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Dreimal fünf Sätze:
Habel knapp auf Platz 1 - Stynen
überrascht mit Platz 2
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Leo Stynen (TV
06 Limbach) gegen Mirko Habel
(TV 06 Limbach) |
Bei insgesamt fünf Limbacher Starten
(zählt man Rainer Theiß, der
mittlerweile ebenfalls Mitglied des TVL
ist, nicht dazu) war es mathematisch
logisch, dass bei vier Gruppen in
mindestens einer davon mindestens zwei
Limbacher Teilnehmer zusammen gelost
werden mussten. Letztlich wurden es in
Gruppe D gleich drei: Mirko Habel als
Top-Favorit auf den Gruppensieg, Andreas
Huber als auf Position 2 Gesetzter sowie
Leo Stynen, allesamt Mitglieder der
Limbacher Regionalliga-Mannschaft,
durften sich berechtigte Hoffnungen auf
die Viertelfinalteilnahme machen. Dies
galt ebenso für Nico Lozar (TTV
Niederlinxweiler), der auch die
Limbacher schlagen konnte, das war jedem
bewusst. Oliver Wagner (TTC Gersbach)
wurden als Qualifikanten bestenfalls
Außenseiterchancen eingeräumt - dies
galt allerdings auch schon vor der
A-Qualifikation, die er letztlich hatte
gewinnen können.
Mirko Habel nervenstark: Jeweils
Sieger im 5. Satz gegen Stynen und
Wagner
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Oliver Wagner
(TTC Gersbach) gegen Leo Stynen
(TV 06 Limbach) |
Im ersten Spiel zwischen Mirko Habel und
Leo Stynen hatte das Publikum wohl einen
klaren Sieg der Limbacher Nummer 1
erwartet, spielte der 19jährige doch
eine tolle Vorrunde und hatte nochmals
einen großen spielerischen
Entwicklungssprung gemacht. Doch das
Spiel verlief anders als gedacht. Leo
Stynen überraschte den Favoriten im 1.
Satz und siegte klar, wobei er immer
wieder in der Offensive mit seiner
gefährlichen Rückhand punktete. Habel
fing sich in den Folgesätzen und siegte
in den Durchgängen zwei und drei. Doch
Stynen kam zurück und erzwang nach einem
furiosen 11:3 den Entscheidungssatz.
Hier ging es bis zum Schluss hin und
her, ehe Habel am Ende entscheidend
davonziehen konnte und das Spiel doch
noch gewann. Allerdings hatte Stynen
trotz der Niederlage eine erste
Duftmarke gesetzt, wie um zu
demonstrieren, wozu er an diesem Tage
imstande sein würde. Andreas Huber hatte
danach in seinem ersten Einzel gegen das
unangenehme Noppen-Blockspiel von Wagner
keinerlei Probleme und siegte
standesgemäß mit 3:0. In seinem zweiten
Einzel lief Stynen dann gegen Lozar
erneut zu großer Form auf und schaffte
einen besonders in dieser Höhe nicht
erwarteten 3:0-Erfolg über die Nr. 1 aus
Niederlinxweiler, wobei lediglich der 3.
Satz ganz knapp in der Verlängerung
endete. Der zweite Auftritt von Mirko
Habel gegen Wagner schien eine Formsache
für den amtierenden Saarlandmeister im
Mixed zu sein, schließlich lagen
zwischen ihm und seinem Pfälzer
Kontrahenten zwei Spielklassen und ein
Paarkreuz als Unterschied. Doch wieder
einmal bestätigte sich, dass die
Einstufung von Spielern in diesem Sport
nicht immer nach ihrer
Spielklassenzugehörigkeit getroffen
werden kann. Oliver Wagner lief in
dieser Partie zur Höchstform auf und
spielte sein bestes Tischtennis, blockte
die Topspins von Habel reihenweise (und
wer dies schon einmal versucht hat, weiß
um die Schwierigkeit dieses
Unterfangens) und brachte somit den
Favoriten in den 5. Satz und somit ins
Wanken. Allerdings fiel dieser nicht,
sondern demonstrierte im
Entscheidungssatz mentale Stärke und
Klasse und gestattete Wagner von da an
keine Chance mehr. Nichts desto trotz
hatte der Gersweilerer eine tolle Partie
geboten und bereits zu diesem Zeitpunkt
unterstrichen, dass er zurecht in diesem
erlauchten Kreis mitspielte. In Andreas
Hubers zweitem Einzel gab es eine kleine
Überraschung, denn wenn man auch mit
vielem im Spiel gegen Lozar rechnen
konnte, an einen glatten 3:0-Sieg Lozars
dürften nur die Wenigsten geglaubt
haben. Doch Huber kam nicht wirklich mit
dem Spiel des Linkshänders zurecht, fand
kein probates Mittel, die Aufschläge
Lozars so zu retournieren, dass dieser
nicht gleich in gute Angriffspositionen
kam, und unterlag dann in den
entscheidenden Sätzen 1 und 3 jeweils
knapp. Somit durften sich gleich drei
Spieler noch Chancen auf ein
Weiterkommen als Gruppenzweiter
ausrechnen.
