei vereinsinternen
Duelle der Gruppe konnte sich Andreas
Huber wie schon bei den
Vereinsmeisterschaften klar gegen Thomas
Schimek durchsetzen. Ebenso klar endete
die zweite Partie Gehms gegen
Walerowicz, auch wenn diese entgegen
ihrer eigenen Befürchtungen ("werde
schnell wieder da sein") die Partie
gehörig in die Länge zog und den
Abwehrspieler im 3. Satz sogar in die
Verlängerung zwang. Dort lieferte sie
sich beim Matchball zugunsten Gehms mit
dem Hessen den längsten Ballwechsel des
Tages, der sich ca. eine Minute lang hin
zog. Doch wie viele andere zuvor endete
auch dieser mit einem Punktgewinn Gehms,
so dass das 3:0 perfekt war.
Mirko Habel und Andreas Huber, die schon
im Vorjahr in die gleiche Gruppe gelost
worden waren, ließen nur im knappen 3.
Satz Spannung aufkommen. Den Rest gewann
Habel klar und avancierte damit zum
ersten Verfolger Gehms.
Zwei Fünfsatzspiele zum Ende - Habel
überrascht gegen Gehm und wird
Gruppensieger
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Andreas Gehm
(SpVgg Hochheim) gegen Claudia
Walerowicz |
Thomas Schimek durfte sich danach über
seinen ersten Endrunden-Sieg überhaupt
freuen. Mit Claudia Walerowicz, die
erstaunlich wenig Probleme mit dem
Materialspiel Schimeks hatte, lieferte
sich das Geburtstagskind heiße
Konterduelle, und lange Zeit war es
unmöglich, mit Bestimmtheit
vorauszusagen, wer den Tisch als Sieger
verlassen würde. Letzten Endes gab das
12:10 Schimeks im 3. Satz den Ausschlag,
und er behielt mit 3:1 Sätzen die
Oberhand.
Andreas Gehm erteilte im Anschluss
Andreas Huber eine Lektion und
gestattete dem Limbacher nicht einmal
die Chance auf einen Satzgewinn. Thomas
Schimek musste danach gegen Mirko Habel
ebenso chancenlos gratulieren wie gegen
Huber, so dass nun sicher war, dass es
im letzten Gruppenspiel zum Finale um
den 1. Platz zwischen Habel und Gehm
kommen würde.
Das Duell zwischen Walerowicz und Huber
besaß so nur noch statistischen
Charakter, dennoch boten die beiden
Akteure tolles Tischtennis, und Huber
überraschte von Zeit zu Zeit durch sein
sicheres Ballonabwehr-Spiel, mit dem er
mehr als einmal zum Punktgewinn kam. Im
5. Satz setzte sich der Limbacher
letztlich durch, was seinen zweiten Sieg
bedeutete.
Das mit Spannung erwartete Duell
zwischen Gehm und Habel hielt, was es
versprach. Habel, der sich vor
Spielbeginn noch in Understatements
geübt hatte, zeigte sich am Tisch alles
andere als defensiv und spielte zwei
Sätze lang mit traumwandlerischer
Sicherheit gegen den sonst so
wirkungsvollen Schnittwechsel Gehms, der
auch kaum dazu kam, mehr als einen Ball
abzuwehren, da Habels seine Topspins mit
großer Wucht und sehr platziert spielte.
Danach stellte sich der Taktikfuchs Gehm
um, variierte sein Spiel mehr, und
brachte prompt Unsicherheiten in das
Spiel seines Gegenüber, der nun auch
eine weitaus höhere Fehlerquote aufwies.
Auf diese Art und Weise konnte der
Abwehrstratege die Sätze 3 und 4
gewinnen. Doch im Entscheidungssatz
bewies Habel einen kühlen Kopf und große
mentale Stärke, als er wieder zu seinem
sicheren Spiel zurückfand und am Ende
sehr konzentriert einen 11:3-Erfolg nach
Hause brachte.
Somit wurde Mirko Habel einziger
Gruppensieger, der zuvor nicht
topgesetzt war, Gehm ging - wie schon im
Vorjahr - als für die anderen
Gruppenersten undankbarster
Gruppenzweiter in die KO-Runde.
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