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TVL
Top20 Turnier 2008 - Die A-Qualifikation |
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Achtelfinale |
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Andreas Bieg - Heiko
Schütz |
11:8,
11:9, 9:11, 11:13, 13:11 |
3:2 |
Das
vielleicht spannendste aller
Achtelfinals konnten die Zuschauer an
Tisch 1 verfolgen. Andreas Bieg (TTV
Rimlingen-Bachem, links) musste gegen
den Langnoppenexperten Heiko Schütz (VfB
Theley) antreten, und die meisten
kundigen Beobachter erwarteten, dass
Bieg hierbei Herr im Hause sein sollte -
nicht nur aufgrund seiner
ausgezeichneten Bilanz im vorderen
Paarkreuz der Saarlandliga, sondern
aufgrund seiner Erfahrungen im Spiel
gegen Material - hat er doch mit seinen
Mannschaftskameraden Meiers und Helfen
zwei ausgemachte Experten im eigenen
Verein und versteht sich somit glänzend
auf dieses Spiel. Dass es nach
anfänglicher Führung dennoch einmal ganz
knapp wurde, unterstreicht, wie gut
Schütz in diesem Spiel agierte.
Besonders zu Beginn des 5. Satzes drohte
das Spiel zu kippen, als Schütz nahezu
überhaupt kein Fehler mehr unterlief,
gleich, was Bieg spielte. Am Ende war
dieser jedoch in der Verlängerung des
Entscheidungssatzes der Glücklichere.
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Oliver Bastian - Nils
Meier |
11:8,
11:6, 11:2 |
3:0 |
Hatte
Nils Meier (TTF Besseringen, links) die
Etablierten in seiner Gruppe mit seinem
Spiel noch gehörig ins Schwitzen bringen
können, gelang ihm dies nun in der
KO-Runde nicht mehr. Grund war jedoch
kein Leistungsabfall, sondern schlicht
und ergreifend die Klasse seines
Gegners: Oliver Bastian (TTC Wehrden)
zeigte sich einfach zu clever und zu
unanfällig auf das Langnoppenspiel
Meiers, als dass sich ein enges Spiel
hätte entwickeln können. Bastian wartete
ruhig seine Angriffschance ab, spielte,
wo es nötig war, auch einmal Passivbälle
und verlangsamte das Spieltempo, so dass
er jederzeit Herr der Lage war. Nicht
umsonst weist er in der Saarlandliga im
vorderen Paarkreuz eine der drei besten
Vorrundenbilanzen auf. Mit dieser und
der bereits gezeigten Leistungen in der
Gruppenphase musste man kein Prophet
sein, um dem Spitzenspieler des TTC
Wehrden ausgezeichnete Chancen auf eine
Endrundenqualifikation einzuräumen.
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Eric Laubach - Julian
Beisecker |
11:8,
8:11, 6:11, 12:10, 11:7 |
3:2 |
Nach
Spielende kann man Partien immer
trefflich analysieren, dabei entscheiden
im Tischtennis so oft zwei Punkte über
Sieg und Niederlage, dass es oftmals
schwer fällt, triftige Gründe für
Niederlagen auszumachen. Hätte Julian
Beisecker (TTV Niederlinxweiler, rechts)
beim Stande von 2:1 im 4. Satz in der
Verlängerung gewonnen, hätte er wohl
alles richtig gemacht. Nach Verlust des
ersten Satzes spielte er seinem Naturell
entsprechend konsequent und knallhart
auf Angriff, zeigte sich gewohnt schnell
auf den Beinen und versuchte stets, die
Bälle mit seiner starken Vorhand
anzugreifen. Doch Eric Laubach (TTC
Kerpen-Illingen), Noppenkünstler und
manchmal Mann der "unmöglichen" Schläge,
hat sich seinen Ruf als "Hexer" nicht
umsonst erarbeitet. Er drehte den 4.
Satz und damit die Partie, indem er im
5. Satz sicherer als sein Gegenüber
agierte, bei dem gegen Ende die
Fehlerquote im Angriff ein wenig zunahm.
So siegte Laubach am Ende knapp, aber
nicht unverdient, wenngleich Beisecker
nur ein Tick zum Erfolg gefehlt hatte.
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Nico Lozar - Markus
Dreier |
11:9,
11:6, 11:8 |
3:0 |
Am
Ende der Partie stand für den Limbacher
Markus Dreier (rechts), Halbdistanz- und
Wurfexperte, der Spiele problemlos auch
ohne Topspin beenden kann, die
Erkenntnis, dass gut zu spielen gegen
manche Gegner nicht ausreicht. Dreier
zeigte wie schon zuvor eine ansprechende
Leistung, die aber durch die
spielerische Klasse Nico Lozars (TTV
Niederlinxweiler) relativiert wurde.
Dreier hielt stets gut mit und vermochte
auch zumindest zwei der drei Sätze
ausgeglichen zu gestalten, anders als
bei vielen anderen gelang es ihm jedoch
diesmal aufgrund der Durchschlagskraft
seines Gegners nicht, diesen "totzuwerfen"
und so zu Fehlern zu zwingen. In den
vielen langen Ballwechseln brachte
Dreier so manchen Ball auf den Tisch,
den viele gar nicht mehr erreicht
hätten, doch Lozar spielte die Kugel am
Ende meist einmal mehr auf den Tisch.
Somit siegte der Oberliga-Spitzenspieler
aus Niederlinxweiler verdient und durfte
sich weiterhin Hoffnung auf seine erste
Top20-Endrundenteilnahme machen.