Auch Lozar zwingt Habel in den 5.
Satz - Stynen dank bestem Satzverhältnis
auf Platz 2
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Andreas Huber
(TV 06 Limbach) gegen Nico Lozar
(TTV Niederlinxweiler) |
Hatte er bislang mit starkem Spiel gegen
zwei Spitzenspieler überzeugt, so mochte
die folgende Niederlage Leo Stynens
gegen Wagner eine große Überraschung
darstellen. Diese relativierte sich
jedoch, hatte man das Spiel der beiden
verfolgt, und wusste man, dass bei allen
Qualitäten Stynens das Spiel gegen
Material bzw. Abwehr nicht zu dessen
herausragenden Stärken gehört. So
schaffte es Wagner dank seiner
halblangen Noppen auf der Rückhand immer
wieder, den Angriffsrhythmus Stynens zu
stören, der für gewöhnlich seine Gegner
am Tisch mit einer Reihe von schnellen
Topspins zermürben kann. So provozierte
der Gersbacher etliche Fehler Stynens;
hinzu kam, dass wenn der Limbacher
einmal passiv agiert, Wagner selbst mit
ausgezeichneten Vorhand-Schüssen
punktete und somit noch schwerer
auszurechnen war. Ergo ging der
3:1-Erfolg für den Pfälzer in Ordnung,
und Stynen war nun zum Siegen verdammt,
wollte er sich die Chancen auf ein
Weiterkommen aufrecht erhalten. Doch
zunächst war es an Mirko Habel, seinen
ersten Platz gegen Lozar zu festigen.
Und beinahe wäre dieses Unterfangen
schief gegangen, denn Lozar, ehemals
Mannschaftskamerad Habels in
Niederlinxweiler, zeigte wenig Respekt
vor dem 19jährigen und gewann souverän
die Sätze 1 und 2. Im Anschluss zeigte
sich wieder einmal, dass man Habel erst
abschreiben sollte, wenn der letzte Ball
gespielt ist. Wie ausgewechselt drehten
sich nun die Vorzeichen der Partie, und
plötzlich war es Lozar, der dem
Angriffsspiel Habels in den drei
Folgesätzen nichts mehr entgegen zu
setzen hatte und die Partie somit noch
abgeben musste. Damit hatte Habel nun in
drei Spielen dreimal fünf Sätze gespielt
und dabei zweimal zurückgelegen - aber
auch das zeichnet einen Spitzenspieler
aus, sich auch zu behaupten, wenn man
einmal nicht seinen besten Tag erwischt
hat. Die Partie von Stynen gegen Huber
war so etwas wie ein vorgezogenes
Endspiel um Platz 2. Bei einem klaren
Sieg war Stynen der 2. Rang nicht mehr
zu nehmen, bei einem klaren Erfolg
Hubers wäre es auf die Folgespiele von
Lozar gegen Wagner und Huber selbst im
Duell gegen Habel angekommen. Stynen
ging auch in diese Partie nicht als
Favorit, allerdings gab hier erneut die
gute Tagesform des Kleveners den
Ausschlag: Einen Tick frischer trat die
Limbacher Nummer 6 auf, und sein
Mannschaftskamerad Huber hatte trotz
eines Satzgewinns über das ganze Spiel
hinweg betrachtet keine Siegchance. Dank
dieses Erfolgs waren die Plätze zum
Weiterkommen bereits vergeben, da Stynen
den direkten Vergleich gegen Lozar
gewonnen hatte und dieser gegen Wagner
noch höchstens auf das Satzverhältnis
Stynens kommen konnte. So konnte Lozar
in einer guten Partie gegen Wagner, der
erneut alles gab und eine gute Leistung
bot, locker aufspielen und teilweise
sehenswerte Vorhand-Topspins und
Rückhand-Schüsse zur Schau stellen. Die
Partie endete knapp mit 3:1 zugunsten
Lozars. Im letzten Spiel gab Andreas
Huber gegen Mirko Habel nochmals sein
Bestes, obwohl er zu diesem Zeitpunkt
bereits ausgeschieden war. Zu mehr als
einem Satzgewinn reichte es für den
Linkshänder aber nicht, so dass sich
Habel ohne Niederlage Platz 1 sicherte
und Leo Stynen der einzige Ungesetzte
war, der den Viertelfinaleinzug
geschafft hatte.
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