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Leo Stynen - Steffen
Welsch |
11:5,
11:6, 12:10 |
3:0 |
Klar
favorisiert ging der Regionalligaspieler
Leo Stynen (TV 06 Limbach, rechts) in
das Duell mit Steffen Welsch (TTC
Lautzkirchen), der in der Saarlandliga
auf Punktejagd geht. Dennoch war auch
Stynen klar, dass er sein Gegenüber,
gerade auch wegen dessen großen
Kampfgeist, nicht unterschätzen durfte.
In den ersten beiden Sätzen spielte
Stynen dann seine Klasse aus, brachte
sich gewohnt gut mit seinen Aufschlägen
ins Spiel und punktete dann immer wieder
mit seiner starken Rückhand. So gelang
Welsch in den ersten beiden Durchgängen
nicht viel. Dies änderte sich ein wenig
mit Beginn des dritten Satzes, wo der
Lautzkircher immer besser zu seinem
Spiel fand. Allerdings fehlte ihm in den
entscheidenden Momenten ein Tick, um
nochmals Spannung ins Spiel zu bringen.
Er unterlag in der Verlängerung des 3.
Satzes, so dass Stynen, der im
vergangenen Jahr bereits bei der
Endrunde dabei gewesen war, sich
weiterhin berechtigte Hoffnungen auf
eine erneute Teilnahme machen durfte.
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Manfred Jochem -
Matthias Knopf |
4:11,
8:11, 11:9, 5:11 |
1:3 |
Das
vielleicht undankbarste Los aller
Gruppensieger erwischte Manfred Jochem (TTSV
DJK Bous, rechts). Matthias Knopf (TTC
Altenwald) war wohl einiger der ganz
wenigen Gruppenzweiten, gegen die der
"Altmeister" nicht als Favorit ins Spiel
gegangen wäre. So brannte Knopf ein
Offensivfeuerwerk mit Vorhand wie
Rückhand ab, dem sich Jochem durch sein
bravouröses Passivspiel zwar immer eine
zeitlang erwehren konnte, am Ende jedoch
meistens Knopf den Punktgewinn
überlassen musste. So meinte dieser nach
Spielende auch, "er [Jochem] hat
ebenfalls gut gespielt, immer mindestens
zehnmal geblockt - ich habe aber elfmal
gezogen." Dies fasst den Spielverlauf
recht treffend zusammen. Im 3. Satz sah
es kurzzeitig so aus, als könne Jochem
das Ruder nochmals herum reißen, doch im
4. Durchgang schaltete der junge Altenwalder nochmals einen Gang hoch und
besiegelte das Aus des
Qualifikationssiegers von vor zwei
Jahren.
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Oliver Wagner -
Florian Trattnig |
11:4,
11:4, 11:8 |
3:0 |
Auch
wenn es am Ende eine ganz klare
Angelegenheit zugunsten des 2.
Pfalzliga-Spielers Oliver Wagner (TTC
Gersbach, links) war - die Leistung
Florian Trattnigs (VfB Theley) an diesem
Sonntage vor dem Hintergrund dieser
Niederlage zu beurteilen, wäre gänzlich
ungerechtfertigt. Dafür hatte das
erfrischend, wenngleich zeitweise noch
ein wenig ungestüm aufspielende
Nachwuchstalent sowohl in der B- als
auch in der A-Qualifikation viel zu sehr
überzeugt. Sich als Spieler aus der 1.
Kreisklasse in einem Kreis von
gestandenen Oberliga-, Saarlandliga- und
Bezirksligaakteuren zu behaupten,
verdient Anerkennung. Dennoch war
Trattnigs Enttäuschung zu verstehen, als
er nach Spielende konstatierte, dass er
mit dem Noppenblockspiel seines Gegners
"überhaupt nicht zurecht gekommen" sei,
was vollauf der Wahrheit entsprach.
Dafür agierte der erfahrene Oliver
Wagner viel zu clever und zu sicher, als
dass er seinem jungen Gegenüber eine
Siegchance gelassen hätte. Damit stand
der Pfälzer Materialexperte
verdientermaßen im Viertelfinale.
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Patrik Stein - Frank
Fuhrmann |
12:10,
9:11, 9:11, 11:3, 9:11 |
2:3 |
Nur
aufgrund des besseren Satzverhältnisses
hatte sich Frank Fuhrmann (TV 06
Limbach, rechts) den zweiten Platz in
seiner Gruppe gesichert, und nicht viele
trauten ihm nun eine Überraschung gegen
Patrik Stein (ASV Maxdorf, Oberliga) zu.
Doch Fuhrmann zeigte erneut, wie gut er
sich auf das Spiel gegen Noppen
versteht, und deutete zudem an, warum er
vor sieben Jahren in einer starken
Oberliga eine der besten Bilanzen des
hinteren Paarkreuzes erspielt hatte. Wie
zu seinen besten Zeiten schlugen
Vorhand-Rückhand-Stafetten auf der
Tischhälfte seines Gegners ein, der sich
jedoch heftig zur Wehr setzte und stets
dagegen hielt. Folgerichtig musste das
Spiel im Entscheidungssatz enden. Hier
behielt Frank Fuhrmann die Nerven,
zeigte beim Stande von 9:9 und eigenem
Aufschlag zwei gute Angriffsaktionen und
durfte sich über einen schönen, weil
richtig gut heraus gespielten und
unerwarteten Sieg gegen einen
Kontrahenten freuen, der seinerseits
seinen Beitrag zu einer äußerst
spannenden und attraktiven Partie
geleistet hatte.
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